Seit 23:05 Uhr Fazit

Mittwoch, 21.08.2019
 
Seit 23:05 Uhr Fazit

Menschen und Landschaften

Sendung vom 03.10.2007

Von Schafen, Wind und Spatzen

Luftaufnahme der Hallig Gröde (AP)

18 Einwohner, 5 Kinder, 13 Erwachsene, leben auf der Hallig Gröde im schleswig-holsteinischen Wattenmeer. Wer sich auskennt im Watt und mit den Gezeiten, kann bei Ebbe zu Fuß nach Gröde stiefeln. Bei erhöhtem Hochwasser steht alles unter Wasser, ausgenommen die Warften, die künstlich aufgeworfenen Hügel, auf denen die Hallighäuser gebaut wurden. Bis 1976 musste man hier ohne Strom auskommen.

Sendung vom 30.09.2007
Ein regnerischer Herbstabend in einer südenglischen Moorlandschaft. (Stock.XCHNG / Desire Weber)

Ungeheuer im Moor

Seit Jahrhunderten kursieren in England Geschichten von rätselhaften Bestien im unwegsamen Moor. Geisterhafte Riesenkatzen wie "The Beast of Bodmin Moor" und "The Surrey Puma" sollen nächtliche Reisende anfallen, Rinder und Schafe reißen. Vermeintliche Augenzeugen beschreiben mit erstaunlicher Übereinstimmung schwarze Großkatzen, Panther, Pumas, Jaguare.

Sendung vom 23.09.2007
Mount Kenya (Lorenz Rollhäuser)

Schwarzes Land Weißes Land

Keine zwei Stunden braucht man mit einem der gelb-weißen Minibusse von der Hauptstadt Nairobi bis zum Fuß des Mount Kenya. Es ist der südöstliche Zipfel einer Region, die zu Kolonialzeiten White Highlands genannt wurde. Der Einfluss der weißen Siedler ist noch immer groß, obwohl heutzutage in manchen Gegenden kaum noch Weiße vorbeikommen.

Sendung vom 16.09.2007

Magnet für Landflüchtige

El Alto, drittgrößte und eine der ärmsten Städte Boliviens, hat an die 800.000 Einwohner, jedes Jahr werden es etwa 60.000 mehr. Die Trabentenstadt von La Paz gehört damit zu den am schnellsten wachsenden Städten der Welt.

Sendung vom 09.09.2007
Mohawk-Indianer auf dem Bau (Michael Magercord)

Der Turmbau zu Kahnawake

Wolkenkratzer als Ausgeburt des Übermuts, denn Höhe bedeutet eigentlich Angst. Nicht erst seit dem 11. September 2001. Dennoch werden Hochhäuser gebaut im Glauben an die Machbarkeit all dessen, was möglich erscheint. Aber wer geht zuerst hinauf, höher und höher, wer vernietet die ersten Stahlträger?

Sendung vom 02.09.2007
Andrang auf dem Fuji-San (Jörn Klare)

Der laute Gipfel

Der Fuji-San ist ein erloschener Vulkan, eine prächtige Pyramide, 3776 Meter hoch, heiliger Berg und Symbol Japans. Bis vor gut hundert Jahren durften nur Priester und Pilger hinauf, keinesfalls aber Frauen. Die offizielle Saison ist heute auf die Monate Juli und August beschränkt.

Sendung vom 26.08.2007

Insel der Zugvögel

"Der Abschied fällt schwer. Wir werden wiederkommen…" Irland 1995. Zwölf Jahre sind seitdem vergangen. Nun also noch einmal ins Land der Zugvögel. Zugvögel? Über Jahrhunderte konnte die Insel ihre eigenen Kinder nicht ernähren: Deshalb flogen sie aus. Wie ist es jenen ergangen, denen die Autoren 1995 begegneten?

Sendung vom 19.08.2007
Irgendwo in Irland (AP)

Insel des Abschieds

Irland ist das beste Land der Welt, sagt Pat. In sein großes rundes Gesicht nisten sich beim Lachen Grübchen ein. Er hat schelmische Augen, einen stattlichen Bierbauch und eine Tätowierung am Oberarm. Man ist erinnert an die Geschichten von James Joyce über die Dubliner.

Sendung vom 12.08.2007

Brüder im Geheimen und Söhne im Glück

Mehr als 50 Bruderschaften beeinflussen, zum Teil schon seit dem 13. Jahrhundert, weit über folkloristisches Brauchtum hinaus in anonymen beziehungsweise geheimen Gesellschaften das religiöse und soziale Leben auf Korsika. Insbesondere in zwei Orten, im äußersten Süden, Bonifacio und Sartène, die bis heute die dramatische Geschichte Korsikas widerspiegeln.

Sendung vom 05.08.2007
Fischerboote in Five Island, Maine (dradio.de)

Die Hummerfalle

Etwa 100.000 Besucher fallen alljährlich Anfang August in das sonst so verschlafene Hafenstädtchen Rockland ein. In einer einzigen Woche werden hier mehr als zwölf Tonnen Hummer verzehrt. Wahrscheinlich Weltrekord.

Sendung vom 29.07.2007

Henndorf am Wallersee

Begonnen hatte es mit den Brüdern Mayr. Der eine war Wirt, der andere ein berühmter Opernsänger. 1920 fanden zum ersten Mal die Salzburger Festspiele statt, und das kleine Bauerndorf im "Vorgarten" der Stadt Salzburg wurde zum Tummelplatz der Berühmtheiten.

Sendung vom 22.07.2007
Der Rote Platz in Moskau, links im Bild die Basilius-Kathedrale (AP)

Moskauer Roulette

Wenn es Nacht wird in Moskau, leuchten die Spielcasinos wie luxuriöse Kreuzfahrtschiffe. Sie werben mit überdimensionalen Neontafeln, grellroten Dollarzeichen und Lichterketten. Die Security am Eingang ist nicht weniger streng als auf einem amerikanischen Flughafen.

Sendung vom 15.07.2007
Oderbruch bei Hochwasser (AP)

Himmel über Weiden

Das zarte herbe Land hinter den Deichen der Oder erstreckt sich in einer Ebene von der alten Bischofsstadt Lebus im Süden bis Bad Freienwalde im Norden. Wenn über Felder, Wiesen und verträumte Dörfer mit Fachwerkhäusern die Abendsonne scheint, dann weiß man sich hier weit weg von der Hektik Berlins, das nur 70 Kilometer entfernt liegt.

Sendung vom 08.07.2007
Pferd vor einer Hütte (Matthias Drawe)

''Wir zahlen keine Miete mehr''

Nova Iguacu, etwa zwei Autostunden von Rio de Janeiro entfernt, wirkt teilweise beinahe archaisch. Grüne Hügel, tropische Vegetation, ein Wasserfall, ein erloschener Vulkan. Geckos, Hühner, Hunde, wilde Katzen, Schlangen. Überall Pferde, die manchmal sogar frei herumlaufen. Pferdekarren sind das bevorzugte Transportmittel.

Sendung vom 01.07.2007

Geister, Gold und Karaoke

Cherry Creek liegt im Osten des US-Bundesstaates Nevada. Zur Zeit des großen Goldrausches Anfang des 20. Jahrhunderts lebten Tausende hier. In den nahen Goldminen suchten sie ihr Glück. Doch als die Minen ihren Betrieb einstellten, blieben nur ein paar Einzelgänger und schräge Vögel in der einstigen Westernmetropole zurück.

Sendung vom 24.06.2007
Norilsk (Boris Schumatsky)

Wie ein anderer Planet

Hier kann der Mensch eigentlich nicht leben. 300 Kilometer hinter dem Polarkreis dauert der Winter neun Monate, die Temperatur sinkt auf minus 50 Grad. Die Luft ist dünn und giftig, der Boden zu Stein gefroren und vom ewigen Wind glatt poliert. Ein anderer Planet.

Sendung vom 17.06.2007
Blick auf Osh (Jörn Klare)

Seide, Sowjets, Suleiman

König Salomon soll die Stadt erbaut haben. Oder war es Alexander der Große? So alt wie Rom soll sie sein. Oder doch nur so alt wie Samarkand? Das kann aber auch schon auf 2500 Jahre zurückblicken. Den besten Blick über Osh und weit darüber hinaus auf die schneebedeckten 5000 Meter hohen Gipfel des Alai-Gebirges hat man von Suleimans Felsen, einer Pilgerstätte zu Ehren des Propheten mitten in der Stadt.

Sendung vom 10.06.2007

Wasserwege

Wenn Bangladesch in den Nachrichten auftaucht, geht es meist um Ertrunkene und Flutopfer. Sie sind die "normalen" Verkehrstoten einer Nation, in der das Wasser noch immer wichtigster Weg ist und wo täglich eine unübersehbare Armada abenteuerlichster Gefährte die Leinen losmacht, darunter die "Rockets“, eine Flottille von Schaufelraddampfern, die vor über 70 Jahren im damaligen Britisch-Indien gebaut wurden.

Sendung vom 03.06.2007
Südtirol (AP Archiv)

Die Rebellen in den Bergen

Auf dem Weg über die Brennerautobahn Richtung Süden fallen Ortsnamen ins Auge: Bozen/Bolzano, Sterzing/Vipiteno, Klausen/Chiusa... Im Autoradio auf Deutsch Nachrichten von Radio Südtirol 1, Brenner-Radio, Radio Merane… Wie leben die Menschen hier miteinander, die Südtiroler deutscher Abstammung und die Italiener. Gibt es eine gemeinsame Südtiroler Identität? Oder bleiben sie einander fremd?

Sendung vom 28.05.2007
Schnitzer Mauricio (Uwe Stolzmann)

Der Teufel aus Ebenholz

Die Makonde sind als exzellente Ebenholzschnitzer bekannt. Galeristen und Sammler schätzen jene filigranen Kunstwerke, die tief im Innern der so genannten Dritten Welt entstanden sind. Im Grenzgebiet zwischen Mosambik und Tansania absolvieren Jugendliche nach wie vor uralte Initiationsriten. Männer wie Frauen tätowieren sich großflächig die Gesichter.

Sendung vom 27.05.2007
Mehinako-Indianer (Ulrike Prinz)

Im Dorf der Vögel

"Ich mache meinen Sohn...", sagen die Väter der Mehinako-Indianer, wenn das Initiationsritual am oberen Xingu, einem Nebenfluss des Amazonas, beginnt. Die Mythologie der Mehinako schildert die Initiation als visionäre Reise des Helden ins "Dorf der Vögel", wo er sich das geheime Wissen über den Reifeprozess seines Sohnes holt.

Sendung vom 20.05.2007
Jaffa (Sigrid Brinkmann)

Nadelöhr zum Meer

Das Nadelöhr ist eine Anspielung auf den schmalen Übergang von der Küstenstraße zur Yefet, einer der Durchgangsstraßen von Jaffa, und auch der Hafen ist ein winziges Becken, das sich zum Meer hin öffnet. Ein Nadelöhr für Fischerboote, Kreuzritter, Flüchtlinge, mit Kirchen und Minaretten, Altstadthäusern.

Sendung vom 17.05.2007
Haute Route (Jörn Klare)

Haute Route

Die Haute Route vom schweizerischen Zermatt über das italienische Courmayeur zum französischen Chamonix ist der Klassiker unter den Skitouren. Schon die Pässe liegen meist über 3000 Meter hoch. Die Aufstiege dauern bis zu neun Stunden täglich. Das bedeutet wenig Sauerstoff zum Atmen, aber viel Zeit zum Nachdenken.

Sendung vom 13.05.2007
Río San Juan (Ole Schulz)

El Gran Tránsito

Jahrhunderte lang war der Fluss Zankapfel mächtiger Handelsnationen und Mittelpunkt unternehmerischer Ambitionen. Schon die spanischen Eroberer träumten davon, den Río San Juan als Gran Tránsito zwischen Atlantik und Pazifik auszubauen. Heute streiten Nicaragua und Costa Rica um die Nutzungsrechte.

Sendung vom 06.05.2007

Thunfischfalle vor Gibraltar

Schon im Januar werfen die Fischer von Barbate an der spanischen Atlantikküste ebenso kunstvoll wie tückisch ihre Netze aus. Ein unsichtbarer Vorhang aus Nylon, einige hundert Meter lang und bis zu 30 Meter tief, lauert auf das Ereignis des Jahres. Im April schließlich ist es soweit, dann kommen riesige Thunfischschwärme vom nördlichen Polarkreis, um im warmen Mittelmeer zu laichen.

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Informationen zur Sendung

Im Rahmen der Wochenendreform im Oktober 2007 wurde die Sendung Menschen und Landschaften eingestellt.

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