Hörspiel, vom 26.12.2018

Mensch und Natur - HörspielOb die Granatbäume blühen

„Die Du wohntest in den Gärten, lass mich Deine Stimme hören“. Sechs Jahrzehnte lebte der Schweizer Schriftsteller Gerhard Meier mit seiner Frau Dorli zurückgezogen im Haus seiner Kindheit im Jura. Sie teilten ihre Liebe für Schmetterlinge, Blumen und die Literatur. Nach ihrem Tod widmete er ihr ein letztes literarisches Werk.

Ein Granatapfelbaum (Imago / View Stock)
Ein Granatapfelbaum (Imago / View Stock)

Ein Monolog, ein Alterswerk und ein bewegendes Epitaph. Dorli war der Lebensmensch Gerhard Meiers. Als er seinen Job verloren hatte, verdiente sie den Lebensunterhalt durch das Betreiben des Dorfkiosks in Niederbipp, dem Lebensort der beiden. Nach ihrem Tod blieb der 80jährige Meier allein zurück in dem Haus mit Blick über Dorlis Garten zum Jura hin. "Und ich fragte mich, ob man am Ende lebe, um sich erinnern zu können" - in seinem innigen Monolog setzt er das Gespräch mit Dorli fort.

Der Schauspieler Ueli Jäggi während der Studioaufnahme. (Deutschlandradio / Bettina Fürst-Fastré)Der Schauspieler Ueli Jäggi (Deutschlandradio / Bettina Fürst-Fastré)

Mit Ueli Jäggi

Gerhard Meier erhielt für sein Werk den Petrarca-Preis, den Fontane-Preis und den Heinrich-Böll-Preis.