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Tonart | Beitrag vom 19.10.2020

Memoiren von DJ TomekkAus dem Party-Berlin der Neunziger

Fabian Wolff im Gespräch mit Martin Böttcher

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DJ Tomekk beim 90er-Olymp 2018 im Freizeit- und Erholungspark Lübars in Berlin. (picture alliance / Geisler-Fotopress / Nicole Gubelka)
DJ Tomekks möchte in seinen Memoiren kein Image verkaufen, sondern einfach aus seinem Leben erzählen, meint Kritiker Fabian Wolff. (picture alliance / Geisler-Fotopress / Nicole Gubelka)

DJ Tomekk arbeitete schon in den 1990ern mit Größen der US-Rapszene zusammen. Der gebürtige Krakauer hat eine bewegende Geschichte hinter sich, mit einem gewalttätigen Vater und einer Kindheit im Heim. Jetzt hat er seine Autobiografie veröffentlicht.

Er ist der DJ, ich bin der Rapper, so beschrieb Will Smith in den 80er-Jahren die Arbeitsverteilung zwischen ihm und seinem DJ Jazzy Jeff. Auch wenn sich das Genre stark verändert hat: Viele denken bei Hip-Hop immer noch an Turntables und Scratching und an Namen wie Dr. Dre oder DJ Premier.

Sehnsucht nach dem Berlin der 1990er

In Deutschland stand der DJ immer eher im Schatten. Eine Ausnahme bildet DJ Tomekk, der schon in den 1990ern mit Rapgrößen aus den USA zusammenarbeitete. 20 Jahre später hat Tomasz Kuklicz, wie der gebürtige Pole mit bürgerlichem Namen heißt, jetzt seine Autobiografie geschrieben.

Sie heißt "Ich lebe für Hip Hop". Musikkritiker Fabian Wolff hat die Rap-Memoiren gelesen meint: "DJ Tomekk will kein Image verkaufen, sondern nur ein bisschen von dem Leben erzählen, das ihm Hip-Hop ermöglicht hat. Sich diese Geschichte anzuhören, lohnt sich natürlich für Hip-Hop-Fans, aber auch für alle, die Sehnsucht nach dem Berlin der 90er haben."

(mkn)

DJ Tomekk: "Ich lebe für Hip Hop"
Heyne Verlag 2020
336 Seiten, 22 Euro

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