Seit 21:30 Uhr Alte Musik

Mittwoch, 18.09.2019
 
Seit 21:30 Uhr Alte Musik

Literatur / Archiv | Beitrag vom 22.07.2012

Meine Armut kotzt mich an

Literatur über das prekäre Leben

Von Elke Brüns und Ralph Gerstenberg

Podcast abonnieren
Autoren nehmen sich der Themen Armut, Prekariat und Exklusion an.  (picture alliance / dpa)
Autoren nehmen sich der Themen Armut, Prekariat und Exklusion an. (picture alliance / dpa)

Armut, Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung - immer häufiger nehmen sich Schriftsteller sozialer Themen an, die in den 90er-Jahren im Zeichen von Pop-Literatur, Generationen- und Wenderomanen vernachlässigt wurden. Clemens Meyer, Katharina Hacker, Annett Gröschner oder Thomas Melle beteiligen sich mit ihren Schilderungen sozialer Schieflagen an aktuellen Debatten um neue Armut, Prekariat, Exklusion.

Dabei wird deutlich, dass Armut nicht nur eine soziale, sondern auch eine kulturelle Dimension besitzt. Was Armut ist und wer als arm gilt, hängt davon ab, wie die jeweilige Mangellage wahrgenommen und empfunden wird. So steht die materielle Misere von Underdogs, Losern und Kleinkriminellen neben der kalten, immateriellen, seelischen Armut Wohlsaturierter oder dem Mangel an Sinn und Individualität in der Szene sogenannter Hippster. Wer heute noch angesagt ist, kann morgen schon abgeschrieben sein. Ein Feature über eine Literatur, die sich der prekären Existenz stellt, die für viele Menschen längst Realität geworden ist.


Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Literatur

Porträt zu Cees NooteboomDer Augenmensch
In der Eile hat Cees Nooteboom während einer Signierstunde auf der Frankfurter Buchmesse seinen Stift in den Mund gesteckt. (Picture Alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

Cees Nooteboom ist selten zu Hause. Und wenn doch, dann kommen gleich drei Wohnungen und Häuser in drei Ländern in Betracht. Der Autor ist ein Sammler von Menschen, von Landschaften und auch ein Nomade der literarischen Gattungen. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur