Seit 05:05 Uhr Studio 9

Donnerstag, 28.05.2020
 
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Mein Freund im Todestrakt

Blick in den Todestrakt durch Gitterstäbe im Vordergrund. Im Gang sind Insassen zu sehen. (picture alliance/AP/Eric Risberg)

Vor 25 Jahren trifft der junge deutsche Reporter Arndt Peltner in San Quentin auf Reno, den zum Tode verurteilten Häftling mit der Nummer D-63100. Außerhalb der Gefängnismauern wären sie sich wohl niemals begegnet. Für beide ist es der Beginn einer ungleichen Freundschaft. Deutschlandfunk Kultur erzählt ihre Geschichte. Eine Serie in fünf Teilen.

Einfahrt des Gefängnisses von San Quentin (picture alliance/AP/Eric Risberg)

Teil 1Das erste Treffen

1994. Am Anfang steht ein Brief aus Nürnberg. Dass er überhaupt beantwortet wird, hätte der junge Journalist Arndt Peltner nicht gedacht. Eine Brieffreundschaft entsteht. 1996 stehen sich Arndt und Reno schließlich erstmals gegenüber. Es gibt Cola und Popcorn.

Großaufnahme eines schweren Schlüssels, den ein Wärter in das karge Metallschloss eines Käfigs steckt. (picture alliance/AP Images/Eric Risberg)

Teil 2Lähmende Routine

Zehn Jahre nach der ersten Begegnung zwischen Arndt und Reno nehmen die Proteste gegen die Todesstrafe zu. Im Februar 2006 soll wieder ein Häftling hingerichtet werden. Arndt wird als Zeuge geladen. Doch alles kommt anders.

Auf dem Fenster eines typischen Büros kleibt eine stilisierte Bleifstiftzeichnung von Jesus Christus am Kreuz. (picture alliance/AP/Eric Risberg)

Teil 3Kreativ im Knast

San Quentin ist das älteste und gefährlichste Gefängnis westlich des Mississippi. Doch auch an diesem Ort des Todes ist Kreativität möglich. Die einen singen, die anderen schreiben. Und Reno, der Todeskandidat D-63100? Er malt.

Ein Insasse läuft hinter Gitterstäben an Zellen vorbei. (picture alliance/AP/Eric Risberg)

Teil 4Ungleiche Freunde

Arndt und Reno telefonieren jahrelang jede Woche, einmal im Monat besucht Arndt Reno in San Quentin. Beide reden wenig über das, was Reno getan haben soll und wenig über den Tod. Reno aber hat einen Wunsch: nicht allein zu sterben.

Ein Wächter steht mit Gewehr im Anschlag im Todestrakt des US-Gefängnisses in San Quentin (picture alliance/AP Images/Eric Risberg)

Teil 5Der letzte Plan

2019 will Kalifornien Todeskandidaten in andere Gefängnisse verlegen. Reno will aber nicht weg aus San Quentin. Er regelt stattdessen mit Arndt sein Erbe. Und hofft nach 40 Jahren Haft doch noch auf ein Ende in Freiheit.

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