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Interview / Archiv | Beitrag vom 26.01.2017

Megaradio SNALiebesgrüße aus Moskau − ein Radiosender für die AfD?

Ludger Fittkau im Gespräch mit Anke Schaefer

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Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry nach einem abgebrochenen Treffen mit dem Zentralrat der Muslime. (dpa-Bildfunk / AP / Markus Schreiber)
Von Medien umringt: Über die AfD und ihre Vorsitzende Frauke Petry berichten viele, meist kritisch. Doch gibt es jetzt einen Radiosender, der der rechtspopulistischen Partei besonders viel Raum einräumt? (dpa-Bildfunk / AP / Markus Schreiber)

Megaradio SNA heißt ein Radiosender, der in letzter Zeit verstärkt über die AfD berichtet. Das Programm wird teilweise aus Moskau finanziert. Die Hessische Medienanstalt nimmt das "Megaradio" nun ins Visier und könnte ihm die Lizenz entziehen.

Nach eigener Darstellung handelt es sich bei Megaradio um ein "souveränes Informationsprogramm". Allerdings: Seit Februar 2015 werde die Hälfte der Sendezeit mit Inhalten des deutschsprachigen Dienstes der Sputnik News Agency, kurz SNA, gefüllt, sagt unser Hessen-Korrespondent Ludger Fittkau. SNA gehöre zu einem staatlichen russischen Medienunternehmen. Über DAB+ könne das Programm in Berlin, Brandenburg und im Rhein-Main-Gebiet gehört werden.

Großes Thema: Rechtspopulisten in Koblenz 

Ist nun also ein Propagandasender für die AfD im Entstehen, wie der langjährige Präsident der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck, meint? "Direkt wohl nicht", sagt Fittkau. Aber durch den Moskauer Anteil bekomme die AfD eben doch Einfluss. Der Sender habe auch sehr viel über das Treffen der europäischen Rechtspopulisten am vergangenen Wpchenende in Koblenz berichtet.

Dass Megaradio aber besonders viel Raum der AfD einräumt, sei nach Erkenntnissen der hessischen Medienanstalt für den privaten Rundfunk neu. Man werde das nun beobachten. Am Ende könne auch der Entzug der Lizenz stehen, sagt Ludger Fittkau. 

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