Seit 14:05 Uhr Kompressor

Freitag, 19.07.2019
 
Seit 14:05 Uhr Kompressor

Kulturnachrichten

Montag, 13. Januar 2014

Medien zitieren Spiegel und Bild besonders oft

"Der Spiegel" wird von deutschen Medien am häufigsten zitiert - allerdings nur mit einem knappen Vorsprung vor der "Bild"-Zeitung.

Das ist das Ergebnis der Presse-Monitor GmbH. Sie hat untersucht, welche Blätter 2013 besonders oft von anderen Medien zitiert wurden. Auf Platz eins liegt "Der Spiegel" mit mehr als 3.800 Nennungen, die "Bild" wurde nur etwas weniger erwähnt. Mit großem Abstand folgen dann die "Süddeutsche Zeitung" und die Blätter der "Welt"-Gruppe. Für das Ranking wurden auch regionale Medien untersucht. Auf den ersten Plätzen liegen dabei die "Rheinische Post", der "Tagesspiegel" aus Berlin und die "Passauer Neue Presse".

Von den internationalen Zeitungen wurden die "New York Times" und der "Guardian" besonders oft zitiert. Die Presse-Monitor GmbH ist ein Unternehmen der deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage.

Russland plant Quote für einheimische Filme in den Kinos

Russland plant eine Quote für einheimische Filme in den Kinos - sie soll voraussichtlich bei 20 Prozent liegen.

Kulturminister Wladimir Medinski sagte der Agentur Interfax, diese Maßnahme sei nötig, sonst könne man das russischen Kino nicht unterstützen. Zwangsvorgaben für Kinos sind allerdings umstritten. Unabhängige Regisseure verwiesen darauf, dass Präsident Putin über die Filmförderung entscheidet. Außerdem erhielten in Russland oft nur patriotische Stoffe einen Zuschuss. Viele Filmemacher werfen der Staatsführung auch Zensur bei der Auswahl von Sujets vor. Russische Streifen über sozialkritische Themen oder etwa Homosexualität hätten kaum Chancen, gefördert und in den Kinos gezeigt zu werden.

Schon zu Sowjetzeiten gab es Quoten für in- und ausländische Filme. Amerikanische Streifen waren dabei stark reglementiert.

Gehälter der Weltbild-Beschäftigten bis Ende März sicher

Die Gehälter der Beschäftigten der angeschlagenen Verlagsgruppe Weltbild sind bis Ende März sicher.

Das sagte ein Mitglied des Betriebsrates und bezog sich auf Aussagen des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz bei der Mitarbeiterversammlung. Wie es danach weitergehe, sei aber nicht klar. Der Insolvenzverwalter habe jedoch deutlich gemacht, dass er einen Investor für Weltbild finden wolle. Ein Stellenabbau bei dem katholischen Verlag sei bei den Versammlungen bislang noch kein Thema gewesen. - Der Weltbild-Verlag hatte am Freitag Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 6.800 Mitarbeiter.

Schausteller wollen Volksfeste als Weltkulturerbe schützen

"Volksfeste sprechen alle Generationen und Schichten an. Diese Begegnungen sind wichtig für den Zusammenhalt in der Gesellschaft."

Mit dieser Begründung will der Deutsche Schaustellerverband die jahrhunderte alten Traditionen schützen. Jahrmärkte und Volksfeste sollen dafür immaterielles Weltkulturerbe werden. Laut Verbandssprecherin Lucinde Boennecke wurden nach langer Vorbereitung jetzt die Bewerbungsunterlagen bei der UNESCO eingereicht. Frühestens 2016 wird über den Antrag entschieden.

Nach Angaben des Schaustellerverbandes werden bundesweit jährlich rund 12.000 Volksfeste, Jahrmärkte und Weihnachtsmärkte gefeiert. Rund 70 Prozent der Bevölkerung besuchen mindestens einmal im Jahr ein Volksfest.

Human Rights Watch: Frauenrechte in Syrien in Gefahr

Sie dürfen keine Jeans oder körperbetonte Kleidung tragen, auch Kleider und Make-Up sind für sie verboten.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch beklagt, dass die Freiheitsrechte von syrischen Frauen und Mädchen, die in den Norden und Nordosten des Landes geflohen sind, stark eingeschränkt werden. Rebellengruppen würden ihnen verbieten, sich in der Öffentlichkeit frei zu bewegen, zur Schule zu gehen oder zu arbeiten. Nur in männlicher Begleitung dürften sie auf die Straße. Eine Sprecherin von Human Rights Watch sagte, dass extremistische Gruppen viele Rechte aushöhlten, die die syrischen Mädchen und Frauen früher genossen hätten. - Im Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad haben teils verfeindete syrische Rebellengruppen etliche Gebiete im Norden und Osten des Landes unter ihre Kontrolle gebracht.

Journalistische Texte im Internet: Jeder vierte Online-Nutzer zahlt laut Bitkom-Umfrage

Im Internet sind zwar viele journalistische Texte gratis zu haben.

Die sogenannte Kostenloskultur ist aber weniger stark ausgeprägt als immer wieder angenommen wird. Dieser Meinung ist der Vizepräsident des Branchenverbandes Bitkom, Achim Berg. Er verweist auf eine aktuelle, repräsentative Studie, die der Verband in Auftrag gegeben hat. Demnach gibt ein Viertel aller Internetnutzer Geld für journalistische Inhalte aus. Im Schnitt zahlten die Online-Leser 13,60 Euro im Monat. Berg zufolge sind viele Verbraucher bereit, für interessante redaktionelle Artikel im Web zu bezahlen - wenn sie einen angemessenen Preis hätten und sich bequem abrechnen ließen.

Von den heutigen Nichtzahlern will aber auch in Zukunft der Großteil der Befragten kein Geld für redaktionelle Texte im Internet ausgeben. Sie finden, es gibt genügend kostenlose journalistische Inhalte im Netz.

Guillotine-Fund: Bayerns Kultusminister will Runden Tisch einberufen

Es stellen sich gleich drei Fragen auf einmal:

Soll die Guillotine, mit der die Geschwister Scholl von den Nazis getötet wurden, ausgestellt werden? Und wenn, ja: wo und in welcher Form? Auf diese Fragen sollte am besten ein Runder Tisch Antworten finden. Dafür will sich Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle einsetzen. Das Gremium sollte aus Vertretern der Weißen-Rose-Stiftung, Historikern, Ethiker und Politikwissenschaftler bestehen. Spaenle zufolge ist das Fallbeil ein zentrales Dokument der jüngsten Geschichte der Diktatur in Deutschland. Es erfordere jedoch einen - Zitat - "höchst sensiblen, ja pietätvollen Umgang".

Mit der Guillotine hatten die Nazis 1943 die Geschwister Scholl von der NS-Widerstandsgruppe "Weiße Rose" hingerichtet. Sie galt bislang als verschwunden und wurde erst in der vergangenen Woche in einem Depot des Bayerischen Nationalmuseums in München wieder gefunden.

Papst ruft Jahr des Friedens aus

Papst Franziskus hat zu einem Jahr des Friedens aufgerufen.

Bei seinem traditionellen Neujahrsempfang in Vatikanstadt sagte er, 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs müsse der Weg des Dialogs neu beschritten werden. Alle Staaten der Welt könnten auf die Unterstützung der katholischen Kirche zählen, wenn sie sich für mehr Gerechtigkeit und die Einhaltung der Menschenrechte einsetzten. In diesem Zusammenhang lobte der Papst zum Beispiel die Fortschritte bei den Atomverhandlungen mit dem Iran. Franziskus zeigte sich allerdings besorgt über die Lage in Syrien. Der Bürgerkrieg müsse endlich ein Ende haben. Er hege große Hoffnungen, dass die kgeplante Syrien-Konferenz am Genfer See der Beginn eines neuen Friedensprozesses für das Land werde.

Eine Million Werke der Bayerischen Staatsbibliothek online

Das Buchzeitalter geht keineswegs zu Ende.

Dieser Meinung ist der Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek in München, Rolf Gabriel. Jährlich würden mehr als 100.000 Bücher angeschafft. Trotzdem ist an der Staatsbibliothek auch ein starker Online-Trend sichtbar. Wie die Bibliothek mitteilte, werden seit Anfang des Monats mehr als eine Million Bücher in digitalisierter Form angeboten. Darunter sind auch die Erstausgaben von Goethe und Schiller, die bisher nur in den Räumen der Bibliothek eingesehen werden konnten. Im eigenen Scan-Zentrum wurden auch die Gutenberg-Bibel oder das Nibelungenlied für das Internet aufbereitet.

Die Bayerische Staatsbibliothek in München wurde 1558 gegründet. Wegen ihres Bestands gilt sie als eine der bedeutendsten Universalbibliotheken der Welt.

Munch-Museum: Kein Geld im norwegischen Staatshaushalt vorgesehen

Kaum ist das Munch-Jahr vorbei, ist der Streit um die Sammlung des norwegischen Malers neu entbrannt.

Eine Sprecherin des Kulturministeriums in Oslo erklärte, für dieses Jahr seien im Staatshaushalt keine Fördermittel für den Neubau eines Museums vorgesehen. Es handle sich dabei allein um eine Angelegenheit der Kommune Oslo. Der Stadtrat kritisierte die Entscheidung. Die Sammlung gehöre zwar der Stadt, sei aber gleichzeitig auch ein nationaler Kunstschatz, zitiert die Tageszeitung "Dagsavisen" eine Abgeordnete. Außerdem habe die Vorgängerregierung Fördermittel zugesagt. - Munch hatte seine Bilder der Stadt Oslo vermacht. 1963 wurde dafür ein Museum eröffnet, das inzwischen aber baufällig und zu klein ist. Seit Jahren tobt ein Streit um einen Neubau.

Löhrmann: Schulen müssen Kinder zu starken Persönlichkeiten ausbilden

"Wir brauchen empirische Studien wie "Pisa" auch weiterhin, aber können die Bildungspolitik nicht ersetzen."

Mit diesen Worten reagiert die zukünftige Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Silvia Löhrmann, auf die Argumente von Studiengegnern. Die Grünen-Politikerin sagte der "Süddeutschen Zeitung", die Studien zeigten, dass Deutschland sich nicht ausruhen dürfe, sondern sich weiter international messen lassen müsse. Es sei allerdings klar, dass Bildung mehr sei, als Wissensvermittlung. Die Schulen müssten dafür sorgen, dass Kinder sich zu starken Persönlichkeiten entwickelten. Dazu sollten sie etwa das Kapital von Migranten besser nutzen - zum Beispiel, indem sie Türkischunterricht anböten. - Löhrmann übernimmt am Mittwoch den Vorsitz der Kultusministerkonferenz.

Blogger fürchtet um Überleben der thailändischen Demokratie

Er fürchtet um das Überleben der Demokratie in Thailand.

Der in Bremen geborene thailändische Blogger Saksith Saiyasombut sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Regierung verstoße zwar im Prinzip nicht gegen demokratische Prinzipien. Dennoch sei sie - wie die meisten anderen - korrupt. Die Opposition habe den Glauben daran verloren, in einem demokratischen Rahmen an die Macht zu kommen. In den aktuellen Protesten sieht Saiyasombut das Ergebnis von Wahlniederlagen der vergangenen 20 Jahre. Die Politiker hätten die Chance verpasst, sich der wandelnden politischen und sozialen Landschaft anzupassen.

Türkei: Internetplattform "Vimeo" wieder zugänglich

In der Türkei ist die Videoplattform "Vimeo" ist nicht mehr gesperrt.

Das berichten mehrere türkische Medien. Erst vergangenen Freitag hatte ein Gericht den Zugang gesperrt. Eine offizielle Begründung gab es nicht. Experten und Nutzer spekulierten, die türkische Regierung wolle so mehr Kontrolle über das Internet bekommen, um regierungskritische Proteste zu vermeiden. Gerichte in der Türkei haben schon mehrfach Sperren angeordnet, von denen auch Youtube betroffen war. Bei den wochenlangen Protesten im vergangenen Jahr war das Internet eine der Hauptinformationsquellen. Rundfunk und Zeitungen hatten zeitweise praktisch gar nicht über die Demonstrationen berichtet.

Golden Globe für "12 Years a Slave"

Sie gelten als Vorboten der Oscars - die Golden Globes.

Das Drama "12 Years a Slave" von Regisseur Steve McQueen hat bei der Verleihung in Beverly Hills den Golden Globe für den besten Film erhalten. Den Preis als beste Schauspielerin bekam Cate Blanchett für ihre Hauptrolle im Woody-Allen-Film "Blue Jasmine". Bester männlicher Schauspieler wurde Matthew McConaughey für seine Rolle in "Dallas Buyers Club". Als bester Regisseur wurde der Mexikaner Alfonso Cuaron für den Weltraum-Thriller "Gravity" ausgezeichnet. Der Golden Globe für die beste Fernsehserie ging an "Breaking Bad". Deutsche gingen leer aus. Nominiert waren Daniel Brühl als bester Nebendarsteller im Niki-Lauda-Film "Rush" und der Komponist Hans Zimmer für die Musik in "12 Years a Slave". - Die insgesamt 25 Golden Globes werden vom Verband der Auslandspresse in Hollywood vergeben.

Streit um Welfenschatz: Kommission soll schlichten

Im Streit um einen der wertvollsten Schätze mittelalterlicher Kunst soll nun eine Kommission schlichten.

Seit Jahren fordern die Erben jüdischer Kunsthändler von der Preußenstiftung den Welfenschatz zurück. Doch die lehnt eine Rückgabe ab. Die Begründung: Die Kunsthändler, die 1935 Teile des Schatzes an den von den Nationalsozialisten gleichgeschalteten Staat Preußen verkauften, handelten aus freien Stücken. In dieser Woche soll nun die sogenannte "Limbach-Kommission" unter dem Vorsitz der einstigen Bundesverfassungsrichterin Jutta Limbach vermitteln. Sie befasst sich als staatliche Institution mit Raubkunst und deren Rückgabe an die Erben. Die Entscheidung der Kommission ist zwar nicht bindend, Kunstexperten sehen sie aber als mögliches Signal für den weiteren Umgang mit NS-Raubkunst in Deutschland. - Der Welfenschatz ist der Reliquienschatz des Braunschweiger Doms und ist im Berliner Kunstgewerbemuseum ausgestellt.

Megalith-Grab in Lüneburger Heide stürzt ein

Die sogenannten "Sieben Steinhäuser" gehören zu den am besten erhaltenen Megalith-Gräbern in Europa.

Eines der tonnenschweren rund 5000 Jahre alten Gräber auf dem NATO-Truppenübungsplatz Bergen in der Lüneburger Heide ist jetzt zusammengebrochen. Grund für den Einsturz des Grabes aus der Jungsteinzeit ist vermutlich starker Regen, der das Fundament eines tragenden Steines freigespült hat. Bezirksarchäologe Jan Joost Assendorp sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", es sei auszuschließen, dass Schießübungen der Bundeswehr der Grund für den Einsturz seien. - Die "Sieben Steinhäuser" sind Ganggräber, die von riesigen Steinplatten überdeckt sind. Um 1820 wurden zwei der Grabstätten zerstört. Die verbliebenen fünf stehen bereits seit 1832 unter Denkmalschutz.

Katholische Journalisten: Weltbild muss sich als katholisches Verlagshaus profilieren

Der Weltbild-Verlag habe in den vergangenen Jahren kaum mehr einen "publizistischen Mehrwert" für die katholische Kirche gehabt.

Dieser Meinung ist die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands. Die Vorsitzende Michaela Pilters sagte, viele Mitglieder des Verbands hätten ihre journalistischen Erfahrungen im Weltbild-Verlag gemacht. Aber diese journalistische Kompetenz im kirchlichen Bereich habe das Unternehmen schon lange aufgegeben. Wenn die Verlagsgruppe nun neu geordnet werde, müsse sie sich inhaltlich stärker als katholisches Unternehmen profilieren. Pilters forderte zudem, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Marx zu Weltbild-Pleite: Wir sind kein skrupelloser Unternehmer

"Wir sind kein skrupelloser Unternehmer, der die Mitarbeiter einfach davon jagt."

Mit diesen Worten hat der Münchner Kardinal Reinhard Marx nach dem Insolvenzantrag des Weltbild-Verlages Vorwürfe gegen die Kirche zurückgewiesen. Marx sagte der "Süddeutschen Zeitung", die Kirche werde die Beschäftigten nicht im Stich lassen. Allerdings habe man nicht nur eine Verantwortung für die Mitarbeiter, sondern auch für die Kirchensteuerzahler. Als Gesellschafter habe die Kirche es nicht zulassen können, auf absehbare Zeit dreistellige Millionensummen aus Steuermitteln zu investieren. Der zweitgrößte deutsche Buchhändler mit rund 6.000 Mitarbeitern hatte am Freitag Insolvenz angemeldet.

Brandenburg: CDU will im Landtagspräsidium gegen umstrittene Ausstellung vorgehen

In Brandenburg beschäftigen die Porträts von Hitler und Goebbels in dieser Woche voraussichtlich auch das Parlamentspräsidium.

Die CDU-Fraktion kündigte an, sie werde die umstrittene Kunstausstellung im neuen Brandenburger Landtag zur Sprache bringen. Die Christdemokraten fordern, die Kunstwerke vor der offiziellen Eröffnung des Neubaus am 21. Januar abzuhängen. SPD, Grüne und Linke lehnen das ab. Gezeigt werden mehr als 100 Arbeiten des Berliner Künstlers Lutz Friedel. Er hat unter anderem verfremdete Porträts von Altkanzler Helmut Schmidt und Konrad Adenauer geschaffen, aber auch von Adolf Hitler und NS-Propagandaminister Joseph Goebbels.

Schauspieler Hill: Titanic-Themenpark ist angemessen

"Das Thema wird sehr sensibel behandelt und das Unglück nicht geschmälert."

Mit diesen Worten hat der britische Schauspieler Bernhard Hill den geplanten Themenpark in China zur Titanic-Katastrophe verteidigt. Hill hatte im US-Kinofilm "Titanic" von 1997 den Kapitän Edward Smith gespielt. Der Themenpark soll bis 2016 in der Provinz Sichuan entstehen. Als Hauptattraktion ist der Nachbau des Unglücks-Schiffs in Originalgröße geplant. Außerdem soll mit einer speziellen Technologie der Zusammenstoß des Dampfers mit dem Eisberg und das Sinken des Schiffs simuliert werden. Kritiker hatten eine solche Attraktion auf der Basis einer Katastrophe als unangebracht bezeichnet. Bei dem Unglück 1912 kamen mehr als 1.500 Menschen ums Leben.

Grass will keinen Roman mehr schreiben

Günter Grass will keinen Roman mehr schreiben.

Das kündigte der 86-jährige Literaturnobelpreisträger in der "Passauer Neuen Presse" an. Er glaube nicht, dass er einen Roman noch schaffe. Sein Gesundheitszustand lasse es nicht zu, über einen Zeitraum von fünf oder sechs Jahren zu planen, sagte Grass. - Ganz aufgeben möchte er das Schreiben aber nicht. Er habe nach einer Phase häufiger Krankenhausaufenthalte wieder begonnen zu zeichnen. Aus dem Zeichnen und Aquarellieren hätten sich neue Texte ergeben, an denen er nun weiter arbeite, erklärte Grass.

Beginn der Restaurationsarbeiten am Opernhaus von Valencia

Ab heute wird gearbeitet -

leider nicht im, sondern am Opernhaus von Valencia. An der Fassade des Baus haben sich Mosaik-Verzierungen gelöst, die jetzt entfernt werden. Wie die "New York Times" berichtet, wird das Mosaik des Stararchitekten Santiago Calatrava nicht rekonstruiert. Stattdessen bekommt der Bau eine weiß gestrichene Fassade, damit ab Februar der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. - Die Oper von Valencia ist seit rund einem Monat wegen möglicher Gefahren für die Besucher geschlossen. Außerdem ermittelt zurzeit die Justiz gegen Calatrava. Er wird unter anderem für Baumängel und Geldverschwendung verantwortlich gemacht.

Britische Organisationen fordern Patientendaten für die Wissenschaft

Will ich meine eigenen medizinischen Daten Wissenschaftlern zugänglich machen?

Darüber können die Versicherten in Großbritannien in diesen Tagen entscheiden. Die Regierung hat jetzt im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen eine Informationskampagne gestartet und Broschüren an 22 Millionen Haushalte verschickt. Gleichzeitig fordern mehrere Grundheitsorganisationen die Briten auf, ihre Daten zur Verfügung zu stellen. Es bestehe zwar die Gefahr, dass die Daten gehackt und an Unternehmen verkauft würden, räumte die Organisation ein. Dieses Risiko sei allerdings gering - und der Nutzen viel größer: Mit den Daten könnten Wissenschaftler Krankheiten besser auswerten und neue Medikamente entwickeln.

Berben plant Zweiteiler über Leben der Anne Frank

Es soll die erste rein deutsche Produktion über Anne Frank werden.

Der Produzent Oliver Berben arbeitet an einem Spielfilm über das Leben der jüdischen Familie Frank im Amsterdamer Exil. Wie der "Spiegel" berichtet, sollen die Dreharbeiten im Sommer beginnen, die Ausstrahlung ist für Anfang kommenden Jahres im ZDF geplant. Der Zweiteiler spielt in der Zeit zwischen 1939 und 1944 und endet mit der Deportation der 15-jährigen Anne nach Bergen-Belsen enden. Weil ein Dreh am Originalschauplatz nicht möglich ist, will Berben das Versteck der Familie im Studio nachbauen lassen. Außerdem werde er mit Szenen aus der "Deutschen Wochenschau" arbeiten. Die Darsteller stehen laut Berben noch nicht fest.

Großbritannien: London plant Ausnahmen für Agenten im Straßenverkehr

Sie haben wohl bald eine Lizenz zum Rasen.

Britische Geheimdienstagenten dürfen im Einsatz möglicherweise bald zu schnell fahren, ohne Strafen befürchten zu müssen. Wie britische Zeitungen berichten, will das Verkehrsministerium heute eine Gesetzesänderung verkünden. Demnach dürfen auch Spione der Geheimdienste MI5 und MI6 die Geschwindigkeit übertreten. Erlaubt ist das bislang nur Polizisten, Krankenwagenfahrern und Feuerwehrleuten. Ein Ministeriumssprecher sagte den Zeitungen, die neue Regelung sei ein "guter und vernünftiger" Schritt. Er werde dabei helfen Leben zu retten und Großbritannien zu einem sichereren Ort zu machen.

Schöpfer von Fuchs und Elster-Figuren aus dem "Sandmännchen" gestorben

Er schuf die Fernsehpuppen "Herr Fuchs" und "Frau Elster" in der Kindersendung "Unser Sandmännchen".

Jetzt ist der Puppenbauer und Regisseur Hans Schroeder im Alter von 85 Jahren gestorben. Das teilte sein Enkel mit. Schroeder arbeitete ab Mitte der 50er Jahre für den Deutschen Fernsehfunk der DDR. Dort wirkte er auch an der Entwicklung des Märchenwaldes im DDR-Kinderfernsehen mit. Nach der Wende war er an der Gründung des damaligen Landessenders Brandenburg beteiligt.

Schauprozess: Jurastudenten verhandeln über Märchen "Der gestiefelte Kater

So wird aus einem Märchen ein Prozess.

Im Mainzer Staatstheater verhandeln Jurastudenten heute über die Verbrechen im Märchen "Der gestiefelte Kater". Bei der fiktiven Gerichtsverhandlung geht es unter anderem um Zwangsheirat, illegalen Waffenbesitz, Geiselnahme und Tierquälerei, wie das Staatstheater mitteilte. Über den Schauprozess richtet ein Juraprofessor. Die Zeugen spielen die Darsteller des diesjährigen Familienstücks. - Für den Schauprozess kooperierte die Europäische Vereinigung der Jura-Studenten mit dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Kulturnachrichten hören

Januar 2014
MO DI MI DO FR SA SO
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur