Seit 01:05 Uhr Tonart
Donnerstag, 29.07.2021
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Breitband | Beitrag vom 16.11.2013

Medien und MeinungenSchengen-Routing vs. Geheimdienste

Die Medien und Meinungen am 16. November 2013

Ein Schlagwort geisterte diese Woche besonders wild durch die Netzwelt: Schengen-Routing. Telekomchef René Obermann brachte das Schengen-Routing beim Cyber Security Summit diese Woche wieder ins Gespräch - die Idee dahinter: Daten, die innerhalb Europas verschickt werden, sollen nicht mehr den Umweg über das außereuropäische Ausland nehmen. Stattdessen sollen sie nur über Rechenzentren innerhalb Europas geleitet werden, genauer: innerhalb des sogenannten Schengenraums. Damit hätten weder der englische, noch der amerikanische oder russische Geheimdienst Zugriff auf die transportierten Daten. Gute Idee, die aber einige nur müde lächeln lässt. Zum Beispiel Harald Summa, Geschäftsführer der DE-CIX Management GmbH, dem weltweit größten Internet-Knoten in Frankfurt.

Tim Wiese hat mit ihm über die Telekom und deren Pläne, ein Schengen-Routing einzuführen gesprochen - denn: Die Telekom nutzt DE-CIX gar nicht und nimmt damit in Kauf, dass innerdeutscher Datenverkehr dann doch auch mal über das Ausland läuft.

 

[Audio anhören]



 

Sind die Daten damit beim DE-CIX abhörsicher? Laut einem Bericht des MDR Magazins "Fakt" saugt der BND Daten am Knotenpunkt in Frankfurt ab - obwohl er als Auslandsgeheimdienst eigentlich gar nicht in Deutschland aktiv werden darf. Harald Summa sagt dazu:

 

[Audio anhören]



 

Weiterhin steht nach dem "Fakt"-Bericht der Verdacht im Raum, dass der BND in Frankfurt abgefangene Daten zum Beispiel der NSA zur Verfügung stellt, um bei den anderen Geheimdiensten mitspielen zu können. Doch auch dies: bleibt unklar.

Foto: "Tiny Man and Big Lady" von Dan Century, CC BY 2.0

 

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Breitband

Bildsprache in der PolitikVon Manipulation bis Aktivismus
Auf dem Bild sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, gehen durch das vom Hochwasser verwüstete Dorf Schuld in der Nähe von bad Neuenahr-Ahrweiler (dpa / POOL AFP / Christof Stache)

Angela Merkel stützt Malu Dreyer. Philipp Amthor lässt sich mit Neonazis ablichten. Armin Laschet lacht bei einer Steinmeier-Rede über Flutopfer. Solche Bilder hinterlassen starke Eindrücke. Warum, erklärt Kommunikationswissenschaftlerin Stephanie Geise.Mehr

Breitband SendungsüberblickPegasus liest mit!
Auf dem Bild ist ein blau eingefärbtes Auge zu sehen, dass aus ganzen viele Pixel besteht.  (imago /  Ikon Images / Saul Gravy)

Mit der Software “Pegasus” wurden viele Menschen ausspioniert, darunter auch Politiker und Menschenrechtlerinnen. Das deckte diese Woche eine groß angelegte Recherche auf. Außerdem: Bildsprache in der Politik und das Comeback eines Musikspiel-Genres.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur