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Breitband | Beitrag vom 24.05.2014

Medien und MeinungenNetflix in Deutschland, de Maizière in USA

Die Medien und Meinungen vom 24.05.2015

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Netflix in Deutschland

Wann genau das amerikanische Streamingportal hierzulande an den Start gehen will, weiß man noch nicht, von Ende des Jahres ist die Rede. Aber dass Netflix tatsächlich in Zukunft auch in Deutschland verfügbar sein wird, das ist bestätigt.

Netflix ist ein Portal, über das man sich Filme und Serien anschauen kann. Dafür bezahlen Kunden einen monatlichen Pauschalvertrag, ähnliche wie bei Maxdome oder Watchever. Das Besondere an Netflix: Das Unternehmen produziert auch selber hochwertige, mehrfach ausgezeichnete Inhalte, etwa die Serie »House of Cards« mit Kevin Spacey.

In den USA ist das Portal so populär, dass nach Feierabend ein Drittel des gesamten Internetverkehrs auf Netflix entfallen. Deshalb sind die Erwartungen an das Unternehmen auch hier in Deutschland hoch. Allerdings ist vielen wie dem Medienjournalisten Hendrik Efert noch nicht so ganz klar, womit das Portal hier punkten will:

Das deutsche Netflix wird nicht aussehen wie das amerikanische Netflix. Also das berühmte »House of Cards« ist von Sky lizensiert. Die andere große Netflix-Serie ist Lilyhammer, die ist von Arte und TNT-Serie lizensiert. All das wird auf der deutschen Version voraussichtlich nicht laufen. Man hört aus der Branche, das Netflix gerade sehr, sehr viel einkauft. Auch im deutschen Markt. Im Moment setzen sie also mehr auf Masse als auf Klasse.

Mittelfristig könnten aber Streamingdienste wie Netflix die Sehgewohnheiten der Deutschen verändern. Ob sie damit auch eine Konkurrenz für die klassischen Fernsehprogramme sind, das hat Hendrik Efert im Radiofeuilleton  im Deutschlandradio Kultur erklärt.

 

NSA-Affäre: Innenminister in Washington

Innenminister Thomas de Maizière war in dieser Woche in den USA, um wegen der NSA- Affäre zu verhandeln. Oder um es in der Diplomaten-Sprache auszudrücken: Ein deutsch-amerikanischer Cyber-Dialog wurde weiter angekurbelt. Viele Gespräche hat er geführt. Zum Beispiel mit dem amerikanischen Justizminister Holder und dem Geheimdienstdirektor Clapper.

Der Satz, der für Aufregung sorgt, ist nach diesen Treffen gefallen. In einem Interview mit dem MDR hat de Maizière Folgendes über die deutsch-amerikanischen Beziehungen gesagt:

Ich will gerne noch mal unterstreichen, dass unsere Beziehungen wichtiger sind als das schwierige Thema NSA. Und das das Thema Internetsicherheit größer ist als das Thema NSA und Snowden.
 
Das klingt für viele, als hätte Thomas de Maizière damit einen Schlussstrich unter die Affäre gezogen. Zumal er auch ausführt, dass die Europäer sowieso eine schwache Verhandlungsposition hätten. Schließlich seien die wichtigen Internetfirmen alle amerikanisch.

Da müssen sie eben mit amerikanischen Unternehmen, dem amerikanischen Staat und der amerikanischen Rechtsordnung leben. Und das bedeutet, dass wir in vielen Fällen nur etwas wollen und nicht selber haben. Und das verändert das Verhandlungsgewicht.
 

Datendiebstahl bei ebay

145 Millionen Kundendaten haben Hacker von den eBay-Servern kopiert. Namen, email-Adressen, Postadressen, Geburtsdaten, Telefonnummern und die verschlüsselten Passwörter. Kreditkartendaten sollen nicht dabei sein.

Laut ebay gibt es noch keine Anzeichen, dass die Passwort-Verschlüsselung geknackt wurde. Trotzdem rät das Unternehmen dringend, die Passwörter zu ändern.

 

Die Medien und Meinungen hat Tim Wiese zusammengestellt.

Foto: cc by-sa 2.0 flickr/louiscrusoe

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