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Breitband | Beitrag vom 02.05.2015

Medien und MeinungenGooglejournalismus, Geldsammeln und Tattoo-Gate

Die Meldungen der Woche vom 02. Mai 2015

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Die Meldungen der Woche weiß Vera Linß - etwa, dass Google sich mit der "Digital News Initiative" mit acht europäischen Verlagshäusern verbündet, um digitalen Qualitätsjournalismus zu fördern. Dabei steckt der Konzern 150 Millionen Euro in einen Innovationsfond für journalistische Projekte. Eine Überraschung, denn bisher wurden die Verlage nicht müde, sich darüber zu beschweren, dass Google ihnen permanent im Internet das Geschäft vermasselt, etwa durch unfaires Ranking bei Suchergebnissen oder durch die mögliche Umsetzung des Leistungsschutzrechts. Die Empörung über diesen Deal hält sich jedoch in Grenzen, denn Journalisten- und Branchenverbände begrüßen gleichzeitig auch eine Förderung von Qualitätsjournalismus. Konkret soll es bei der Zusammenarbeit einen Förderfond für innovative Projekte, Weiterbildung sowie Arbeitsgruppen für neue journalistische Produkte geben - ob die objektive Berichterstattung dabei beeinflusst wird, bleibt abzuwarten.


Und ein weiteres neues Projekt wird demnächst begrüßt: Die amerikanische Crowdfunding-Plattform Kickstarter kommt nach Deutschland. Ab dem 12. Mai können deutsche Crowdfunder jetzt auch international leichter Geld einsammeln - denn wer bisher Projekte über die US-Seiten von Kickstarter finanzieren wollte, brauchte eine Bankverbindung in den USA - oder er wanderte zum großen Konkurrent Indiegogo ab, der bereits eine deutsche Portalseite hat.


Und zu guter Letzt hat die Apple Watch hat ihren ersten Skandal - gerade mal eine Woche, nachdem sie auf den Markt gekommen ist. Mit dem neuesten Coup von Apple kann auch der Herzschlag gemessen werden. Das funktioniert mithilfe von Sensoren, die grünes Licht auf die Haut beamen und dort den Blutfluss registrieren. Nun stellt sich jedoch heraus: Das klappt nicht immer, etwa, wenn man Tattoo unter der Uhr trägt. Denn das grüne Licht kann offensichtlich nichts mit dunklen Oberflächen anfangen. Wie es sich mit dunklen Hautfarben verhält, das gilt es nun herauszufinden...


Foto: "Desert Chase" von JD Hancock, CC BY 2.0

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Eine Hand blättert in einem Buch mit leeren Seiten. (Unsplash / Anomaly)

Der Kapitol-Sturm in den USA hat zahlreiche Memes hervorgebracht. Sie amüsieren, können aber auch als Verharmlosung verstanden werden. Eindeutiger ist es dagegen im Fall "Caliphate": In den Podcast hat sich ein Betrüger eingeschlichen. Mehr

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