Klangkunst, vom 01.05.2009

Komposition und Realisation: Rilo Chmielorz

Das Labyrinth in seiner ursprünglichen Bedeutung ist ein Zeichen des Wandels und der Veränderung. Verirren kann sich dort nur, wer zu früh umkehrt. Auf 3000 Jahre alten kretischen Münzen finden sich perfekt geplante Figuren, die nur einen einzigen Weg zur Mitte haben.

Blick auf die Knöpfe eines Mischpults (Stock.XCHNG / Matteo Discardi)
Blick auf die Knöpfe eines Mischpults (Stock.XCHNG / Matteo Discardi)

Die Hopi-Indianer nennen das Labyrinth die Wiege des Lebens und sprechen von einem Faden, der nirgends unterbrochen ist. Mythenforscher sehen gar im Tanz den Ursprung der verschlungenen Pfade, die dazu da sind, räumliche Muster in choreografierte Bewegung umzusetzen.

Rilo Chmielorz und Pedro López verfolgen den erneuernden Aspekt des Labyrinths in einen "performativen Feldversuch". Eine fiktive Person bewegt sich durch einen Klangraum, der das Wagnis des Wandels und die Ambivalenzen des Lebens akustisch erfahrbar macht.

Komposition und Realisation: Rilo Chmielorz
Mitarbeit: Pedro López
Stimmen: Ulrich Land, José Iges, Rilo Chmielorz
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2009
Länge: 46'29

Die Komponistin und bildende Künstlerin Rilo Chmielorz, geboren 1954, arbeitet in Köln und Madrid.

Der spanische Komponist und Multimediakünstler Pedro López programmiert Klangumgebungen für Installationen und Radioprojekte.