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Kulturnachrichten

Montag, 29. März 2021

Martina Gedeck erhält Ehrenwürdigung beim Bayerischen Filmpreis

Die Schauspielerin Martina Gedeck wird beim Bayerischen Filmpreis mit dem Ehrenpreis gewürdigt. "Martina Gedeck zeigt in ihren Rollen eine faszinierende Wandelbarkeit. Sie ist für mich die deutsche Meryl Streep", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder laut Mitteilung über die 59 Jahre alte Wahl-Berlinerin. Gedeck betreibe ihren Beruf mit großer Leidenschaft und habe eine Bekanntheit weit über die Grenzen Deutschlands hinaus erreicht. Die Auszeichnung soll der Schauspielerin am 28. April im Rahmen einer Fernsehsendung überreicht werden. Der undotierte Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten wird seit 1979 verliehen. Geehrt wurden bisher unter anderen Wim Wenders, Hannelore Elsner oder Bruno Ganz.

Arnold-Bode-Preis für Tania Brugera

Der mit 10.000 Euro dotierte Arnold-Bode-Preis 2021 geht an das kubanische Künstlerkollektiv Instar und die Künstlerin Tania Brugera. Die Auszeichnung würdige deren Einsatz "mit künstlerischen und diskursiven Mitteln für demokratische Transformationsprozesse" auf Kuba, teilte die Kasseler Kulturdezernentin mit. Die Installations- und Performancekünstlerin Brugera (52) zeigte etwa Werke im Centre Pompidou in Paris, in der Tate Modern in London oder bei der Documenta in Kassel. In Havanna gründete sie 2015 mit anderen das Kollektiv Instar. Die Abkürzung steht für "Hannah Arendt Institut für Artivismus" ("Instituto de Artivismo Hannah Ahrendt"). Die Auszeichnung der Stadt Kassel würdigt Kunst der Gegenwart und ist nach dem Gründer der Weltkunstausstellung documenta, Arnold Bode, benannt.

Eilantrag für Öffnung von Staatsoper und Philharmonie in München

Mehr als 20 Musikerinnen und Musiker wollen mit einem Eilantrag die Öffnung der Bayerischen Staatsoper und der Philharmonie in München erreichen. Der Antrag sei beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gestellt worden, sagte eine Sprecherin der Initiative "Aufstehen für die Kunst" in München. Antragsteller sind unter anderem die Sopranistin Marlies Petersen, der Bass Christof Fischesser und der Tenor Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, alle drei erst kürzlich zu hören im Livestream der neuinszenierten Oper "Rosenkavalier" an der Staatsoper. Die Künstler richten sich gegen die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Das darin geregelte pauschale Konzert- und Aufführungsverbot sowie die generellen Schließungen von Theatern, Opern und Konzerthäusern verstoßen ihrer Ansicht nach gegen die im Grundgesetz garantierte Kunstfreiheit.

Hape Kerkeling zurück im Fernsehen

Der Entertainer Hape Kerkeling beendet nach mehr als sechs Jahren seine Bildschirmpause. Der 56-Jährige werde Hauptdarsteller einer Serie auf RTL, teilte der Privatsender in Köln mit. Auch zwei weitere Unterhaltungsformate seien geplant. Im Jahr 2014 hatte der Komiker sich weitgehend aus dem Fernsehen zurückgezogen. Er arbeitete als Synchronsprecher und Kolumnist.

Auszeit für Erzbischof Heße

Papst Franziskus gewährt dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße eine Auszeit. Das teilte das Erzbistum Hamburg mit. Als Konsequenz aus einem Gutachten zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum Köln hatte Heße dem Papst seinen Amtsverzicht angeboten. Unklar war zunächst, was unter "Auszeit" genau zu verstehen ist und wie lange sie dauern wird. In der vorvergangenen Woche war in Köln ein seit langem erwartetes Gutachten vorgestellt worden. Darin wurde untersucht, wie Bistumsverantwortliche in der Vergangenheit mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester umgegangen sind. Heße, der früher Personalchef und Generalvikar im Erzbistum Köln war, wurden insgesamt elf Pflichtverletzungen vorgeworfen. Dabei handelte es sich nach Angaben der Gutachter unter anderem um Verstöße gegen die Melde- und Aufklärungspflicht.

Alte Magdeburger Synagoge wird digital wieder aufgebaut

Am 9. November 1938 zerstört, jetzt online wieder zum Leben erweckt: Im Rahmen des Festjahres "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" soll die alte Magdeburger Synagoge bald digital besichtigt werden können. Zentral sei dabei "die Visualisierung des Innenraums" der bei den Novemberpogromen von 1938 zerstörten Synagoge, teilte die Synagogen-Gemeinde Magdeburg mit. Besucher könnten "den Gebetsraum digital durchschreiten und ausgewählte Objekte aus der Nähe betrachten", hieß es. Außerdem gebe es geschichtliche Informationen und Rabbinergesang. Das interaktive und kostenfreie Angebot soll auf der Webseite der Gemeinde zu finden sein.

Musée d'Orsay in Paris kriegt Namenszusatz

Das Musée d'Orsay in Paris wird in Zukunft nach dem ehemaligen französischen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing benannt sein. Der Name des im vergangenen Dezember verstorbenen Politikers werde dem Namen des Museums hinzugefügt, teilte das französische Kulturministerium mit. Giscard d'Estaing, Präsident von 1974 bis 1981, hatte sich dafür eingesetzt aus dem Gebäude, das ursprünglich einen Bahnhof beherbergte, ein Kunstmuseum zu machen.

Software soll Behördensprache verständlicher machen

Verständliche Sprache statt Behördendeutsch - das soll eine Software ermöglichen, mit der künftig alle Mitarbeiter der baden-württembergischen Landesverwaltung ausgestattet werden. Das Programm erkenne Bandwurmsätze, zu viele Passiv-Konstruktionen und einen schwer verständlichen Nominalstil, teilte das Staatsministerium in Stuttgart mit. Die Software funktioniert laut Mitteilung wie ein Rechtschreib-Programm. Sie prüft einen vorhandenen Text und macht Verbesserungsvorschläge. Entwickelt wurde das Programm von einem Ulmer Unternehmen in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Hohenheim.

Informationen zu kolonialem Sammlungsgut werden gebündelt

Informationen von 25 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen über Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten sollen künftig auf einer zentralen Internetseite verfügbar sein. Das haben Vertreter von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden mit den Einrichtungen, den Verbundpartnern der Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten und der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) beschlossen. Darunter sind etwa das Linden-Museum in Stuttgart, das Museum für Naturkunde in Berlin, die Philipps Universität Marburg oder das Rautenstrauch Joest Museum - Kulturen der Welt in Köln.

Oscar-Gala wird nicht in Hongkong übertragen

Die Verleihung der Oscars Ende April wird erstmals seit mehr als 50 Jahren nicht in Hongkong zu sehen sein. Grund sei offenbar die Nominierung einer Dokumentation über die Protestbewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone, berichtet das ARD-Büro in Peking. Der Film "Do not split" wurde für einen Oscar in der Kategorie "Bester Dokumentar-Kurzfilm" nominiert. Er befasst sich mit den Demokratieprotesten in Hongkong 2019. Seitdem haben politischer Druck und Selbstzensur stark zugenommen. Chinas Staats- und Parteiführung hat die Autonomierechte der früheren britischen Kolonie in den vergangenen Monaten in vielen Lebensbereichen faktisch abgeschafft.

US-Schauspieler Boseman posthum geehrt

Der verstorbene US-Schauspieler und "Black Panther"-Star Chadwick Boseman ist posthum mit einem Preis für afroamerikanische Künstler ausgezeichnet worden. Boseman, der im August mit 43 Jahren an Krebs gestorben war, bekam von der Bürgerrechtsbewegung NAACP einen Image Award als "Bester Filmschauspieler". Mit dem Preis wurde seine Rolle in "Ma Rainey's Black Bottom" als Jazz-Trompeter in den 20er-Jahren gewürdigt. Die National Association for the Advancement of Colored People ist die älteste und größte Bürgerrechtsorganisation der USA.

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