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Wortwechsel | Beitrag vom 04.01.2019

Marode InfrastrukturDeutschland leidet unter Investitionsstau

Moderation: Monika van Bebber

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Ein Auto fährt am 19.08.2013 an einem geflicktem Schlagloch in einer Straße in Büderich (Nordrhein-Westfalen) vorbei.  (dpa / picture alliance / Jan-Philipp Strobel)
Geflickte Schlaglöcher in NRW: Für den Straßenbau fehlt oft das Geld. (dpa / picture alliance / Jan-Philipp Strobel)

Ob Straße, Schiene oder Breitbandausbau – in Deutschland klafft die Sanierungslücke. Zu viel Bürokratie, zu wenig Personal und Investitionsstau. Die Infrastruktur wird auf Verschleiß gefahren. Muss die Mobilität der Zukunft in den Köpfen beginnen?

Fördermilliarden werden nicht abgerufen, weil Länder und Kommunen zwar bauen wollen, aber nicht können. Der Bauwirtschaft gehen Kapazitäten aus, Handwerker fehlen. Der Städte- und Gemeindebund beklagt: Deutschland lebt von der Substanz. Der Investitionsstau in Städten und Kommunen erreicht den Rekordwert von 159 Milliarden Euro. Brücken und Straßen bröckeln, Großprojekte verzögern sich, die Digitalisierung bleibt auf der Strecke.

Nicht nur die Bahn bremst sich selbst, der Investitionsstau in Deutschland hat auch zur Folge, dass Infrastruktur und öffentliche Verwaltung auf Verschleiß gefahren werden.

Muss die Mobilität der Zukunft in den Köpfen beginnen? Braucht der Strukturwandel des ganzen Landes auch eine neue Mentalität der Flexibilität?

Darüber diskutieren im Wortwechsel:

Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin

Marcel Fratzscher, Präsident DIW

Oliver Krischer, MdB Bündnis 90 / Grüne

Thomas Losse-Müller, EY-Unternehmensberatung 

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