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Lesart / Archiv | Beitrag vom 17.06.2016

Marko MartinAls Stadtschreiber in Breslau

Marko Martin im Gespräch mit Jörg Magenau

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Altstadt von Breslau (dpa-Zentralbild)
Der Autor Marko Martin ist als deutscher Stadtschreiber in der europäischen Kulturhauptstadt (dpa-Zentralbild)

Die historischen Brüche der Stadt interessieren den Stadtschreiber Marko Martin. Der Schriftsteller ist seit April in Breslau und widmet sich seinen Erlebnissen in einem Blog.

"Ich nehme mir das Recht heraus, die Stadt zu erwandern nach eigenem Gusto, um diese ganzen vielen Geschichtsspuren zu suchen, aufzufinden und mit Menschen zu sprechen", sagt der Autor Marko Martin im Deutschlandradio Kultur. Auf Einladung des Deutschen Kulturforums ist er seit April Stadtschreiber in Breslau und verfasst einen Blog.

Intellektuelle Wachheit

Als ausgelagerte "PR-Abteilung" sieht er seine Aufgabe nicht, sondern setzt andere Akzente. "Mich interessieren dann schon die Geschichten in der Stadt", sagte Martin. Es gebe heterogene Biografien der Stadtbewohner, von denen viele selbst als Vertriebene in Breslau nach dem Zweiten Weltkrieg angesiedelt wurden. Martin sprach von einer "intellektuellen Wachheit" in Breslau, die er selbst beim Gespräch mit Jugendlichen beim dritten Bier erlebe.  

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