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Literatur | Beitrag vom 10.05.2020

Mark Twains Reisebericht "Dem Äquator nach"In 395 Tagen um die Welt zu den Weltwundern der Antipoden

Von Holger Teschke

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Samuel Longhorne Clemens alias Mark Twain auf einer Schwarz-Weiß-Fotografie.  (imago/Cola Images)
Autor Samuel Longhorne Clemens ist besser bekannt unter dem Namen Mark Twain. Er wuchs am Mississippi auf und war Bootsjunge. (imago/Cola Images)

1888 begegnen sich Mark Twain und Robert Louis Stevenson. Sie erzählen sich Abenteuer, die Huckleberry Finn und Tom Sawyer auf einer Weltreise erleben würden. Sieben Jahre später bricht Twain zu einer großen Reise auf. Nach einem Bankrott braucht er Geld, viel Geld.

Mark Twains Bankrott ist verheerend. Er zwingt den weltbekannten Humoristen zu einer Reise durch das British Empire, auf der er jedes Podium besteigt, das sich ihm bietet, um Vorträge zu halten. Auf mehr oder weniger seetüchtigen Schiffen geraten Twain, seine Ehefrau Olivia und Tochter Clara von Vancouver über Hawaii, Australien, Neuseeland, Indien, Ceylon und Mauritius bis nach Südafrika. Nach 13 Monaten trifft die Familie in London ein, und Twain verfasst in kürzester Zeit eines der scharfsinnigsten und humorvollsten Reisebücher seiner Zeit. "Dem Äquator nach" ist zu Unrecht in Vergessenheit geraten.

Holger Teschke zeichnet Höhepunkte dieser Weltreise nach. Er stöberte in Briefen, Tagebüchern und Interviews der Zeit. Die Dokumente zeigen, wie sehr die fromme Hand der Ehefrau manche Abenteuer glättete, bevor sie in das Buch gerieten.

Eine Wiederholung aus dem Jahr 2010. Das Manuskript der Sendung können Sie hier nachlesen.

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