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Dienstag, 13.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 23. Dezember 2017

Mann-Gedenkstätten gründen Netzwerk

"Thomas Mann International"

Thomas-Mann-Gedenkstätten aus vier Ländern haben sich in Lübeck zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Die Einrichtungen wollen bei Ausstellungen und in der wissenschaftlichen Forschung eng zusammenarbeiten, teilte die Kulturstiftung der Hansestadt Lübeck mit. Auch bei Debatten wie etwa zur politischen Beteiligung, zum Demokratieverständnis oder zu Migration und Exil wollen sich die Mann-Häuser stärker positionieren. An dem Netzwerk sind das Lübecker Buddenbrookhaus, das Literaturarchiv Monacensia in München, das Thomas Mann Kulturzentrum Nida in Litauen, das Thomas Mann-Archiv in Zürich/Schweiz sowie das Thomas Mann House Pacific Palisades im US-Bundesstaat Kalifornien beteiligt. Dieser zukunftsweisende Zusammenschluss unter dem Namen "Thomas Mann International. Das Netzwerk der Mann-Häuser" werde allen Einrichtungen einen Mehrwert bringen, heißt es von der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft.

Vatikan: Weihnachtsmesse in neuem Sendeformat

Testlauf entspreche der Neuausrichtung der vatikanischen Medien

Der Vatikan testet bei seiner Übertragung der Christmette mit Papst Franziskus erstmals das neue Format Ultra HD 8K. Das teilte das vatikanische Presseamt mit. Dass eine Papstmesse technische Innovationen voranbringe, könne kurios erscheinen, kommentierte der Leiter des vatikanischen Mediensekretariats, Dario Edoardo Vigano; aber Geschichte werde durch Ereignisse geschrieben, "die die Kraft haben, die Zukunft vorwegzunehmen". Der Testlauf entspreche der Neuausrichtung der vatikanischen Medien gemäß der vom Papst gewünschten Reform. Die Aufnahme der Weihnachtsmesse in 8K erfolgt demnach in Zusammenarbeit mit Sony; das Material ist für die Vatikan-Archive bestimmt. Parallel dazu soll die Christmette mit dem Papst in Zusammenarbeit mit mehreren TV-Anstalten direkt per Satellit im neuen Format Ultra HD 4K übertragen und in Italien auf Rai 4K gesendet werden.

Mariah Carey zu Neujahr wieder am Times Square

Verunglückte Show vor einem Jahr hatte für Aufsehen gesorgt

Ein Jahr nach ihrem Pannenauftritt bei der Silvesterfeier am New Yorker Times Square will es Mariah Carey noch einmal versuchen: Die US-Sängerin wird bei der diesjährigen Neujahrsparty in Manhattan erneut auftreten. "Wir sind uns alle einig, dass es letztes Jahr nicht ganz so lief wie geplant", erklärten Carey und die Produktionsfirma Dick Clark Productions. "Wir freuen uns riesig, zusammen voranzugehen und Amerika eine unglaubliche Nacht der Musik und der Feier zu bieten." Careys Auftritt am Times Square vor einem Jahr war zu einem Debakel geworden. So stimmte die Gesangsspur nicht mit ihrer Stimme überein und ihr Mikrofon funktionierte nicht richtig. Zwischenzeitlich kapitulierte sie, hörte entnervt auf zu singen und stemmte die Hand in die Hüfte. Im Netz erntete die Sängerin dafür hämische Kommentare.

Lutherhaus Eisenach mit Besucheransturm

Reformjahr zieht Publikum an

Das Lutherhaus in Eisenach hat vom Reformationsjahr profitiert und deutlich mehr Besucher angelockt. Bis Mitte Dezember besichtigten nach Museumsangaben mehr als 70 000 Menschen das mittelalterliche Fachwerkhaus in Thüringen, in dem der spätere Kirchenreformator Martin Luther (1483-1546) als Schüler von 1498 bis 1501 gewohnt haben soll. Im Vorjahreszeitraum waren es 41 000 Besucher. Das Museum war 2015 nach aufwendiger Sanierung wiedereröffnet worden. Das Lutherhaus Eisenach gilt als eines der bedeutendsten Reformationsmuseen in der Mitte Deutschlands. Die neue Dauerausstellung "Luther und die Bibel" wurde mehrfach preisgekrönt.

Ägyptischer Popdiva droht Haftstrafe

Prozess wegen herabsetzender Äußerungen über den Nil

Wegen herabsetzender Äußerungen über den Fluss Nil muss sich eine ägyptische Popdiva in Kairo vor Gericht verantworten. Bei einem Konzert in den Vereinigten Arabischen Emiraten hatten Fans gefordert, Sherine Abdel-Wahab solle den Song "Have You Drunk From the Nile" spielen. Sie verneinte mit den Worten: "Trink lieber Evian, dann bist du besser dran." Die witzig gemeinte Einlassung verbreitete sich als Video im Internet und führte zu einem Aufschrei der Ägypter, von denen viele ihren Stolz verletzt sahen. Eine Entschuldigung der Sängerin kam zu spät: Auftritte in ihrer Heimat wurden ihr untersagt. Abdel-Wahab drohen nun bis zu drei Jahre Haft. Die Ägypter sehen ihre Identität sehr eng mit dem Nil verknüpft. In dem Land gilt der Strom als der Ursprung der Bevölkerung - das Schicksal des Flusses ist auch das des Landes. Mehr als 95 Prozent der über 93 Millionen Einwohner Ägyptens Leben am Nil oder seinen Ausläufern im Delta.

US-Astronaut Bruce McCandless gestorben

Er war der erste frei im All schwebende Astronaut

Der US-Astronaut Bruce McCandless ist tot. Das teilte die Raumfahrtagentur Nasa mit. Danach war McCandless bereits am Donnerstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Astronaut habe als erster Mensch bei einem Weltraumspaziergang frei im All geschwebt. Während der Apollo-11-Mission, dem ersten bemannten Flug zum Mond 1969, war er laut Nasa im Missionskontrollzentrum für die Kommunikation mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin zuständig. Zudem habe er 1990 dabei geholfen, das Weltraum-Teleskop "Hubble" in eine Umlaufbahn um die Erde zu bringen, um entfernte Galaxien zu erforschen.

In der Schweiz verschwinden öffentliche Telefonzellen

Kabinen werden ab 2018 nicht mehr betrieben

Die letzten 3000 öffentlichen Telefonzellen verschwinden aus der Schweiz. Ab 2018 ist die Swisscom nicht mehr verpflichtet, solche Kabinen, die einst zur Grundversorgung gehörten, zu betreiben. Sie sollen nach Angaben des Telekommunikationsunternehmens in den nächsten Jahren abgebaut werden. Nostalgiker können sich die viereckigen Häuschen aber sichern: für umgerechnet rund 3000 Euro, wie die Swisscom mitteilt. Manches Unternehmen habe sich Kabinen für Großraumbüros gesichert, um dort Rückzugsorte für ungestörtes Telefonieren zu schaffen. Im Zeitalter des Handys sei die Zahl der Gespräche aus Telefonzellen zwischen 2004 und 2016 um 95 Prozent zurückgegangen, so die Swisscom. Die Zahl schrumpfte von fast 60 000 vor 20 Jahren kontinuierlich.

Himmelsscheibe von Nebra in Berlin

Archäologie-Schau 2018

Die Himmelsscheibe von Nebra geht 2018 erstmals seit zehn Jahren wieder auf Reisen. Vom 21. September bis Anfang November 2018 ist die Scheibe für sechs Wochen in der nationalen Archäologieausstellung "Bewegte Zeiten - Archäologie in Deutschland" im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen, sagte der Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin, Matthias Wemhoff. Das sei ein Novum, weil die Himmelsscheibe sonst nicht ausgeliehen würde. Die 3600 Jahre alte Scheibe zeigt die weltweit älteste bekannte, konkrete Darstellung astronomischer Phänomene. Raubgräber mit Metallsuchgeräten hatten sie als Teil eines Bronzeschatzes 1999 bei Nebra in Sachsen-Anhalt entdeckt. Die Schweizer Polizei stellte 2002 den Fund sicher. Seit 2008 ist die Scheibe im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale zu sehen. Zuletzt war sie 2007 in Basel gezeigt worden.

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