Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Donnerstag, 06.08.2020
 
Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Fazit / Archiv | Beitrag vom 13.10.2015

Man Booker PrizeLiteraturpreis geht erstmals nach Jamaika

Podcast abonnieren
Der Jamaikaner Marlon James gewinnt den "Man Booker Prize". (dpa/picture-alliance/Andy Rain)
Der Jamaikaner Marlon James gewinnt den "Man Booker Prize". (dpa/picture-alliance/Andy Rain)

Der renommierte Man Booker Prize für englischsprachige Literatur geht in diesem Jahr an den Jamaikaner Marlon James. Die Auszeichnung erhält James für sein Werk "A Brief History of Seven Killings".

Das Buch beschreibt einen Mordversuch an Bob Marley im Jahr 1976 und den Aufschwung des Drogenhandels auf der Insel. "Keith Richards' Drogendealer kommt auch vor", erzählt ARD-Korrespondentin Gabi Biesinger.

Der 45-jährige Jamaikaner Marlon James zeigte sich überrascht über den Preisgewinn: "Ich habe gar nichts vorbereitet, ich hab damit nicht gerechnet." James ist der erste jamaikanische Schriftsteller, der den mit 50.000 Pfund dotierten Preis gewinnt. Das sei irgendwie surreal, erklärte er, denn Jamaika habe eine große literarische Tradition. "Ich hoffe wirklich, dass ich nicht der letzte sein werde".

Teilweise im kreolischen Dialekt geschrieben

James' Roman ist teilweise in Patois geschrieben, dem auf Jamaika verbreiteten kreolischen Dialekt. Es sei ein "außergewöhnliches, wuchtiges Buch", urteilt Gabi Biesinger.

Die Entscheidung der Jury fiel einstimmig. Im vergangenen Jahr wurde der australische Autor Richard Flanagan mit dem Preis geehrt.

Mehr zum Thema

Richard Flanagan: "Der schmale Pfad durchs Hinterland" - Überleben in der asiatischen Hölle
(Deutschlandradio Kultur, Buchkritik, 01.10.2015)

Man Booker Prize - Kriegsdrama ist bester englischsprachiger Roman
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 15.10.2014)

Auszeichnung - László Krasznahorkai erhält Man Booker International Prize
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 19.05.2015)

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 25Zurück aus dem Netz: Theater unter Corona-Auflagen
Stadion der Weltjugend (Schauspiel Stuttgart / Conny Mirbach)

In einigen Bundesländern dürfen die Theater wieder öffnen – unter strengsten Auflagen. Wie kann das aussehen: Live-Theater unter Corona-Bedingungen? Darüber sprechen wir mit der Theaterkritikerin Cornelia Fiedler und dem Schauspieler Martin Wuttke.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur