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Neonlicht / Archiv | Beitrag vom 13.05.2012

Männerträume, wilde Träume, militante Träume

Es wird geträumt in diesem Neonlicht, aber nicht geschlafen!

Moderation: Mandy Schielke

Die seit 2010 geschlossene Bar 25 war sieben Jahre lang eine feste Größe im Nachtleben Berlins.  (picture alliance / dpa / XAMAX)
Die seit 2010 geschlossene Bar 25 war sieben Jahre lang eine feste Größe im Nachtleben Berlins. (picture alliance / dpa / XAMAX)

In Japan erfüllt eine Mädchenband in Kompaniestärke die Wünsche ihrer Fans. Die legendäre Berliner "Bar25" soll von den Toten auferstehen. In Danzig liebäugelt ein skurriler Sammler damit, ein Museum zu eröffnen. Und dann muss die eigene Stadt mit neuen Augen gesehen werden...

Die unbekannte Stadt
Von Nadine Kreuzahler
In der Selbstbeschreibung des "Transeuropa Festivals" (9. - 20. Mai) hört sich alles ein wenig trocken an: "Ein einzigartiges transnationales Festival, das Kultur, Kunst und Politik verbindet." In der Praxis sieht es sehr viel bunter aus: Kochen für Occupy in Rom, Konzerte gegen Grenzkontrollen in Paris, Protestunterricht in Bologna. Zum Auftakt wird in allen 14 teilnehmenden europäischen Großstädten von Amsterdam bis Warschau gleichzeitig spaziert - auf der Suche nach den verborgenen Ecken und den wirklich unbekannten Orten. Das Neonlicht lässt sich Berlin zeigen.

Bar-Träumereien
Von Tim Thaler
Für ein paar Jahre war die Bar25 in Berlin ein ganz besonderer Ort, von dem man sich selbst in entlegenen Winkeln der Welt erzählte: Club und Restaurant in selbstgezimmerten Bretterbuden direkt am Spreeufer, vor allem aber Selbsdarstellungs- und Selbstverwirklichungsding, in dem alles möglich schien. Dementsprechend groß war der Jammer, als es vor anderthalb Jahre zu Ende ging mit der Bar - das Gelände musste an die Berliner Stadtreinigungsbetriebe zurückgeben werden, für immer, so schien. es. Doch jetzt träumen die Macher von einst davon, an gleicher Stelle wieder neu anzufangen. Ein bisschen erwachsener, ein bisschen mehr Kultur. Aber irgendwie auch wie früher. Ein Ortsbesuch.

Eins, zwei, drei, viele
Von Peter Kujath
AKB48 - hinter diesem technisch anmutenden Kürzel verbirgt sich eine ziemlich japanisch anmutende Geschäftsidee: Eine Band, die nicht aus einer Handvoll, sondern aus Dutzenden Mitgliedern besteht - genauer gesagt: aus Dutzende japanisch-niedlichen Frauen im Alter zwischen 14 und 20. Die Kostüme erinnern an die berühmt-berüchtigten Schuluniformen. Aber trotz des Einheitslooks ist es eigentlich die Mischung der Gruppe, die die Fans in Scharen anzieht. Welche Entbehrungen die Mädchen aushalten müssen, kann man nur erahnen.

Der seltsame Jerzy
Von Holger Lühmann
Danzig blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück - und die scheint sich in der Position des Militaria-Sammlers Jerzy zu bündeln. In der Einfahrt seines Hauses stehen Jeeps, in seinem Garten Flugzeugwracks und Haubitzen. Das meiste davon hat er aus dem Danziger Hafenbecken gefischt oder ausgebuddelt, bald will er sie in einem zum Museum umgebauten Bahndepot ausstellen. Damit können die Danziger leben - aber dass Jerzy mit seinem Panzer durch die Stadt fährt und manchmal sogar den deutschen Angriff auf Danzig 1939 nachspielt, hat für viele mit einem modernen Polen nichts zu tun.

Neonlicht

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