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Plus Eins | Beitrag vom 19.02.2021

Madeleine Alizadehs Weg zum ErfolgFrauen sind die besseren Chefs

Moderation: Sonja Koppitz

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Porträt von Madeleine Darya Alizadeh. (Marina Noisternig )
Mit 28 Jahren gründete Madeleine Darya Alizadeh ihr Fair-Fashion Label. (Marina Noisternig )

Die Wiener Unternehmerin und Influencerin Madeleine Alizadeh ist vom Erfolg verwöhnt. Indem sie mit ihrer Depression offen umgeht, holt sie das Thema aus der Tabu-Zone. Und Netzjournalist Marcus Richter weiß Rat bei Hatespeech in sozialen Netzwerken.

Die österreichische Unternehmerin Madeleine Darya Alizadeh betreibt ein Fair-Fashion Modelabel. Als Chefin von mittlerweile zehn Angestellten kümmert sie sich auch um deren finanzielle Absicherung. Dafür hat sie einen Fonds aufgesetzt, mit dem sie unvorhergesehene finanzielle Belastungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abmildern will.

Offen über Depression sprechen

Jeder Mitarbeiter hat außerdem kostenlosen Zugang zu einer Meditationsapp, denn auch die seelische Gesundheit ihrer Angestellten liegt ihr am Herzen. Und das hat seinen Grund: Sie selbst leidet unter Depressionen. Sie spricht ganz offen darüber, weil sie ein Zeichen setzen und das Thema Depression aus der Tabu-Zone holen will. Als Unternehmerin will sie Vorbild sein. Aber sind Frauen die besseren Chefs? "Ich glaube schon", sagt sie.

Alizadeh ist auch Autorin des SPIEGEL-Bestsellers "Starkes weiches Herz" und produziert den Podcast a mindful mess. Außerdem engagiert sie sich als Umweltaktivistin und arbeitet als Influencerin. Bei so viel öffentlichem Engagement bleibt ihr auch Kritik nicht erspart. In sozialen Netzwerken fällt diese oft unsachlich und gelegentlich beleidigend aus.

Netzjournalist Marcus Richter rät in solchen Fällen: "Wenn es wirklich hart wird und strafrechtlich relevant, dann zeigt es an." Screenshots helfen dann die Beleidigungen zu belegen. Als Opfer muss man dabei nicht ängstlich sein. "Man kann etwas anzeigen, und dann ist es die Sache der Ermittlungsbehörden herauszufinden, ob es gegen das Gesetz verstößt oder nicht", so Richter.

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