Seit 05:50 Uhr Aus den Feuilletons
Donnerstag, 26.11.2020
 
Seit 05:50 Uhr Aus den Feuilletons

Fazit / Archiv | Beitrag vom 11.01.2017

Machtwechsel im Weißen Haus"Das Schlachtfest ist bereitet"

Tobias Endler im Gespräch mit Eckhard Roelcke

Podcast abonnieren
(picture alliance / dpa / Caitlin Ochs)
Trumps Auftreten gleich äußerlich einer Sitcom - sei jedoch eine Horrorkomödie, meint der Politikwissenschaftler Tobias Endler. (picture alliance / dpa / Caitlin Ochs)

Der Machtwechsel im Weißen Haus macht deutlich, was die Öffentlichkeit, vor allem die Medien künftig von Donald Trump zu erwarten haben. Vor allem dürfe man ihn nicht unterschätzen, sagt Politikwissenschaftler Tobias Endler. Sein Auftreten erscheine wie eine Sitcom, sei jedoch "eine Horrorkomödie".

Das Bild könnte treffender nicht sein: Barack Obama in seiner Abschiedsrede und Donald Trump in seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl  - das sei wie einen Florettfechter mit einem Säbelrassler, der auch gerne mal den Vorschlaghammer benutze, zu vergleichen, meint der Politikwissenschaftler Tobias Endler.

"Kurz, knapp, aggressiv"

Der Forscher am  Heidelberg Center for American Studies sagte im Deutschlandradio Kultur, der Auftritt von Trump vor den Medien sei "kurz, knapp, aggressiv" gewesen. Der Gegensatz zur Abschiedsrede von Barack Obama ist unübersehbar. "Das Schlachtfest ist bereitet", sagte Endler über den künftigen Umgang des Präsidenten mit den Medien.

Die Medien sollten Trump keineswegs unterschätzen: Er sei immer gut präpariert und "nicht dumm" – sogar ziemlich unterhaltsam. Und genau das sei gefährlich.

"Man schaut sich dann an wie eine Sitcom. Aber  am Ende ist es wohl eine Horrorkomödie, würde ich sagen, bei der uns noch das Lachen im Hals stecken bleibt."

Mehr zum Thema

Trump vs. Medien - Frage-Verbot für Journalisten
(Deutschlandradio Kultur, Aktuell, 12.01.2017)

Christoph von Marschall: - "Das würde an Landesverrat grenzen"
(Deutschlandfunk, Interview, 12.01.2017)

Russland - Sexvideos als Waffe gegen politische Gegner
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 12.01.2017)

Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten - Trump kam, schimpfte und lobte - sich selbst
(Deutschlandfunk, Nachrichten vertieft, 11.01.2017)

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsStillose Stilkritik
Annalena Baerbock, die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, und Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, sitzen beim digitalen Bundesparteitag der Grünen gemeinsam im sogenannten Wohnzimmer.  (picture alliance/ dpa/ Kay Nietfeld)

Die "FAZ" hat am digitalen Parteitag der Grünen etwas auszusetzen: Sie stört die "unruhig wirkende Wischtechnik der Wände in Kotbraun". Was das Bühnenbild des Parteitags aber mit "Ostberliner WGs" zu tun haben soll, lässt sie leider unbeantwortet.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur