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Literatur | Beitrag vom 24.08.2019

Lyrik lesen – und darüber diskutierenDichten über das, was wichtig ist

Moderation: Barbara Wahlster

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Eine historische Schreibmaschine in die ein weißes Blatt eingespannt ist. (Unsplash / Florian Klauer)
Kurz und knapp, und doch mit lang anhaltender Wirkung: Lyrik vermag so einiges. (Unsplash / Florian Klauer)

Lyrik begleitet, beglückt oder verstört uns, seit Menschen unsere Gedanken in Worte fassen können. Darüber sprechen wir mit der Kritikerin Maren Jäger, dem Literaturjournalisten Gregor Dotzauer und Jan Bürger vom Deutschen Literaturarchiv.

Gedichte können alles und das auf engstem Raum. Sie sind spielerisch oder grüblerisch, öffnen Räume und Perspektiven, führen ins unbekannte Eigene, machen Vertrautes fremd – oder umgekehrt. Gedichte sind Wahrnehmungs- und Konzentrationsbatterien: kurz und knapp und mit lang anhaltender Wirkung, im besten Fall.

Gedichte handeln von allem, was in der Welt wichtig ist, und von allem anderem natürlich auch. Sie können verwundern und beglücken, verwirren und trösten, unterhalten und anstrengen, verärgern und vor den Kopf stoßen. Sind sie gelungen, dann schauen sie jedes Mal, wenn man sie ansieht, anders zurück.

Von dieser kleinsten und ältesten literarischen Form lassen sich Jan Bürger (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Gregor Dotzauer ("Der Tagesspiegel", Berlin), Maren Jäger (freie Kritikerin) und die Moderatorin Barbara Wahlster begeistern und verblüffen, anregen und zuweilen auch ärgern.

Drei wichtige Neuerscheinungen haben sie sich ausgesucht für das Gespräch in der Historischen Villa Metzler in Frankfurt am Main und zudem je einen eigenen Tipp mitgebracht. 

Folgende Buchtitel werden in der Runde diskutiert:

Gerhard Falkner, Schorfheide, Gedichte en plein air, Berlin Verlag, Berlin 2019, 128 Seiten, 22,00 Euro

Eva Maria Leuenberger, dekarnation, Gedichte, Droschl, Graz 2019, 88 Seiten, 19,00 Euro

Jerome Rothenberg, Polen/1931, Gedichte, hg. und übersetzt von Norbert Lange, roughbooks, Schupfart 2019, 232 Seiten, 21,00 Euro

Und das empfehlen die Gesprächspartner:

Maren Jäger:
Friedrich Achleitner, wortgesindel, Zsolnay, Wien 2015, 112 Seiten, 16,90 Euro

Gegor Dotzauer:
Charles Baudelaire, Le Spleen de Paris - Der Spleen von Paris, Gedichte in Prosa und frühe Dichtungen, Herausgegeben und neu übersetzt von Simon Werle, Rowohlt, Hamburg 2019, 512 Seiten, 40,00 Euro

Jan Bürger:
Henning Ziebritzki, Vogelwerk, Gedichte, Wallstein Verlag, Göttingen 2019, 64 Seiten, 18,00 Euro

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