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Kulturnachrichten

Mittwoch, 25. Juni 2014

Luxus-Neubauten im historischen Zentrum Berlins

Am Schinkelplatz in Berlin entstehen Luxuswohnungen und Gewerbeflächen

Drei renommierte Architekturbüros haben den Zuschlag bekommen für die Umsetzung des Projekts zwischen Friedrichswerderscher Kirche und Bauakademie, gegenüber dem neuentstehenden Stadtschloss.Der im Krieg weitgehend zerstörte und aufwendig renovierte Schinkelplatz gilt als einer der geschichtsträchtigsten Plätze Berlins. Gegen eine moderne Bebauung hatte es Proteste gegeben. Die jetzt vorliegenden Entwürfe wurden in Absprache mit der Bauverwaltung überarbeitet. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher sprach bei der Vorstellung der Pläne von einer "überzeugenden Lösung" in "hervorragender Qualität".

300 Anfragen von möglichen Besitzern zur Sammlung Gurlitt

Die Taskforce Schwabinger Kunstfund prüft ob die Ansprüche berechtigt sind

Im weiteren werde geprüft, ob des sich sich bei den Werken aus der Sammlung um Nazi-Raubkunst handelt, sagte die Leiterin der Taskforce, Ingeborg Berggreen-Merkel. Dafür will sich das Gremium ein Jahr lang Zeit nehmen. Das Kunstmuseum Bern, das Gurlitt als Alleinerben eingesetzt hat, will die Sammlung demnächst besichtigen. Cornelus Gurlitt war Anfang Mai gestorben und hatte das Kunstmuseum Bern in seinem Testamant als Alleinerben eingesetzt. Das Museum hat nun sechs Monate Zeit, über die Annahme der Erbschaft zu entscheiden. Das Haus hat nach eigenen Angaben beschlossen, einen Rechtsbeistand hinzuzuziehen. Sollte das Museum das Erbe ablehnen, kommen gesetzliche Erben, Gurlitts Verwandte, als Rechtsnachfolger infrage. Das Amtsgericht München hat bereits begonnen, Kontakt zu möglichen Erben aufzunehmen. Inzwischen wurde auch ein Nachlasspfleger eingesetzt.

Weiter Hängepartie für die Berliner Staatsoper

Die Sanierung der Berliner Staatsoper verzögert sich weiter.

Entgegen ihrer Zusage nannte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher heute vor den Bau- und Kulturexperten des Abgeordnetenhauses erneut keinen Termin für die Wiedereröffnung des renommierten Hauses Unter den Linden. Sie sei aber zuversichtlich, bis Ende des Jahres einen verbindlichen Fahrplan für die Rückkehr der Oper, die in einem Ausweichquartier spielt, in ihr Stammhaus vorstellen zu können. Auch zu den Kosten machte Lüscher keine Angaben. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten schon 2013 abgeschlossen sein. Der Termin wurde aber mehrfach verschoben.

Monika Grütters will auch "Zeitgenössisch-Avantgardistisches" fördern

Kunst- und Kulturförderung soll nicht nur das kulturelle Erbe sichern

Vielmehr müsse sie auch das "Zeitgenössisch-Avantgadistische" möglich machen. Die Kulturstaatsminsiterin sagte im Deutschlandradio Kultur, "dass es die Künstler, die Intellektuellen, die Kreativen sind, die eine Gesellschaft voranbringen - mit ihrer besonderen Neigung, Grenzen nicht anerkennen zu wollen, Neues auszuprobieren. Nur das hält eine Gesellschaft wach und lebendig." Vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltsberatungen im Bundestag begrüßte Monika Grütters, dass der Kulturetat des Bundes auf 1,29 Milliarden Euro erhöht wird.

Deutscher Kulturrat fordert Stopp der Freihandelsgespräche

Der Deutsche Kulturrat verlangt den Abbruch der Gespräche mit den USA.

Die Spitzenorganisation von mehr als 200 Bundeskulturverbänden erwartet einen völligen Neustart, durch den Kultur und Medien zuverlässig aus dem sogenannten TTIP ausgenommen werden. Kulturrats-Präsident Höppner sagte in Berlin, Transparenz und Information müssten oberste Priorität haben.

Der Kulturrat stellte einen Forderungs-Katalog vor: so dürfe die in Deutschland bestehende soziale Sicherung für Künstler und Publizisten nicht angetastet werden. Auch die Grundprinzipien des europäischen Urheber- und Leistungsrechts seien nicht verhandelbar.

"The Lost Album" – Fotos von Dennis Hopper in London

Seine Aufnahmen zeigen die aufregende Welt der 60er-Jahre.

Flower Power, Hollywood, Andy Warhol, die Mondlandung oder der Motorrad-Kult - der "Easy Rider"-Star Dennis Hopper hat mit seiner Kamera das Lebengefühl einer ganzen Epoche dokumentiert.
Die Sammlung tauchte erst nach dem Tod des Schauspielers und Regisseurs 2010 auf; rund 400 Werke in fünf Kisten, die von Donnerstag an in einer Ausstellung in London präsentiert werden. „The Lost Album - die Schau über die Gegen- und Underground-Kultur der 60ies ist in der Royal Academy bis Oktober zu sehen.

Pariser "Bildhauer für das Reich"

Musée d’Orsay zeigt Malerei von Jean-Baptiste Carpeaux

Der französische Künstler, der von 1827-1875 lebte, ist vor allem als Bildhauer bekannt. Unter anderem hat er eine Skulpturengruppe an der Pariser Oper entworfen. Nun entdeckt ihn das Musée d’Orsay auch als Maler. "Carpeaux. Ein Bildhauer für das Reich" heißt die Ausstellung, die auch Porträts, Historienmalereien und Zeichnungen versammelt. Mehr als 150 Exponate beleuchten das umfangreiche Werk des Künstlers, der wegen seiner Nacktdarstellungen im 19. Jahrhundert stark umstritten war.

Kunstbetrüger festgenommen

Der "Kunstberater" Helge Achenbach soll Geldanleger übervorteilt haben.

Er wurde deshalb in Düsseldorf festgenommen.Es bestehe der Verdacht, dass er Kunstobjekte zu weit überhöhten Preisen an Investoren weitergegeben habe. Vor kurzem hatte Achenbach noch eine Kunst-Aktion im "Campo Bahia" der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Brasilien organisiert.

Glorreicher Halunke

Western-Schauspieler Eli Wallach ist tot

Seine Rolle als mexikanischer Gangster Tuco in "Zwei glorreiche Halunken", an der Seite von Clint Eastwood, machte den Schauspieler berühmt. 1966 hatte Sergio Leone diesen legendären Italo-Western gedreht, der bis heute ein Klassiker geblieben ist. Vor vier Jahren hatte der US-Schauspieler für sein Lebenswerk einen Ehrenoscar erhalten. Eli Wallach, der aus einer polnisch-jüdischen Familie stammte und im New Yorker Stadtteil Brooklyn aufwuchs, ist jetzt im Alter von 98 Jahren gestorben.

"Mann mit karierter Decke" als bestes Porträt ausgezeichnet

Thomas Ganter bekommt wichtige britische Auszeichnung

Für sein Bild von einem Obdachlosen hat der Frankfurter Künstler Thomas Ganter den Portrait Award zugesprochen bekommen. Das Werk zeigt einen bärtigen Mann mit Kapuze, der eine karierte Decke über den Knien hat. "Ich wollte mit diesem Ansatz hervorheben, dass Menschenwürde nicht an den sozio-ökonomischen Status gebunden sein sollte und jeder Mensch Respekt und Fürsorge verdient", sagt Thomas Ganter. 30 000 Britische Pfund sind mit der Ehrung verbunden. Das Sieger-Bild des 40 Jahre alten Thomas Ganter wird zusammen mit weiteren für den Wettbewerb eingereichten Arbeiten vom 26. Juni an in der National Portrait Gallery in London ausgestellt.

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