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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 23.05.2017

Luther und wirOrientierungssuche an einer Zeitenwende

Von Ralf Bei der Kellen

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Lupe auf globaler Leiterplatte. (imago)
Wohin sich die Welt entwickelt, kann niemand wirklich vorhersagen. (imago)

Martin Luther war nicht der erste Reformator in der römisch-katholischen Kirche, aber der wirkungsvollste. Luther profitierte vom neuen Medium des Buchdrucks und wusste es für seine Zwecke meisterhaft zu nutzen. Heute stehen wir an einer vergleichbaren Zeitenwende, wenn man auf die Digitalisierung der Welt und die damit verbundenen Umwälzungen schaut.

Leben wir in einer Zeit, in der sich mehr wendet als in anderen Zeiten? Als Martin Luther die Geschlossenheit der römisch-katholischen Welt Europas aufbrach, lebte er in einer solchen Zeit, das können wir aus dem Rückblick von 500 Jahren gesichert sagen. Ob die Kirchgänger in Wittenberg das damals auch so empfunden haben?

Die Zeiten waren unruhig - aber wann war es jemals ruhig? Heute sind die Zeiten auf eine andere Weise unruhig, das Gefühl sagt: Die Welt ändert sich - und das schneller als je zuvor. Damals der Buchdruck, heute die Digitalisierung: Leben wir wirklich, wie Luther, an einer Zeitenwende? Und wohin wendet sich die Zeit?

Zu diesem Gefühl und dieser Unsicherheit senden wir in den Zeitfragen die Gedankensplitter-Reihe, in der sich Menschen Gedanken zu Gegenwart und Zukunft machen.

Das Manuskript der Sendung finden Sie hier zum Herunterladen im PDF-Format.

In Kooperation mit dem Fernsehsender Arte strahlen die Zeitfragen während des ganzen Jahres Gedankensplitter zur Zeitenwende aus - von Menschen, die mitten im Berufsleben stehen. Was aber sagen Zukunftsforscher dazu? Wie versuchen sie, Entwicklungen der Zukunft zu berechnen? An welcher Zeitenwende stehen wir?

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