Freistil, vom 19.01.2020, 20:05 Uhr

Lob des Phlegmas in unruhigen ZeitenDie Ruhe weg haben

Ist der Phlegmatiker das positive Gegenbild zur hyperaktiven Multitasking-Gegenwart? Ist „Lebe gesund, werde Phlegmatiker!“ der neue Seelenfrieden stiftende Imperativ? Könnte Phlegmatismus eine Reaktion auf die Überforderungen des modernen Alltags sein?

Ein Mensch sitzt am Ende eines Bootsstegs. (imago/ Wilfried Feder)
Der Phlegmatiker - gemütlich, bequem, optimiert - nach dem Motto: "Immer mit der Ruhe." (imago/ Wilfried Feder)

Phlegmatiker gelten in der öffentlichen Wahrnehmung als Zeitgenossen, die nichts auf die Reihe bekommen und mit Faulheit und Tatenlosigkeit ihre Umwelt nerven. Doch so einfach ist es nicht. Der Phlegmatiker zaudert zwar des Öfteren und ist schwer zu motivieren. Doch seine Neigung nicht alles so ernst zu nehmen, erst einmal abzuwarten und nichts zu überstürzen, kann auch sympathisch sein.

Fehlt nicht angesichts der immer stärker werdenden Hektik in unserem Leben, dem Aktions- und Entscheidungszwang und der Angst etwas zu verpassen, eine Alternative? Nämlich eine Anleitung, wie man zum Phlegmatiker wird? Denn als solcher könnte man lernen, die Dinge nicht immer ändern zu wollen, sondern ihnen ihren Lauf zu lassen.

Die Ruhe weg haben
Lob des Phlegmas in unruhigen Zeiten
Von Michael Reitz

Regie: Uta Reitz
Es sprachen: Janina Sachau und Simon Roden
Ton und Technik: Kiwi Eddy und Hendrik Manook
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Dlf 2020

Die Ruhe weg haben. Lob des Phlegmas in unruhigen Zeiten (PDF)

Die Ruhe weg haben. Lob des Phlegmas in unruhigen Zeiten (Textversion)

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