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Kulturnachrichten

Mittwoch, 17. Februar 2021

Lloyd Webber für gute Lüftungssysteme

Der britische Komponist Andrew Lloyd Webber hält bei der Wiedereröffnung von Theatern gute Lüftungssysteme für eine der wichtigsten Maßnahmen. Es habe ihn amüsiert, dass das London Palladium 1918 während der Spanischen Grippe als sicherster Platz Londons galt - wegen seiner Lüftung, sagte Lloyd Webber dem „Table Manners"-Podcast. Der Brite betonte, dass Sicherheits- und Hygienemaßnahmen unbedingt weiter eingesetzt werden müssten, um Öffnungen nicht zu gefährden. Die größte Hoffnung setzt der 72-Jährige aber auch auf die Corona-Impfungen. Er selbst hat an klinischen Studien für den Astrazeneca-Impfstoff teilgenommen. Möglichst bald will Lloyd Webber sein neues Bühnenmusical „Cinderella" präsentieren. Er hofft auf erste Aufführungen im Mai.

US-Radio-Moderator Rush Limbaugh ist tot

Der konservative US-Radio-Moderator Rush Limbaugh ist tot. Wie seine Familie mitteilte, starb er im Alter von 70 Jahren an Lungenkrebs. Der 1951 im Bundesstaat Missouri geborene Limbaugh galt als einer der einflussreichsten rechtskonservativen Journalisten der USA. Er erreichte mit seiner Radioshow, in der er auch umstrittene Ansichten und Verschwörungsmythen verbreitete, Millionen Zuhörerinnen und Zuhörer. Ex-US-Präsident Trump hatte Limbaugh im vergangenen Jahr die Presidential Medal of Freedom verliehen. Sie gehört zu den höchsten zivilen Auszeichnungen des Landes.

Musikerin Francoise Cactus ist gestorben

Die französische Musikerin, Autorin, Zeichnerin und Moderatorin Françoise Cactus ist im Alter von 57 Jahren überraschend gestorben. Das berichtete unter anderem der Berliner Radiosender radioeins, bei dem Cactus seit fünf Jahren als Moderatorin gearbeitet hat. Françoise Cactus kam 1986 nach Berlin, wo sie mit ihrer die Band "Lolitas" vor allem im damaligen West-Berlin populär war. 1993 gründete sie mit ihrem Mann die Indie-Pop Band Stereo Total, mit der sie auch Tourneen nach Japan und in die USA unternahm. Die Mischung aus Trash, Garagenrock und Sixties Beat in Kombination mit französischem Chanson und Gesang in deutscher, französischer und englischer Sprache machte sie einzigartig und wichtig für die deutsche Musik-Szene. 1995 formulierte Cactus den spielerischen Umgang mit Musik, der sich bis zuletzt nicht ändern sollte: "Wir vergreifen uns an tausend Stilen und machen irgendwelchen Scheiß damit".

Banksy-Werk aus Hauswand getrennt und verkauft

In Nottingham ist ein Werk des Street-Art-Künstlers Banksy an einen Galeristen verkauft und aus einer Hauswand herausgetrennt worden. Das erst im Oktober vergangenen Jahres aufgetauchte Bild eines Mädchens, das einen Fahrradschlauch als Hula-Hoop-Reifen benutzt, ist einem BBC-Bericht zufolge von Spezialisten als Ziegelplatte aus der Wand eines Wohnhauses entfernt worden. Galerist John Brandler sagte der BBC, er habe eine sechsstellige Summe für das Werk bezahlt und wolle dieses schützen und demnächst ausstellen. Unter einer Plastikabdeckung wie in Nottingham würde das Bild auf Dauer schimmeln und Schaden nehmen, so Brandler. Die lokale Zeitung "The Nottingham Post" berichtet, dass der Hausbesitzer die Erlöse des Verkaufs spenden will. Unklar blieb zunächst die Haltung des Künstlers selbst. Banksy hatte sich jedoch in der Vergangenheit wiederholt gegen die Kommerzialisierung von Kunst und ihre Präsentation in Museen und Galerien ausgesprochen.

Rolle weg wegen Anti-Homo-Posts

Wegen eines anti-homosexuellen Postings in sozialen Medien hat eine Schauspielerin in Großbritannien ihre Rolle in einem Musical verloren. Ein Gericht in London lehnte eine Klage der 26-Jährigen über 128 000 Pfund (knapp 150 000 Euro) Schadenersatz gegen das Curve Theatre in Leicester ab. Die Darstellerin sollte in "Die Farbe Lila" die Hauptrolle Celie spielen, die in manchen Darstellungen als lesbisch beschrieben wird. Als aber ein älterer Facebook-Beitrag der Schauspielerin bekannt wurde, ersetzte das Theater sie. Der Schritt wurde auch vom männlichen Hauptdarsteller begrüßt. Die Schauspielerin ist fromme Christin. Bei Facebook hatte sie 2014 geschrieben: "Ich glaube nicht daran, dass man als Homosexueller geboren werden kann und dass Homosexualität richtig ist; obwohl die Gesetze dieses Landes es legal gemacht haben, macht es das nicht richtig." Ihrem Agenten hatte sie gesagt, dass sie keine homosexuelle Rolle spielen würde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Theater zeigte sich dennoch schon erleichtert.

PEN würdigt "bedrohte" Sprache der Sinti und Roma

Die Autorenvereinigung PEN hat die "vom Aussterben bedrohte" Sprache der Sinti und Roma gewürdigt. Zum Internationalen Tag der Muttersprache am Sonntag erklärte die Präsidentin des deutschen PEN-Zentrums, Regula Venske, hierzulande gebe es reichhaltige Kulturen. "Dazu zählen mehrere vom Aussterben bedrohte Sprachen, die nur von kleinen Minderheiten gesprochen werden, aber doch die Fülle des Menschseins repräsentieren, wie das Sorbische, Friesisch oder eben auch Romanes." Der Unesco-Atlas der bedrohten Sprachen der Welt schätzt Romanes als "bedroht" ein. Von der größten Minderheit Europas leben in Deutschland - erst seit 1998 per Gesetz als nationale Minderheit anerkannt - 70.000 bis 150.000 Sinti und Roma. In dem vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma getragenen RomArchive seien Kultur und Sprache der Minderheit bewahrt.

Klassik Stiftung Weimar hat für 2021 viel vor

2021 soll für die Klassik Stiftung Weimar zu einem "Jahr der Tat" werden. Nach der Vorstellung des neuen Leitbildes im Herbst solle mit vielfältigen Angeboten und Baumaßnahmen "ernst gemacht werden", kündigte Präsidentin Ulrike Lorenz auf der digitalen Jahrespressekonferenz der Stiftung an. Es gehe darum, "Haltung zu zeigen, digitaler und zugänglicher zu werden, Verantwortung für unsere Geschichte zu übernehmen und in der Gesellschaft von heute zu wirken". Ziel sei es, alle Gäste - analoge wie digitale - für die wichtigste Frage dieser Zeit, den ökologische Gesellschaftswandel, zusammenzubringen. Diesem Anliegen diene auch die Hauptausstellung "Ich hasse die Natur!" nach einem Wort des österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard im Schiller-Museum. Für eine grundlegende Sanierung soll das Goethe-Wohnhaus in Weimar ab 2026 schließen. Zuvor soll das Haus aber bis einschließlich des Goethe-Jubiläumsjahrs 2025 geöffnet bleiben.

Der Schauspieler Herbert Köfer wird 100

Der deutsche Schaupieler Herbert Köfer feiert heute seinen 100. Geburtstag.
Er steht seit 75 Jahren als Schauspieler, Sänger, Entertainer und Moderator auf der Bühne und vor der Kamera. Vor allem ist er ein Unterhaltungskünstler, spielte aber auch ernste Rollen, wie in dem DEFA-Film "Nackt unter Wölfen". 1952 war er Sprecher der allerersten 'Aktuellen Kamera' - 1991 auch Sprecher der letzten Sendung. Nach 1989 arbeitete er übergangslos bundesweit als Bühnenschauspieler weiter und drehte zudem zahlreiche Filme. Köfer gilt als ältester noch aktiver Film- und Theaterschauspieler der Welt und erhielt unter anderem 2020 die Goldene Henne für sein Lebenswerk.

Museumsnacht in Halle und Leipzig abgesagt

Halle und Leipzig haben ihre gemeinsame Museumsnacht coronabedingt abgesagt. Im Interesse der Gesundheit der Besucherinnen und Besucher und aller Beteiligten könne sie am 8. Mai nicht stattfinden, teilten die beiden Städte mit. Die Dynamik des Virus lasse keine mittel- bis langfristigen Prognosen zu, deshalb werde verzichtet. Die laufenden Vorbereitungen, 79 Museen in den zwei benachbarten Städten mit Hygiene- und Abstandsregeln zu präsentieren, seien gestoppt worden. Stattdessen seien alternative Angebote geplant wie eine gemeinsame Videobotschaft der Museen. Die Einrichtungen sollten sich außerdem in den Social-Media-Kanälen der Museumsnacht präsentieren. Üblicherweise besuchen Zehntausende Menschen die Museumsnacht. Die nächste Auflage ist für den 7. Mai 2022 geplant. Auch die gemeinsame Museumsnacht im Mai 2020 war wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

Maria Eichhorn im Deutschen Pavillon 2022

Maria Eichhorn stellt 2022 im Deutschen Pavillon auf der 59. Biennale Arte in Venedig aus. Mit der 1962 in Bamberg geborenen und in Berlin lebenden Eichhorn wählte der Kurator Yilmaz Dziewior eine international viel beachtete Künstlerin aus, die für ihre konzeptuelle Vorgehensweise ebenso bekannt ist wie für ihren feinsinnigen Humor. Mit visuell minimalen Gesten, räumlichen Eingriffen und prozessual angelegten Werken analysiere sie nachhaltig institutionelle Machtstrukturen sowie politische und ökonomische Zusammenhänge. „Maria Eichhorn ist genau die Künstlerin, die ich schon immer im Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig sehen wollte. Denn meiner Meinung nach gibt es nur wenige künstlerische Positionen, die sich ähnlich vielfältig und intensiv mit der deutschen Geschichte und deren Auswirkungen auf die Gegenwart beschäftigen wie Maria Eichhorn", so Yilmaz Dziewior. Das Werk von Maria Eichhorn war in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in renommierten Institutionen sowie auf internationalen Biennalen zu sehen. Seit 2003 lehrt sie an der Zürcher Hochschule der Künste. 

Passionsspiele zeigen Nachsicht beim Haarwuchs

Die Oberammergauer Passionsspiele wollen bei dem seit diesem Aschermittwoch geltenden Haar- und Barterlass für die Passionsspiele 2022 Nachsicht zeigen. Er sei selbst schon "ewig" nicht mehr beim Friseur gewesen, sagte Spielleiter Christian Stückl im Bayerischen Rundfunk. "Und ab heute verkünden wir, dass wir die Haare wachsen lassen müssen - das wird wahrscheinlich einige auf die Palme bringen, weil auch in Oberammergau gibt es Leute, die nichts mehr herbeisehnen, als endlich wieder zum Friseur zu gehen." Stückl kündigte an, die Verantwortlichen würden bei der Umsetzung ein Auge zudrücken. "Wer jetzt im Augenblick keinen Bart lang wachsen lassen will, der darf auch ein bisschen warten". Der traditionelle Erlass beinhaltet, dass die rund 2500 Darsteller aus der Gemeinde sich bis zu den Passionsspielen 2022 die Haare nicht mehr schneiden dürfen. Die Männer dürfen sich zudem nicht mehr rasieren.

Mehr Schädlinge in englischen Museen durch Corona

Schädlinge sind in Großbritannien durch die Corona-Pandemie in einigen Museen und historischen Gebäuden zur Plage geworden. Ihre Zahl habe 2020 um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen, ergab eine Analyse der Denkmalschutzorganisation National Trust. "Die relative Ruhe, Dunkelheit und fehlende Störungen durch Besucher und Mitarbeiter haben seit März perfekte Bedingungen für Larven und erwachsene Tiere gleichermaßen geboten", sagte Konservatorin Hilary Jarvis der Nachrichtenagentur PA zufolge. Auch Schimmelpilze seien vermehrt aufgetreten. Im Kampf gegen Kleidermotten testet die Organisation nun zum einen den Einsatz winziger Wespen, ein Erzfeind der Kleidermotte. Außerdem werden Pheromone, ein Botenstoff, versprüht. Das soll männliche Kleidermotten verwirren und die Paarung verhindern. Zunächst laufen Tests mit der Doppelmethode im ostenglischen Herrenhaus Blickling Hall. Gefährdet ist dort unter anderem eine Tapisserie, die den Sieg des russischen Herrschers Peter des Großen über die Schweden zeigt und dem damaligen Besitzer des Anwesens von Zarin Katharina der Großen geschenkt wurde.

Spanischer Dichter Joan Margarit gestorben

Der spanische Dichter Joan Margarit ist tot. Der Katalane starb im Alter von 82 Jahren in seinem Haus bei Barcelona, das teilten seine Familie und das Kulturministerium mit. Der Gewinner des Cervantes-Literaturpreises von 2019 und zugleich erfolgreiche Architekt sei einer Krebskrankheit erlegen, hieß es. Der spanische Ministerpräsident Sánchez würdigte Margarit auf Twitter als "Architekt der Wörter". Seine Genialität mit der Feder sei immer von der Wertschätzung seiner Leser begleitet worden. Margarit schrieb seine ersten Werke noch auf Spanisch, aber später - in den 1980er Jahren - wechselte er zu Katalanisch. Der Lyriker war trotzdem nicht nur in seiner Region, sondern in ganz Spanien einer der meistgelesenen Dichter.

Proteste in Spanien nach Rapper-Festnahme

Tausende Menschen haben in mehreren spanischen Städten gegen die Festnahme des Rappers Pablo Hasél wegen Beleidigung der Monarchie protestiert. Bei den Kundgebungen kam es am Dienstagabend unter anderem in Barcelona, Valencia, Palma de Mallorca und Girona zu Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und der Polizei. Im Zentrum der katalanischen Hauptstadt Barcelona setzten einige der 2.000 Teilnehmenden unter anderem Müllcontainer in Brand. Sie errichteten Straßenbarrikaden und bewarfen die Beamten mit Steinen, Flaschen und Böllern. Am Dienstagmorgen hatte die Polizei den Rapper festgenommen. Hasél war wegen Beleidigung der Monarchie und Verherrlichung von Gewalt zu einer Haftstrafe verurteilt worden, die er nicht antreten wollte.

Türkei: Kavala-Organisation droht Auflösung

Die Organisation Anadolu Kültür des inhaftierten türkischen Menschenrechtsaktivisten und Kulturförderers Osman Kavala wehrt sich gegen ihre Auflösung. Die Organisation kritisierte eine entsprechende Klage des türkischen Handelsministeriums als "unrechtmäßig". Die 2002 von Kavala gegründete Gruppe setzt sich für interkulturelle Verständigung durch die Kunst ein - auch mit dem Nachbarland Armenien, zu dem die Türkei keine diplomatischen Beziehungen unterhält. Das Ministerium wirft der Gruppe vor, als Unternehmen registriert zu sein, um behördlichen Kontrollen zu entgehen. Der 63-Jährige Osman Kavala sitzt seit drei Jahren hinter Gittern, ohne verurteilt worden zu sein. Ihm wird Beteiligung am gescheiterten Putsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan 2016 sowie an den Gezi-Protesten 2013 vorgeworfen.

Ehrenpreis des Schweizer Filmpreises für Lilo Pulver

Die Schauspielerin Liselotte Pulver erhält bei der Verleihung des Schweizer Filmpreises in diesem Jahr den Ehrenpreis. Das teilte das Bundesamt für Kultur mit. Lilo Pulver habe die Filmgeschichte mit ihrem Spiel voller Humor und mit ihren subtil revoltierenden Interpretationen geprägt und erhielt große Zustimmung von der Kritik, so das Bundesamt. Es wolle Pulvers Beitrag zur internationalen Filmgeschichte von den 1950er-Jahren bis heute würdigen. 1955 war sie in "Ich denke oft an Piroschka" zu sehen, 1961 spielte sie in Billy Wilders "Eins, zwei, drei". Pulver wurde 1929 in Bern geboren. Dort lebt sie seit einigen Jahren in einer Alters-Residenz.

Razzien gegen belarussische Journalisten

In Belarus sind staatliche Behörden laut "Reporter ohne Grenzen" mit Razzien und Durchsuchungen gegen die belarussische Journalistenvereinigung BAJ sowie elf Journalisten vorgegangen. Außerdem seien führende BAJ-Vertreter in ihren Wohnungen festgenommen worden, teilte die Journalistenorganisation mit. Auch Menschenrechtsorganisationen seien ins Visier staatlicher Repressalien geraten. Der Geschäftsführer von "Reporter ohne Grenzen", Christian Mihr, wertete die Übergriffe als «neue Eskalationsstufe» gegen unabhängige Medienschaffende. Die Behörden hätten damit die Geldgeber der Massenproteste ermitteln wollen.

Polnischer Musiker wegen religiöser Beleidigung verurteilt

Ein Gericht in Warschau hat den Sänger der Death-Metal-Band "Behemoth", Adam "Nergal" Darski, wegen Verletzung religiöser Gefühle zu einer Geldstrafe verurteilt. Laut der polnischen Nachrichtenagentur PAP muss er umgerechnet etwa 3.300 Euro zahlen, weil er 2019 auf Facebook ein Foto davon postete, wie er mit seinem Schuh ein Gemälde der Gottesmutter Maria zertritt. Die ultrakonservative christliche Organisation Ordo Iuris hatte den Musiker angezeigt. 2014 hatte ein Gericht den "Behemoth"-Sänger nach einer anderen Provokation noch freigesprochen, weil die Aktion durch die Kunstfreiheit gedeckt sei. Auf Beleidigung religiöser Gefühle stehen in Polen bis zu zwei Jahre Haft.

Tschechischer Philosoph Jan Sokol gestorben

Der tschechische Philosoph Jan Sokol ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Das teilte die Vaclav-Havel-Bibliothek in Prag mit. Seine Aufsätze über Ethik, Menschenrechte, Bildung und Politik erschienen auch in deutscher Übersetzung. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den Offiziersorden der französischen Ehrenlegion. Vor 1989 kämpfte Sokol als Dissident gegen das kommunistische Regime. Er zählte zu den Erstunterzeichnern der Petition Charta 77, die sich für mehr Bürgerrechte einsetzte. Zudem war er Gründungsdekan der neuen Fakultät für Humanwissenschaften der Karls-Universität in Prag. 2003 kandidierte der christlich geprägte Jan Sokol erfolglos gegen den Neoliberalen Vaclav Klaus für das Präsidentenamt.

Salsa-Musiker Johnny Pacheco mit 85 Jahren gestorben

Der Salsa-Musiker Johnny Pacheco ist mit 85 Jahren im US-Bundesstaat New Jersey gestorben. Der Komponist und Produzent gilt als einer der Väter der Salsa-Musik. Pacheco gründete das Musiklabel Fania Records und die Band Fania All Stars und arbeitete mit Salsa-Ikonen wie Celia Cruz, Hector Lavoe und Willie Colón zusammen. Pacheco wurde 1935 in der Dominikanischen Republik geboren und wanderte als Kind mit seinen Eltern nach New York aus. Nach einem Studium an der Juilliard School in New York begann in den 1950er Jahren seine Karriere als Musiker. Mit seiner Band Pacheco y Su Charanga begründete er seinen Ruhm.

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Fazit

Munch-Museum in OsloEin neues Haus für Edvard Munch
Das Opernhaus von Oslo und rechts das neue Munch-Museum (picture alliance / dpa  / Steffen Trump)

Oslo hat Edvard Munch ein neues Museum am Hafen gebaut. Dort werden seine Werke zusammen mit denen anderer Künstler gezeigt. Das markante Gebäude mit dem Knick sei auch eine ökologische Sensation, sagt Architekturkritiker Nikolaus Bernau.Mehr

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