Das Feature, vom 15.03.2019

Live-Hörstück-PerformanceChant du Nix

Michaela Meliáns künstlerische Projekte finden häufig im öffentlichen Raum statt. Sie stellen Fragen nach der Historizität von Orten, nach Gedächtnis und Sprache. Multimediale Rauminstallationen, die Filme, Fotografien, Zeichnungen, Objekte, Musik und Texte einschließen, haben die Künstlerin international bekannt gemacht.

Künstlerin und Musikerin Michaela Melián bei ihrer Performance Chant du Nix beim Kölner Kongress 2019 (Hajo Drees)
Künstlerin und Musikerin Michaela Melián bei ihrer Performance Chant du Nix beim Kölner Kongress 2019 (Hajo Drees)

// Freitag, 15. März, 20 Uhr, Kammermusiksaal

Für den Kölner Kongress 2019, der Radio-Räume als öffentliche Räume thematisiert, entsteht die künstlerische Rauminstallation "Chant du Nix" nach Motiven von Johannes R. Becher, Jacques Offenbach und Ernst Schön.

Ausgehend von der "Radiomusik" der Weimarer Republik, einem Schnittpunkt von Unterhaltungsmusik und verschiedensten Strömungen der zeitgenössischen Musik, beschreibt Michaela Melián mit Text/Sprache und Sounds einen Raum für ein "Lautsprecher-Publikum". Dieser Raum wird erst durch das Hin und Her der Klänge und Stimmen definiert und in Bewegung gesetzt. Schallwellen breiten sich aus wie Wellenbewegungen von Wasser über präparierte Trichter-Lautsprecher, gebaut und geeignet für Außenräume.

Mit

Ruth May, Violine
Elen Harutyunyan, Viola

Musikproduktion: Felix Raeithel
Technische Regie: Jürgen Galli
Ton und Technik: Daniel Dietmann und Christoph Rieseberg

Konzept und Komposition: Michaela Melián

Deutschlandfunk 2019

"Chant du Nix" - Interview mit Michaela Melián

Michaela Melián ist bildende Künstlerin, Hörspielmacherin, Musikerin und Gründungsmitglied der Band F.S.K.. Seit 2010 ist sie Professorin für Zeitbezogene Medien an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Das Münchner Lenbachhaus, dem die Künstlerin mit ihren Arbeiten und Ausstellungen verbunden ist, schreibt: "Melián spannt aus einer Vielzahl kulturgeschichtlicher, popkultureller und gesellschaftspolitischer Referenzen ein komplexes Netz an Bedeutungen, Erzählungen und möglichen Les-Arten auf."

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