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Literatur | Beitrag vom 01.09.2019

Literaturzeitschriften lesenSalons, Versuchslabore, Dilettantenspielwiesen

Jan Koneffke und Sabine Scholl im Gespräch mit Jörg Plath

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Die Titelbilder der Literaturzeitschriften  "Wespennest", "poetin" und "die horen" liegen übereinander. (Deutschlandradio / Daniel Seiffert)
Echoräume einer sprachbewussten Öffentlichkeit: Die Literaturzeitschriften "Wespennest", "poetin" und "die horen" (Deutschlandradio / Daniel Seiffert)

"Wespennest" bringt seit 50 Jahren "brauchbare Texte", die "poetin" hieß früher "poet", "die horen" haben ihren Herausgeber verloren. Ein Gespräch über Literaturzeitschriften im Wandel, übers Klima - und über Mutterschaft und Autorinnensein.

Literaturzeitschriften sind Versuchslabore, Salons und Echoräume einer sprachbewussten Öffentlichkeit. Sie bieten Blicke auf Schreibtische oder in überquellende Schubladen und bringen nicht selten zusammen, was viele Menschen isoliert voneinander beschäftigt - und noch nicht den Weg ins Radio, in Zeitungen oder Bücher gefunden hat.

Ein Blick 50 Jahre zurück

Mit dem "Wespennest"-Redakteur und Schriftsteller Jan Koneffke sprechen die Schriftstellerin und Essayistin Sabine Scholl sowie Jörg Plath über die Zeiten, in denen die Literaturzeitschrift gegründet wurde.

Damals versprach ein SDS-Plakat mit den drei bärtigen Heiligen der Neuen Zeit in knalligem Rot: "Alle sprechen über das Wetter. Wir nicht." Das neue Heft "Wespennest" ist nun dem "Klima" gewidmet: Die Wiener werden also 50 und kein bisschen weise?

Formen weiblichen Schaffens

Die "poetin", die früher männlich war, widmet sich in Essays und Gesprächen den Fallstricken, die Kinder im Autorenleben darstellen – oder darstellen können, insbesondere für Autorinnen: Mutterschaft galt ja lange Zeit als einzige legitime Form weiblichen Schöpfertums.

Und "die horen" fragen ringsum und zuweilen auch Unbekannte: Wie halten Sie, wie hältst du es mit der Musik beim Schreiben?

Dieser Text entstand jedenfalls in heiterer Stille.

(pla)

Literaturangaben

Wespennest. zeitschrift für brauchbare texte und bilder
Heft 176, 2019
104 Seiten, 12 Euro

die poetin. Autorschaft & Elternschaft
Heft 25, 2018
192 Seiten, 9,80 Euro

die horen. wie macht man sich unortbar. Lyrik und Prosa für heute und lange
Heft 274, 2019
184 Seiten, 14 Euro

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