Seit 10:05 Uhr Lesart

Dienstag, 11.12.2018
 
Seit 10:05 Uhr Lesart

Kulturnachrichten

Freitag, 23. März 2018

Literaturpreise für Übersetzer Schlüter und Saenz

Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung vergibt Preise

Der Schriftsteller Wolfgang Schlüter (69) erhält für seine Übersetzungen aus dem Englischen den "Johann-Heinrich-Voß-Preis" der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Den "Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland" erhält der spanische Übersetzer Miguel Saenz. Das teilte die Akademie in Darmstadt mit. Die Preise sind mit je 15.000 Euro dotiert. Sie werden im Rahmen der Frühjahrstagung der Akademie für Sprache und Dichtung Ende April in Salamanca verliehen.

Schriftstellerverband kritisiert "Erklärung 2018"

Unterzeichner machten Migranten zum Sündenbock

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller hat mit Unverständnis auf die "Erklärung 2018" reagiert, die von dem Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp und zahlreichen weiteren Intellektuellen und Autoren unterzeichnet wurde. Die Art und Weise, wie diese Erklärung die Schuld an Verunsicherungen und Ängsten den Migranten in die Schuhe schiebe, sei "unterkomplex und einer intellektuellen Auseinandersetzung nicht angemessen", kritisierte die Vorsitzende Eva Leipprand in Berlin. Das Papier reduziere die Debatte auf ein Phänomen, das "nur eine Facette und eher Folge als Auslöser der gesamten Krise" sei, die Migration, kritisierte Leipprand. Migranten zu Sündenböcken zu machen, löse jedoch kein einziges Problem. Es trage im Gegenteil zu weiterer gesellschaftlicher Spaltung bei.

Christian Bommarius erhält Heinrich-Mann-Preis

Laut Jury versachlicht der Journalist hysterische Debatten

Der Journalist und Autor Christian Bommarius wird mit dem Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste (AdK) ausgezeichnet. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wird am kommenden Dienstag im Akademie-Gebäude in Berlin verliehen, teilte die AdK mit. Bommarius versachliche hysterische Debatten aus, hieß es in der Begründung der Jury. Die essayistische Energie von Bommarius richte sich gegen die Verführungskraft einfacher Diagnosen und scheinhafter Grundsatzlösungen sowie gegen jene aggressive Polemik, die den Meinungsstreit bedrohe. Bommarius wurde 1958 in Frankfurt am Main geboren und lebt in Berlin.

Neuer Geschäftsführer für Berliner Rundfunk Orchester

Anselm Rose übernimmt am 1. April

Der Kulturmanager Anselm Rose wird neuer Geschäftsführer der Berliner Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc). Dazu gehören das Deutsche Symphonie-Orchester, das Rundfunk-Sinfonieorchester, der Rundfunkchor Berlin und das Rias Kammerorchester. Der gebürtige Wolfsburger, Jahrgang 1969, löst zum 1. April Thomas Kipp ab, der die vier Berliner Ensembles seit 2012 geschäftsführend leitete, wie die Gesellschafter der GmbH mitteilten. Sie wird vom Deutschlandradio, dem Bund, dem Land Berlin und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) getragen.

Bunker in Sofia soll Museum werden

Einstiger Zufluchtsort für kommunistisches Regime soll Gegenwartskunst zeigen

In der bulgarischen Hauptstadt Sofia soll ein Bunker in eine Kunstgalerie verwandelt werden. Die unterirdisch im Stadtzentrum angelegte vierstöckige Anlage war einst für die kommunistische Staats- und Parteiführung gedacht. Dort soll nach zwei oder drei Jahren ein Museum für Gegenwartskunst entstehen, sagte Vizebürgermeister Todor Tschobanow laut Zeitungsberichten. Über dem Bunker stand einst das Mausoleum des kommunistischen Machthabers Georgi Dimitrow, das 1999 gesprengt wurde. Die Einrichtung des Bunkers wurde dabei weitgehend zerstört.

Nele Hertling erhält Deutschen Tanzpreis

84-Jährige Dramaturgin wird für Lebenswerk geehrt

Für ihre Verdienste um den zeitgenössischen Tanz in Deutschland erhält die Berliner Dramaturgin Nele Hertling den Deutschen Tanzpreis 2018. Das teilte der Dachverband Tanz Deutschland in Essen mit. Nele Hertling habe die Entwicklung des Tanzes über viele Jahrzehnte geprägt, erklärte die Jury. Der mit 20 000 Euro dotierte Preis wird am 22. September im Aalto-Musiktheater in Essen verliehen. Die bisher undotierte Auszeichnung wird seit 1983 für ein herausragendes Lebenswerk in der Tanz- und Ballettwelt vergeben. Preisträger waren unter anderem Pina Bausch, Marcia Haydée und John Neumeier.

Köln plant Museumskomplex direkt neben dem Dom

Entscheidung soll im Mai fallen

Köln will das "Alleinstellungsmerkmal" seiner 2000-jährige Geschichte durch einen Museumsneubau stärker herausstellen. Am 3. Mai soll der Stadtrat über den Bau direkt neben dem Dom abstimmen. Damit eröffne sich "eine einmalige Chance", sagte die parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Die Stadt plant den Neubau für das Kölnische Stadtmuseum, das die Geschichte der Stadt seit dem Mittelalter zeigt. Unmittelbar neben dem vorgesehenen Standort befindet sich bereits das Römisch-Germanische Museum, das die Kölner Antike behandelt. So will die Stadt die gesamte 2000-jährige Geschichte in der Zusammenschau präsentieren. Das Projekt läuft unter dem etwas irreführenden Namen "Historische Mitte". Die Kosten würden auf 116 Millionen Euro veranschlagt, sagte Reker. Fertig würde das Projekt wohl erst in zehn Jahren.

Millionen-Spenden für Düsseldorfer Schauspielhaus

Bürger-Kampagne brachte bisher sechs Millionen Euro ein

Für die Sanierung des Düsseldorfer Schauspielhauses haben Bürger und Institutionen bislang fast sechs Millionen Euro gespendet. Damit sei die Modernisierung der Publikumsbereiche finanziell gesichert, teilte das Kuratorium "Schauspielhaus 2020" mit. Die von Bürgern getragene Kampagne startete im September 2017 und sammelte seitdem weit über 5,9 Millionen Euro. Ziel war es, ungefähr die Hälfte der rund zwölf Millionen Euro für die Modernisierung der öffentlichen Bereiche einzunehmen. Die andere Hälfte tragen die Stadt und das Land Nordrhein-Westfalen. Die Spendenaktion soll bis zum Ende der Spielzeit im Juli dauern. Das denkmalgeschützte Theater wird seit Jahren renoviert. Zum 50. Geburtstag im Jahr 2020 sollen die Arbeiten im und am Gebäude beendet sein.

Neuer Standort für Berliner Kollwitz-Museum gefunden

Das private Museum zieht zum Museumsstandort Schloss Charlottenburg

Die Zukunft des Berliner Käthe-Kollwitz-Museums ist gesichert. Nach Angaben von Kultursenator Klaus Lederer (Linke) wurde ein neuer Standort für das private Museum gefunden. Ende 2019 soll es demnach von der Fasanenstraße in den Spandauer Damm gegenüber vom Schloss Charlottenburg ziehen. Es handele sich gerade wegen der Nähe zu anderen Kunstmuseen dort - dem Museum Berggruen und dem Bröhan-Museum - um eine gute Lösung, so Lederer. Nach Angaben der Betreiber war das seit gut drei Jahrzehnten bestehende Kollwitz-Museum gefährdet, weil der Mietvertrag für sein Domizil gekündigt wurde. Nun kann es bis 2019 dort bleiben.

Ulrich Raulff wird Mittler für Kulturbeziehungen

Historiker folgt auf verstorbenen Martin Roth

Ulrich Raulff (68), zum Jahresende ausscheidender Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach (DLA), übernimmt die Leitung von Deutschlands ältester Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen. Zum 1. Oktober wird er Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), wie die Einrichtung mit Sitz in Stuttgart und Berlin mitteilte. Er folgt auf den im August 2017 verstorbenen Martin Roth. Derzeit wird das Institut kommissarisch von dem Juristen Bernt Graf zu Dohna geführt. Raulff ist seit 2004 Direktor des DLA; seine Nachfolge tritt 2019 die Literaturwissenschaftlerin Sandra Richter an.

Kulturnachrichten hören

März 2018
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur