Literatur 

Patricia Highsmith zum 100. GeburtstagRequiem für eine Katze

Porträt von Patricia Highsmith. (Imago / Leemage / Sophie Bassouls)

Die Messe gesungen, der Sarg beigesetzt, alle Cocktails geleert. Das Haus der Toten liegt – nein, nicht stumm. Das Radio in der Küche läuft. Und Charlotte, die Katze, erinnert sich an Patricia Highsmith, Tom Ripley und große wie kleine Verbrechen.

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NocturnesDie schlaflosen Nächte der Schriftsteller

Friedrich in der Siegesnacht von Torgau auf den Altarstufen der Dorfkirche von Elsnig Depeschen und Befehle schreibend, Farbdruck nach Carl Röchling  (picture alliance / akg-images)

Nicht wenige Schriftsteller und Schriftstellerinnen sind nachts wach. Manche können nicht schlafen, weil es in ihnen weiterschreibt; andere wollen nicht schlafen, um zu schreiben. Im Dunkel ist das Schreiben anders. Wenn man denn schreiben kann.

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Zum 100. Geburtstag von Friedrich DürrenmattVom Beobachten des Beobachters der Beobachter

Der schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt in den USA, ca. 1980. (Getty Images / Gamma-Rapho / Monique Jacot)

Zwei Werkausgaben zu Lebzeiten, dazu ein zeichnerisches Werk – Friedrich Dürrenmatt gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Theaterautoren der 1950er- und 1960er-Jahre. Nur seine späten Texte und Zeichnungen fristen bislang ein Schattendasein.

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Artenkatalog einer beredten KulturtechnikStill, das Schweigen spricht!

Ein Junge hält sich einen Finger vor den geschlossenen Mund.  (picture alliance / Karl-Josef Hildebrand)

Schweigen ist wie schlafen: Jeder tut es, überall, irgendwie. Aber während der Schlaf seit Langem systematisch erforscht wird, ist es um das Schweigen sonderbar still. Viel weiß man nicht von dieser grundlegenden Kommunikationsform. Bis jetzt.

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Matthias Brandt und Jens ThomasDie fixe Idee, wahnsinnig zu werden

Schauspieler Matthias Brandt und der Musiker Jens Thomas (Mathias Bothor)

In der Wort-Musik-Collage "Krankenakte Robert Schumann" erkunden der Schauspieler Matthias Brandt und der Musiker Jens Thomas die seelischen Abgründe des berühmten Komponisten.

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Literatur und WissenschaftVom Leben der Häuser

Die Villa Riehl in der Spitzweggasse in Potsdam-Babelsberg wurde 1907 von dem Architekten Ludwig Mies erbaut, der sich später Mies van der Rohe nannte. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)

Können Häuser ein Eigenleben entwickeln, womöglich dem Leben seiner Bewohner schaden? In dem neuen Roman "Das Gartenzimmer“ von Andreas Schäfer geht es um eine 1909 gebaute Villa, um den Architekten, die Bewohner und um ein dunkles Geheimnis.

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Eddie S. Glaude Jr.: "Begin Again"Neu anfangen mit James Baldwin

Porträt des amerikanischen Autors und Dramatikers James Baldwin (1924 - 1987), der im April 1964 im ANTA Playhouse in New York, hinter der Bühne sitzt. (Getty Images /  Villon Films / Robert Elfstrom)

Kaum einer hat den tiefverwurzelten Rassismus in den USA schonungsloser beschrieben als der Autor James Baldwin. Princeton-Professor Eddie S. Glaude Jr. hat nun eine beachtliche Studie über ihn geschrieben. So habe Baldwin sogar Trump vorausgeahnt.

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Das Erdbeben von Lissabon in literarischen TextenDer unterirdische Wagen der Zerstörung und des Glücks

Der Turm von Belem in Lissabon (picture alliance / united archives)

Am 1. November 1755 bebte in Lissabon die Erde. Die damals viertgrößte Stadt Europas wurde zum Ruinenfeld. Ein Tsunami zerstörte die Unterstadt und tötete zehntausende Menschen. Erschüttert wurden alle Sicherheiten, Überzeugungen - und der Glaube.

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Gustave Flauberts Ringen um den wahren RomanEin Teufelszeug, diese Prosa!

Porträt des französischen Schriftstellers Gustave Flaubert (1821 - 1880).  (imago/imagebroker)

Gustave Flaubert hätte heute viele Follower. Seine Wutausbrüche über die menschliche Dummheit in Briefen sind legendär und in ihrer Unflätigkeit unerreicht. Der Roman "Madame Bovary" aber musste unpersönlich erzählt werden. Was für eine Qual.

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Erfolgsmodell Literaturinstitut Zwischen Handwerk und Genie

Illustration von einem Mann, der an beiden Seiten seines Gesichts zwei Bücher lächelnd gegen sich drückt.   (imago stock&people/ Simon Ducroquet )

Inspiration ist schön, macht aber viel Arbeit, hätte Karl Valentin das Studium an Schreibschulen zusammengefasst. An vielen Orten kann heute literarisches Schreiben erlernt werden, und die Kritik an der vermeintlichen „Institutsprosa“ ist fast verstummt.

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Schreiben auf der Flucht, 1940 und heuteTransit Marseille

Schwarzweißporträt der Schriftstellerin Anna Seghers, die freundlich lacht. (picture-alliance / dpa / ADN_zentralbild)

Marseille ist eine Stadt der Passage. 1940 flohen Menschen vor Hitler hierher, um Europa zu verlassen. Davon erzählt Anna Seghers' "Transit". Heute leben andere Flüchtlinge in Marseille. Wieder sind Schriftstellerinnen und Schriftsteller unter ihnen.

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Das Denken dekolonisierenRassismus bei Immanuel Kant

Ausschnitt aus einer Schokoladenwerbung mit dem Philosophen Immanuel Kant. (imago images / Kollektion Kharbine-Tapabor)

Wie sind die Rassismen im Werk Immanuel Kants einzuordnen? Der Philosoph der Aufklärung gilt als Vordenker universeller Menschenrechte. Doch über Schriften, in denen er von der Überlegenheit weißer Europäer spricht, ist der Streit wieder aufgeflammt.

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Bauern in der französischen Literatur Ein Abgesang auf eine traditionelle Lebensform

Zwei Bauern unterhalten sich auf dem Viehmarkt in Brion in der Auvergne. Sie tragen beide Schiebermütze und bäuerliche Kleidung. (Picture Alliance / dpa / akg images / Yvan Travert)

Die Bauern sterben aus. Glaubt man französischen Romanen, sind die Landwirte zwischen Elsass und Atlantik zum Untergang verurteilt. Sie reagieren mit archaischer Gewalt und schrecken auch vor Mord nicht zurück.

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LyriksommerPoetische Welten jenseits der Sprache

Collage mit unterschiedlichen Motiven vom Denken und Reden.  (imago/ Donna Grethen)

Übersetzen ist eine einsame Tätigkeit? Beim VERSschmuggel eigentlich nicht: Da treffen deutsche Lyrikerinnen auf Kollegen, assistiert von einem „Sprachmittler“. Dieses Jahr allerdings digital. Das Virus verhindert die Geselligkeit.

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Lyriksommer - Literaturdokument von 1993Ein ganzes Jahrzehnt in einem Gedicht

Schwarzweißporträt von Karl Mickel, der mit ernster Miene und einer Zigarre in der Hand in die Kamera blickt. (imago/gezett)

Ein oder zwei Gedichte repräsentieren ein ganzes Jahrzehnt: Es gibt sicher kleinmütigere Versuche, der Lyrik Aufmerksamkeit zu verschaffen. Karl Mickel, Adolf Endler und Stephan Hermlin versuchten es 1993 im DDR-Ambiente der Villa von Otto Grotewohl.

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Lyrik lesenAuf einer Seite die ganze Welt

Eine historische Schreibmaschine in die ein weißes Blatt eingespannt ist. (Unsplash / Florian Klauer)

Lyrik beglückt oder verstört, seit Menschen ihre Gedanken und Gefühle in Worte fassen. Drei Kritiker diskutieren mit einer Moderatorin über neue Lyrikbände - und merken bei der Planung: In der Coronakrise verschieben Verlage gern Gedichtbände.

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