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Sonntag, 28.02.2021
 
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Literatur

Sendung vom 01.01.2021
Januar 2021
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28.02.2021, 22:03 Uhr Literatur
Ich ist ein Wanderer
Über Schriftsteller, die gehen
Von Gaby Hartel
(Wdh. v. 07.09.2014)

Schriftsteller wissen, dass ihr Gehen nicht ohne Bedeutung für das Schreiben ist.
Kein Schreiben ohne Gehen? Kein Denken ohne Gehen? Gehen als politischer Akt! Als Erinnerungs- und Assoziationsmaschine! Die Gründe, warum Schriftsteller sich auf den Weg machen, sind so vielseitig wie ihre Persönlichkeiten. Aber immer sind bei ihnen Autoren Lust und Dringlichkeit im Spiel. Spazierenzugehen kann an Sucht grenzen. Und es zeigt sich nicht nur motivisch, auch strukturell im Schreiben. Der motorische Akt des Gehens fällt zusammen mit dem motorischen des Schreibens - und mit dessen Unangepasstheit, Freiheitsliebe und Neugier auf die Welt. Von Jörg Drews’ Aufsätzen zu Seume abgesehen wurde das Wandern in der Literatur bisher eher motivisch behandelt, nicht psychoästhetisch. Eher vom Schreibtisch aus als vom praktischen Nachvollzug. Ob Tomas Espedal, Iain Sinclair, Peter Handke, Virginia Woolf oder Samuel Beckett: Gaby Hartel zeigt, dass die Bewegung eines Schriftstellers zu Fuß auch in Zeiten von Fernreisen entscheidend ist für sein Schreiben.

Buchkritik

Sharon Dodua Otoo: "Adas Raum"Gott war ein Berliner
Coverabbildung des Romans "Adas Raum" von Sharon Dodua Otoo. (Deutschlandradio / Verlag S. Fischer)

Lyrisch, albern, philosophisch - Sharon Dodua Otoo zeigt mit "Adas Raum", wie man Zeitgeschichte aus ungewohnten Perspektiven erzählen kann. Der langerwartete erste Roman der Bachmannpreisträgerin hat allerdings auch Schwächen - er will zu viel. Mehr

Ulrich Peltzer: "Das bist du"Zerschellende Liebesutopie
Cover "Das bist du" von Ulrich Peltzer (Deutschlandradio / S. Fischer Verlag)

In den Achtzigerjahren lebte man in Kneipen ein Gegenmodell zum Kapitalismus. Ulrich Peltzer fängt diese Zwischenzeit ein und erzählt eine ebenso leidenschaftliche wie fatale Liebesgeschichte. Dem Sog dieses Romans kann man sich kaum entziehen. Mehr

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