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Sonntag, 11.04.2021
 
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Literatur

Sendung vom 04.04.2021

"Zigeunerbilder" in der LiteraturMitschreiben am Klischee

Rumänische Roma spielen in in Ceuas auf. (AFP / Joel Robine)

An den Vorurteilen gegenüber Sinti und Roma haben Dichtergrößen wie Goethe, Hesse und Hauptmann mitgeschrieben. Aber auch wohlmeinende literarische Stimmen von heute lassen sich eher von Wünschen leiten als von tatsächlichen Erfahrungen.

Sendung vom 02.04.2021Sendung vom 21.03.2021Sendung vom 14.03.2021Sendung vom 07.03.2021Sendung vom 28.02.2021
Peter Handke beim Spaziergang auf der Insel Lido, Venedig 1982. (imago images / Andrea Merola)

Schriftsteller, die gehenIch ist ein Wanderer

Das Gehen dient ihnen als Schmiermittel des Denkens oder auch als Schleichpfad zur Selbstfindung. Ob Tomas Espedal, Peter Handke, Virginia Woolf oder Samuel Beckett – sie alle berichten, dass die Bewegung zu Fuß entscheidend ist für ihr Schreiben.

Sendung vom 21.02.2021Sendung vom 14.02.2021Sendung vom 07.02.2021Sendung vom 31.01.2021Sendung vom 24.01.2021
Historische Zeichnung eines Pestarztes aus dem 17. Jahrhundert. (Getty Images / DEA Picture Library / De AgostiniEditorial)

AnsteckungSeuchen in der Literatur

Seuchen überfordern den Verstand. Je tödlicher die Epidemie verläuft, desto verzweifelter der Versuch, ihr die Stirn zu bieten. Dann wird sie zur Prüfung, zum Strafgericht oder Selbstverrat - oder zur Erfindung, die zu leugnen ist.

Sendung vom 17.01.2021
Porträt von Patricia Highsmith. (Imago / Leemage / Sophie Bassouls)

Patricia Highsmith zum 100. GeburtstagRequiem für eine Katze

Die Messe gesungen, der Sarg beigesetzt, alle Cocktails geleert. Das Haus der Toten liegt – nein, nicht stumm. Das Radio in der Küche läuft. Und Charlotte, die Katze, erinnert sich an Patricia Highsmith, Tom Ripley und große wie kleine Verbrechen.

Sendung vom 10.01.2021
Friedrich in der Siegesnacht von Torgau auf den Altarstufen der Dorfkirche von Elsnig Depeschen und Befehle schreibend, Farbdruck nach Carl Röchling  (picture alliance / akg-images)

NocturnesDie schlaflosen Nächte der Schriftsteller

Nicht wenige Schriftsteller und Schriftstellerinnen sind nachts wach. Manche können nicht schlafen, weil es in ihnen weiterschreibt; andere wollen nicht schlafen, um zu schreiben. Im Dunkel ist das Schreiben anders. Wenn man denn schreiben kann.

Sendung vom 03.01.2021Sendung vom 01.01.2021Sendung vom 27.12.2020Sendung vom 26.12.2020Sendung vom 25.12.2020
Die Villa Riehl in der Spitzweggasse in Potsdam-Babelsberg wurde 1907 von dem Architekten Ludwig Mies erbaut, der sich später Mies van der Rohe nannte. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)

Literatur und WissenschaftVom Leben der Häuser

Können Häuser ein Eigenleben entwickeln, womöglich dem Leben seiner Bewohner schaden? In dem neuen Roman "Das Gartenzimmer“ von Andreas Schäfer geht es um eine 1909 gebaute Villa, um den Architekten, die Bewohner und um ein dunkles Geheimnis.

Sendung vom 13.12.2020
Ein ausgestreckter Arm mit einem Kranz aus wildblühenden Pflanzen um das Handgelenk vor einer Sommerwiese. (unsplash / Victoria Strukovskaya)

Lyrik lesenWilde Gedichte

Lyrik beglückt oder verstört, seit Menschen ihre Gedanken und Gefühle in Worte fassen. Drei Kritiker und eine Moderatorin diskutieren über neue Lyrikbände - und ob sie Google konsultieren mussten oder sich dem "wilden Ritt" einfach überlassen haben.

Sendung vom 06.12.2020Sendung vom 29.11.2020
Renate Herre, Geschäftsführerin des Carlsen-Verlages, hält die Neuausgaben aller sieben Harry Potter Bände in den Händen. (2018)  (dpa / Daniel Reinhardt)

Wälzer, Schwarten, Ziegelsteine und Co.Die Liebe zum dicken Buch

Wälzer, Ziegelstein, Schwarte, Mammut – dicke Bücher sind eine Klasse für sich. Gewichtig melden sie umfassende Ansprüche an: zeitliche, kulturelle, obsessive etc. Eine gewisse Unhandlichkeit ist Teil ihres Charmes: Sie sind Body- und Mindbuilding in einem.

Sendung vom 22.11.2020Sendung vom 15.11.2020
Ein Mikrofon vor einem Vorhang (picture alliance/dpa-Zentralbild/Britta Pedersen)

28. Open Mike 2020Kollekte für den literarischen Nachwuchs

Der Open Mike, die wichtigste Bühne für den literarischen Nachwuchs, fand erstmals im Netz statt. Die Wettbewerbslesungen wurden gestreamt, die Party fiel aus, die Aufregung nicht. Zwei Tage im November mit Maske und zeitverzögertem Jubel.

Sendung vom 08.11.2020
Illustration von fliegenden Vögeln. (unsplash / birmingham museums trust)

Vögel in der LiteraturWo du mich küsst, weiß nur die Amsel

Wer nicht wie sie zu fliegen vermag, muss eben vom Flug erzählen. Wer nicht wie sie zu singen vermag, kann doch den Gesang besingen. Und wer keine Federn hat, darf zu fremden Kielen greifen, zu ihren nämlich. Prosa und Poesie haben eine besondere Beziehung zu Vögeln.

Sendung vom 01.11.2020
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11.04.2021, 22:03 Uhr Literatur
Exit
Wenn Schriftsteller ihren Freitod schreibend vorwegnehmen
Von Florian Felix Weyh
(Wdh. v. 09.11.2014)

Die Schriftsteller Jean Améry, Wolfgang Herrndorf, Erich Loest, Sándor Márai schrieben über den eigenen Tod, bevor sie aus dem Leben schieden.
„Niemandem fehlt ein guter Grund, sich zu töten.” „Ist es nicht besser, dem Fallbeil, das uns alle guillotiniert, zuvorzukommen?”
Für sich genommen klingen diese Sätze überzogen. Mit dem Wissen um den ihnen folgenden Tod klingen sie anders. Ob Jean Améry, Wolfgang Herrndorf, Sándor Márai oder Cesare Pavese - alle diese Autoren schrieben erst über den eigenen Tod, bevor sie ihn sich gaben. Auch Erich Loest hielt es so, bevor er hochbetagt aus dem Fenster einer Klinik sprang. Geändert hat sich der Umgang mit der Öffentlichkeit. Während Cesare Paveses und Sándor Márais Suizidnotate erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurden, schrieb Wolfgang Herrndorf seinen Blog zum eigenen Sterben in aller Öffentlichkeit.
Was fasziniert uns an Literatur, die ihren Wert mit dem Leben der Autoren beglaubigt? Strahlt ihre Todessehnsucht auf den Leser ab oder feiert sie das Leben? Je aktueller die Zeugnisse sind, desto stärker tritt der Freitod als Option gegen das Nichtsterbendürfen im Apparatemedizinpark in den Vordergrund. Wer den Sterbehilfeparagrafen verschärfen will, sollte zuvor die ergreifende Exitliteratur lesen.

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