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Dienstag, 18.09.2018
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 6. März 2018

Lit.Cologne beginnt mit Deutschem Hörbuchpreis

Internationales Literaturfestival erwartet rund 100000 Gästen

Mit einer Gala und der Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises wird heute das Literaturfestival Lit.Cologne eröffnet. Geehrt werden unter anderem die Schauspielerin Valery Tscheplanowa als "Beste Interpretin" und Sprecher Andreas Fröhlich für seine Leistung in Walter Moers' "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr". Schauspielerin NN wird für ihr Lebenswerk geehrt. Im vergangenen Jahr war ein Kernthema der Lit.Cologne sich für verfolgte Autoren und Journalisten in der Türkei einzusetzen. "Es sind kleinteiligere politische Themen dieses Mal. Einen roten Faden wollen wir bewusst nicht vorgeben", sagte Festivalleiter Rainer Osnowski. Als besondere Gäste des 11 Tage dauernden Literaturfestivals werden die Autoren Robert Menasse, Ferdinand von Schirach und Bernhard Schlink erwartet. Im vergangenen Jahr nahmen rund 110 000 Besucher an der Lit.Cologne teil.

Sanierung der Bonner Beethovenhalle wird teurer

Stadtrat lehnt Baustopp ab

Die Sanierung der Beethovenhalle in Bonn wird deutlich teurer. Zu den ursprünglich eingeplanten Kosten von 65 Millionen Euro kämen weitere 13 Millionen Euro hinzu, teilte die Stadt Bonn mit. Einen Baustopp lehnte der Stadtrat in einer Sondersitzung ab. In den Plänen zur Feier des 250. Geburtstags des Komponisten Ludwig van Beethoven im Jahr 2020 kommt das denkmalgeschützte Gebäude nun nicht mehr vor. Die 1959 eröffnete Konzerthalle wird nach Stadtangaben erst im Laufe des Jubiläumsjahres fertig. Der Umbau soll die Beethovenhalle als Spielstätte für Konzerte und als Multifunktionshalle erhalten. Die Akustik soll verbessert werden und das Beethovenorchester einen Probensaal erhalten.

"Jüdisches Disneyland" soll in Israels Wüste entstehen

Der Park soll Touristen in das Gebiet locken

Der Bau eines "jüdischen Disneylands" ist in der Negev-Wüste in Israels Süden geplant. Der etwa 25 Hektar große Themenpark solle sich mit Geschichten aus dem Alten Testament und der jüdischen Tradition befassen. Das berichten isaelische Medien. Es soll der größte Vergnügungspark Israels werden und rund 400 Millionen Dollar kosten. Die Kosten tragen ausländische Investoren. Mit der Eröffnung werde allerdings frühestens 2023 gerechnet. Der Park solle 16 Attraktionen mit "besonderem jüdischen Charakter" enthalten. Eine Bahnfahrt solle durch eine Szenerie führen, die den Übergang vom Alltag in den jüdischen Ruhetag Sabbat veranschauliche.

Autorin Hofstetter erhält Theodor-Heuss-Preis

Preis würdigt Vorschläge zur Stärkung der Demokratie

Die Autorin und Juristin Yvonne Hofstetter ("Sie wissen alles") erhält für ihren kritischen Blick auf die Digitalisierung den diesjährigen Preis der Theodor-Heuss-Stiftung. Preiswürdig sei Hofstetter, weil sie beide Seiten der Digitalisierung sehe, teilte die Stiftung in Stuttgart mit. So " das große Potenzial, das dadurch freigesetzt wird, den Spaß, den wir mit den Produkten und Diensten haben - aber auch die Herausforderung für die Selbstbestimmung des Einzelnen in der vernetzten Gesellschaft." Yvonne Hofstetter soll den Preis am 16. Juni in Stuttgart entgegennehmen. Die Auszeichnung wird jährlich an Menschen und Organisationen vergeben, die "auf etwas hinweisen, was in unserer Demokratie getan und gestaltet werden muss, ohne dass es bereits vollendet ist", hieß es.

Neue Leitung für Bayerische Staatsoper

Vladimir Jurowski wird ab 2021 neuer Generalmusikdirektor

Das bayerische Kabinett hat mehrere wichtige Personalentscheidungen für die Bayerische Staatsoper in München getroffen: Vladimir Jurowski, der seit 2007 das London Philharmonic Orchestra leitet, wird ab September 2021 neuer Generalmusikdirektor (GMD), Serge Dorny wird zeitgleich neuer Intendant der Kulturinstitution und löst dann Nikolaus Bachler ab. Der Vertrag des aktuellen Generalmusikdirektors Kirill Petrenko endet 2020 - er werde für die Spielzeit 2020/21 noch als Gastdirigent verpflichtet. Die Bayerische Staatsoper gehört zu den renommiertesten Opernhäusern der Welt und beschäftigt rund 450 künstlerische Mitarbeiter.

Karl-Marx-Statue in Trier eingetroffen

Geschenk aus China zeigt nachdenklichen Marx

Karl Marx, Denker und Philosoph aus Trier, ist als rund 4 m hohe Bronzeskulptur in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Die Statue, ein Geschenk der Volksrepublik China, soll bei den Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag von Marx Anfang Mai auf einem Platz nahe der Porta Nigra enthüllt werden. Das Werk des chinesischen Künstlers Weishan Wu zeigt einen sinnierenden Marx im Gehrock. Marx, einer der geistigen Väter des Kommunismus, war am 5. Mai 1818 in Trier geboren worden.

Luxuskaufhaus Lafayette weiht Kunststiftung in Paris ein

Erste Ausstellung mit Werken von Lutz Bacher

Die Kaufhauskette Galeries Lafayette hat in Paris im Zentrum der Stadt seine Kunststiftung eingeweiht. In einem Industriebau aus dem 19.Jahrhundert, der vom niederländischen Architekten Rem Koolhaas umgebaut wurde, sind die Räumlichkeiten der Stiftung untergebracht. Neben Ausstellungsflächen sind in der der rund 2000 Quadratmeter großen Einrichtung auch eine mit neuester Technik ausgestattete Werkstatt untergebracht. Dort sollen Künstler ihre Arbeiten entwerfen und in dem 20 Meter hohen Glasturm des Gebäudes auch ausstellen können. "Lafayette Anticipations" heißt das erste Austellungsprojekt und wird Werke der in Kalifornien lebenden Künstlerin Lutz Bacher zeigen.

Belmont-Musikpreis an Festivalmacher Eamonn Quinn

Auszeichnung für gelungene Präsentation zeitgenössischer Musik

Die Forberg-Schneider-Stiftung zeichnet den irischen Festivalmacher Eamonn Quinn mit dem Belmont-Musikpreis 2018 aus. Gewürdigt wird Quinns Engagement für Neue Musik und sein jährliches Musikfestival "The Book of Hours". Er entdecke "mit instinktiver Sicherheit und visionärer Vorstellungskraft das, was gut ist, was neu, was dramaturgisch relevant ist", hieß es in einer Mitteilung der Stifter-Gesellschaft. Quinn organisiert im irischen Dundalk ein jährliches Festival mit wenigen nur für diesen Anlass konzipierten, einmaligen Konzerten. Der Preis ist mit 20000 Euro dotiert und wird Quinn im Rahmen des nächsten "The Book of Hours"-Festival am 22.Juni überreicht. Früherer Preisträger waren u.a. der Klarinettist und Komponist Jörg Widmann, der New Yorker Musikkritiker Alex Ross und der serbische Komponist Milica Djordjević. Die 1997 gegründete Stiftung aus München fördert Leistungen auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik.

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