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Kulturnachrichten

Dienstag, 12. November 2013

Limburger Diözesanzentrum: Führungen durch abgesagt

Der Fall Tebartz-van Elst hat viele interessierte Besucher nach Limburg gezogen.

Nun wird es aber vorerst keine weiteren öffentlichen Führungen durch das Limburger Bischofshaus und Diözesanzentrum geben. Wie das Bistum mitteilte, fallen die geplanten Rundgänge Ende November und Anfang Dezember aus. Es sei auch unklar, ob die Öffentlichkeit im kommenden Jahr noch einmal Gelegenheit haben werde, das Diözesanzentrum zu besichtigen. - Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird massiv kritisiert, unter anderem wegen des mehr als 30 Millionen Euro teuren Bauprojekts auf dem Limburger Domberg.

Tebartz-van Elst ist zwar weiterhin im Amt, hält sich aber derzeit in einem bayerischen Kloster auf. Papst Franziskus hatte ihm Ende Oktober eine Auszeit nahegelegt.

Bayerns Justizminister zum Kunstfund: schnelle Aufklärung

Nach internationalem Druck sichert Bayerns Justizminister Winfried Bausback zu, dass der Münchner Kunstfund schnellstmöglich untersucht wird.

Bausback sagte, es gehe vor dem Hintergrund der historischen Verantwortung Deutschlands darum, dass neben dem strafrechtlichen Verfahren schnell und sauber eine Prüfung der Herkunft der Bilder erfolge. Damit werde dann die Voraussetzungen für eine Rückgabe an Enteignete geschaffen. Der bayerische Justizminister kritisierte das langsame Tempo der bisher mit dem Fall befassten Stellen. Die Staatsregierung werde zusätzliches Personal zur Verfügung stellen. - Sowohl im In- als auch im Ausland haben Kritiker der bayerischen Justiz vorgeworfen, die Sammlung von etwa 1.400 Werken bislang unter Verschluss gehalten zu haben.

Amazon vorerst nicht in Norwegen

Was Asterix' gallisches Dorf für die Römer, das ist Norwegen wohl für Amazon.

Laut Medienberichten wird der Internethändler erst einmal nicht in Norwegen Fuß fassen. Denn die von den Verlagen getragene Bücherdatenbank "Bokdatabasen" wird nicht mit dem Internetbuchhändler zusammenarbeiten. Diese Datenbank liefert aber die nötigen Informationen über Bücher, die in Norwegen erschienen sind, etwa Preis, Seitenzahl und Angaben über den Verlag. Die Vertragsverhandlungen waren geplatzt, weil Amazon die Norweger nicht am Umsatz beteiligen und den damit nötigen Einblick in die eigenen Bücher geben wollte.

Stockholm: Filmregisseure protestieren gegen iranische Zensur

Sie sind dagegen, dass die Regierung den iranischen Filmemacher Mohammad Rasoulof zensiert.

Deshalb protestiert eine Gruppe von rund 20 internationalen Regisseuren vor der iranischen Botschaft in Stockholm, darunter der US-Filmemacher Sean Gullette sowie der Schwede Tarik Saleh. Sie stellten sich mit symbolisch verbundenen Augen vor die Botschaft. Zuvor hatten sie erfahren, dass die iranischen Behörden den Pass von Mohammad Rasoulof eingezogen hatten, damit er nicht zum Stockholmer Filmfestival reisen kann. - Die Augenbinden sollen an eine Szene aus dem aktuellen Film des iranischen Regisseurs erinnern, der auf dem Festival gezeigt werden soll. Seine Werke dürfen im Iran nicht gezeigt werden, weil ihm Propaganda gegen das herrschende Regime vorgeworfen wird.

Sachverständige sollen Münchner Kunstfund prüfen und Eigentümer ermitteln

Jetzt machen sich die Experten an die Arbeit: Ein Sachverständigenteam soll nun klären, woher die Werke aus dem Münchner Kunstfund stammen.

So heißt es in einer Mitteilung der bayerischen Ministerien für Finanzen und Kultur und des Bundesfinanzministeriums. Mindestens sechs Experten sollen untersuchen, ob es sich um Raubkunst aus der NS-Zeit handelt und wer der Eigentümer ist. Die Behörden haben inzwischen eine erste Liste mit 25 Werken Online gestellt, bei denen am ehesten der Verdacht auf NS-Raubkunst besteht. Darunter befinden sich Werke von Otto Dix, Henri Matisse, Auguste Rodin und Carl Spitzweg.

Flechtheim-Erben fühlen sich als "raffgierige Juden" hingestellt

Der Streit um die sechs Bilder von Max Beckmann dauert seit Jahren an.

Jetzt haben sich die Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim in einem Brief an den Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, Klaus Schrenk, gewandt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur, der das Schreiben vorliegt. Darin heißt es, den Erben dränge sich der Eindruck auf, man wolle sie entsprechend einem alten Klischee als raffgierige Juden darstellen. Der Museumschef habe sich "offenkundig und rücksichtslos" von den Prinzipien zur Rückgabe von NS-Raubgut distanziert. Flechtheim war in den 30er-Jahren von den Nationalsozialisten enteignet und vertrieben worden. Die Staatsgemäldesammlung argumentiert in dem Streit, der Galerist habe seine Beckmann-Werke schon vor 1933 verkauft.

Paris: Théâtre de l'Odéon feiert 30-jähriges Jubliäum

In diesem Theater gastierten die bedeutendsten europäischen Regisseure mit ihren Werken und in ihrer Sprache.

Heute feiert das Odéon-Théâtre de l'Europe in Paris seinen 30. Geburtstag. Zu den Größen, die hier inszenierten, zählen unter anderem Ingmar Bergman, Bob Wilson und Peter Stein. Das Schauspielhaus wurde als Fenster auf Europa gegründet und ist vor allem als Théâtre de l'Odéon bekannt. Es wird seit 2012 von Luc Bondy geleitet und gehört heute zu den bedeutendsten Bühnen Frankreichs. Zum Jubliäum veranstaltete das Haus unter anderem Diskussionsrunden zum Thema "Theater, Fabrik Europas". Zu Gast waren Frankreichs Kulturministerin Aurélie Filippetti und der neue Leiter des Theaterfestivals Avignon, Olivier Py.

Hier geht es zum Internet-Auftritt des Pariser Theaters.

Jurist: Behörden im Fall Gurlitt spielten offenbar auf Zeit

Er wird den Eindruck nicht los, dass Bayern die Beschlagnahmung der Bilder des Münchner Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt solange unter Verschluss halten wollte, bis dieser stirbt.

Der Jurist Matthias Druba, der auf die Rückgabe von NS-Raubkunst spezialisiert ist, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei unverständlich, dass die Behörden mehr als anderthalb Jahre nach Entdeckung der etwa 1.400 Werke damit an die Öffentlichkeit gingen. Offenbar hätten sie gehofft, dass sich keiner melden, die Bilder damit dem Staat zufallen und sich alles von selbst erledigen würde. Immerhin sei die nun beschlossene Veröffentlichung einiger Kunstwerke im Internet ein erster Schritt, um Ansprüche ehemaliger Besitzer zu ermöglichen, sagte Druba. - Der Jurist hat unter anderem die Rückgabe der Plakatsammlung Sachs aus dem Deutschen Historischen Museum in Berlin an den Erben erstritten.

"FAZ" kritisiert Zusammenarbeit von Bibliotheken mit IT-Branche

Zeige mir, was Du liest, und ich sage Dir, wer Du bist.

Mit diesem Grundsatz beschäftigt sich die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" - und kritisiert den Umgang von Bibliotheken mit den Daten ihrer Nutzer. Wer beispielsweise Hegel, Marx, Engels und Lenin lese, könne leicht als Kommunist abgestempelt werden. Deshalb sei die algorithmische Auswertung von Leserdaten der Albtraum einer demokratischen Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund kritisiert die Zeitung den, Zitat, "Opportunismus der großen Bibliotheken gegenüber der IT-Branche". Skandalös seien vor allem die vertraglich geregelten Kooperationen mit US-Konzernen wie Google, Amazon, Facebook oder Apple.

München : Einweihung der NSU-Gedenktafeln ohne türkische Journalisten

Bei der Vergabe der Sitzplätze im Münchner NSU-Prozess wurden die türkischen und griechischen Berichterstatter schon einmal übergangen.

Wie jetzt bekannt wurde, hat auch die Einweihung der beiden Gedenktafeln für die Münchner Opfer ohne ausländische Journalisten stattgefunden. Die Stadt hatte zu der Veranstaltung am vergangenen Freitag ausgesuchte Medienvertreter geladen, allerdings weder türkische noch griechische. Dies sei ein Versehen gewesen, so die Stadt, das man sehr bedauere. Beim Gerichtsprozess gegen NSU-Mitglied Beate Zschäpe mussten die Sitzplätze nach Intervention des Bundesverfassungsgerichts neu verlost werden.

US-Studie : Gewaltszenen in Filmen

Gewalt kommt an.

So formuliert es einer der US-amerikanischen Wissenschaftler, der eine Studie über Gewaltszenen in Kinofilmen verfasst hat. Demnach kommen solche Sequenzen heute dreimal häufiger vor als noch 1985 - und zwar auch in Filmen, die als geeignet für Jugendliche eingestuft werden. Insbesondere Waffengewalt werde viel häufiger als früher gezeigt, schreiben die Forscher im Fachmagazin der "American Academy of Pediatrics". Die Forschergruppe hatte insgesamt fast 1.000 Filme untersucht, und zwar die jeweils 30 zuschauerstärksten pro Jahr zwischen 1950 und 2012.

Die Studie können Sie hier nachlesen

Deutsche Studenten gehen öfter ins Ausland

Studieren im Ausland interessiert zunehmend mehr Deutsche.

Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekanntgegeben. Demnach gingen 134.000 Hochschüler im Jahr 2011 ins Ausland. Das bedeutet, das sechs Prozent aller deutschen Studenten in dem Jahr an einer ausländischen Hochschule eingeschrieben waren. Damit stieg die Quote im Vergleich zu 2010 um fast fünf Prozent. Die drei beliebtesten Zielländer waren dabei Österreich, die Niederlande und Großbritannien. Dorthin gingen insgesamt mehr als die Hälfte der deutschen Auslandsstudenten.

- Umgekehrt erweisen sich deutsche Hochschulen auch attraktiv für Ausländer: 205.000 Studenten lernten hierzulande im Wintersemester 2012/13.

Türkisches Religionsamt mit Fatwa zu Tattoos

Tätowierungen als Körperschmuck verstoßen gegen die Regeln des Islam.

Zu diesem Urteil ist das staatliche Religionsamt der Türkei gekommen. Es erklärte laut Medienberichten in einer Fatwa, also einer Rechtsauskunft, ein Tattoo habe das Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen. Außerdem verändere eine Tätowierung das gottgegebene Erscheinungsbild eines Menschen - und das sei mit islamischen Vorschriften nicht zu vereinbaren. Tattoos seien zusätzlich gesundheitsschädlich, so das Gutachten. Gerade noch hinnehmbar seien Ohrringe bei Männern.

- Mit seinen Fatwas beantwortet das Religionsamt regelmäßig Fragen aus der Bevölkerung. Es ist in der Türkei für eine staatsverträgliche Auslegung des Islam zuständig, verwaltet alle 80.000 Moscheen im Land und verfasst auch die Freitagspredigten. Imame und andere Geistliche werden vom Religionsamt bezahlt.

Anti-Piraterie-Untericht schon für Grundschüler: US-Film- und Musikindustrie sponsert Lehrpläne

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Getreu diesem Motto will die US-Film- und Musikindustrie schon bei den ganz Kleinen ansetzen, um illegale Downloads zu verhindern. Wie die "Los Angeles Times" schreibt, wurde dafür ein Lehrplan entwickelt, der Grundschülern zeigen soll, wie wichtig geistiges Eigentum ist. Der Unterrichtsentwurf stammt von einer Organisation, die von Film- und Musikproduktionsfirmen bezahlt wird. Kritiker sehen die Einflussnahme argwöhnisch. Zudem seien Grundschüler noch zu klein für das abstrakte Thema.

Rom: erstmals weiblicher Vize-Camerlengo in Campo Santo

Als Archivarin an der Vatikanbibliothek ist sie schon einmal in eine Männerdomäne vorgedrungen.

Jetzt wird Christine Maria Grafinger der erste weibliche Vize-Camerlengo der Erzbruderschaft am Campo Santo Teutonico in Rom. Damit ist sie Kämmerin einer der traditionsreichsten deutschen Einrichtungen, in direkter Nähe zum Petersdom. Die Bruderschaft wurde 1454 gegründet, die Wurzeln gehen auf Karl den Großen zurück. Heute gehören ihr rund 100 Mitglieder an, die aus dem deutschen Sprachraum stammen, im Rom leben und mit der katholischen Kirche verbunden sind.

Ägypten auf letztem Platz bei Frauenrechten

Mit dem Arabischen Frühling sollte die Freiheit kommen - tatsächlich ist die Lage der Frauen in Ägypten derzeit schlecht.

Das ist das Ergebnis des jährlichen Frauenrechts-Bericht der Stiftung der Nachrichtenagentur Reuters. In diesem Ranking landet Ägypten auf dem letzten Platz. Dazu wurden mehr als 300 Experten zu Frauenrechten in 22 arabischen Ländern befragt. Unter anderem sollte eingeschätzt werden, wie stark Frauen diskriminiert werden und wie verbreitet Gewalt gegen sie ist. Neben Ägypten ist die Situation auch für Frauen im Irak, in Saudi-Arabien und Syrien heikel.

Kent Nagano bleibt bis mindestens 2020 in Montreal

Kent Nagano und Montreal - das passt.

Der Dirigent und das Orchestre symphonique de Montréal haben ihre Verträge vorzeitig verlängert. Wie das Orchester mitteilte, bleibt Nagano bis mindestens 2020. Der Aufsichtsratschef des Ensembles sagte, der Amerikaner habe seit seiner Berufung vor zehn Jahren nicht nur seiner Reputation als hervorragender Interpret des klassischen Repertoires entsprochen, sondern auch bewiesen, dass er Menschen für wichtige Projekte zusammenbringen könne. - Nagano ist international aktiv. In Deutschland war er bis vor Kurzem Dirigent der Bayerischen Staatsoper, ab 2015 wird er an der Hamburgischen Staatsoper arbeiten.

Berlin : Islamischer Friedhof wird erweitert

Die Muslime in Berlin bekommen nun mehr Platz, um ihre Angehörigen zu bestatten.

Wie die Stadtentwicklungsverwaltung mitteilte, soll der Friedhof in Berlin-Neukölln um einen Hektar erweitert werden. Dafür werden Teile des ehemaligen Tempelhofer Flughafens genutzt, außerdem muss ein Sportplatz aufgegeben werden. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Streit um die Erweiterung des Friedhofs gegeben. Mit den Bauarbeiten soll bereits Anfang nächsten Jahres begonnen werden.

Thorbjørn Jagland : Fremdenfeindlichkeit in Europa wächst

"Wir beobachten wachsenden Antisemitismus, wachsenden Rassismus und mehr Fremdenfeindlichkeit."

So äußert sich der Generalsekretär des Europarats, der Norweger Thorbjørn Jagland, im Interview mit dem Evangelischem Pressedienst. Grund sei unter anderem die zunehmende Einwanderung, die nicht als ein wichtiger Schritt zur Sicherung des europäischen Wohlstands gesehen werde. Stattdessen fühlten sich die Bürger bedroht. Jagland fordert die Politiker dazu auf, die Debatte zum Thema zu versachlichen und sich nicht durch Emotionen leiten zu lassen. Dabei könne Deutschland eine wichtige Rolle spielen: Dort sei man sich bewusst, welche Gefahren die Feindlichkeit anderen gegenüber mit sich bringe.

Jennifer Lawrence kritisiert politische Äußerungen von Promis

"Ich finde es sehr problematisch und sogar gefährlich, wenn sich Prominente politisch äußern."

Das meint die US-Schauspielerin Jennifer Lawrence, die in diesem Jahr einen Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen hat. Die 23-Jährige sagte dem Magazin "Vogue", sie habe natürlich eine Meinung zu politischen Themen und halte sich auf dem Laufenden. Aber es wirke schnell "manipulativ", wenn sich Schauspieler in den Medien für ihre Lieblingspolitiker stark machten. Das sei nicht ihre Aufgabe, kritisierte Lawrence. Sie selbst habe aus diesem Grund auch eine Dinner-Einladung ins Weiße Haus abgelehnt. So ein Dinner sei sicher eine spannende Erfahrung, aber sie wolle keinen beeinflussen, betonte Lawrence.

- Sie ist ab nächster Woche Donnerstag bei uns Kino zu sehen - und zwar im zweiten Teil der dystopischen Filmreihe "Die Tribute von Panem".

Lars von Triers Film "Nymphomaniac" dauert gekürzt vier Stunden

Lars von Trier ist von der Kinoversion seines eigenen Films gar nicht begeistert.

Wie das dänische Magazin "Ekko" berichtet, wird "Nymphomaniac" in Dämemark ab dem 25. Dezember in vier Stunden Länge gezeigt - obwohl von Triers Director's Cut fünfeinhalb Stunden lang ist. Der Chef der Produktionsfirma "Zentropa" sagte dem Magazin, von Trier habe sich geweigert, die gekürzte Version überhaupt anzusehen. Er habe aber eingesehen, dass die Einschnitte nötig seien, um auf dem Markt zu bestehen. In "Nymphomaniac" geht es um eine Frau, die süchtig nach immer neuen Affären ist. In Deutschland kommt der Film Ende Februar in die Kinos.

- Die dänischen Zuschauer müssen übrigens zwei Tickets kaufen: Aufgrund der Länge wurde selbst die gekürzte Version in zwei Hälften geteilt.

Patricia Cornwell durch eigenen Gerichtsprozess inspiriert

Manchmal lässt sich aus persönlichem Ärger zumindest noch eine gute Geschichte machen.

Die US-Bestseller-Autorin Patricia Cornwell hat ihre früheren Finanzberater in ihrem neuen Krimi verewigt. Der britische "Telegraph" zitiert sie mit den Worten, sie habe ihre Rachegelüste verarbeitet. In Cornwells neuem Buch "Dust" wird ein Finanzberater von einer früheren Klientin auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagt. Die Klägerin wird ermordet. Cornwell selbst befindet sich in einem Verfahren gegen eine Beratungsfirma, der sie vorwirft, Millionen ihres Geldes verloren zu haben.

"Dust" erscheint heute auf Englisch.

Australien : Bier-Etikett verärgert Hinduisten

Das Etikett ziert eine Kreuzung der Göttin Lakshmi und des Gottes Ganesha - das findet die hinduistische Gemeinde gar nicht lustig.

In Australien verärgert der Hersteller eines Ingwer-Bieres die Religionsvertreter. Was laut Brauerei das "Flair Asiens" darstellen soll, verunglimpfe die hinduistische Religion, findet die Indische Gesellschaft von New South Wales. Dort stößt man sich vor allem daran, dass die Gottheiten für den Verkauf von Bier herhalten müssen.

Schlagzeugerin Sheila E.: Man wird als Frau in eine Konkurrenz gezwungen

"Man muss als Frau immer zeigen, wie gut man ist."

Das sagt die Schlagzeugerin Sheila Escovedo oder Sheila E., die durch ihre Zusammenarbeit mit "Prince" und als Solokünstlerin bekannt ist. Der Zeitung "Die Welt" verriet sie, dass es ihr am liebsten wäre, wenn die Leute in ihr einen Perkussionisten sähen, der nur zufällig eine Frau sei. Sie sei in ihrem Job in eine Konkurrenz gezwungen worden, die ihr nie gefallen habe. Musik sei schließlich kein Sport. Allerdings, so Sheila E., müssten Schlagzeuger wie Spitzensportler trainieren. Wenn man das nicht mache und jeden Abend in High Heels spiele, dann räche sich irgendwann der Körper.

Türkei : Hobbyangler brauchen in Zukunft eine Lizenz

Auf der bekannten Galata-Brücke in Istanbul sind sie ein beliebtes Fotomotiv: Die Hobbyangler.

Wer in Zukunft seine Rute von der zweistöckigen Brücke auswerfen will, der braucht türkischen Medienberichten zufolge ein Lizenz. Ein Angelschein, wie er in Deutschland schon seit Jahren üblich ist, ist aber in der Türkei bislang unbekannt. Fischerei-Verbände begrüßen dennoch die Neuerung, die für alle Hobby-Angler an Seen, Flüssen oder am Meer gilt.

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Fazit

Ersan Mondtags "Die Verdammten" in KölnUnter Untoten
Eine lange Tafel, an deren beiden Enden zwei Frauen sitzen. Eine Frau sitzt auf dem Tisch. Im Hintergrund ist ein überdimensioniertes Foto eines Babys zu sehen. Dahinter ist eine Treppe zu sehen, auf deren oberen Ende ein Mann sitzt. Über allem liegt eine Schicht weiße Federn. (Birgit Hupfeld / Schauspiel Köln)

Ersan Mondtag inszeniert Luchino Viscontis „Die Verdammten“ am Schauspiel Köln. Das Stück über eine deutsche Industriellenfamilie, die sich mit den aufstrebenden Nationalsozialisten einlässt, lässt für unseren Kritiker Michael Laages Fragen offen.Mehr

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