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Im Gespräch | Beitrag vom 24.08.2018

Liedermacher Herman van VeenMit Musik und Poesie für die Rechte der Kinder

Herman van Veen im Gespräch mit Matthias Hanselmann

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Porträt des niederländischen Liedermachers Herman van Veen (Droemer Knaur)
"Ich finde es am Allerschönsten, sehr persönlich zu sein auf der Bühne", sagt der Liedermacher Herman van Veen. (Droemer Knaur)

Der niederländische Musiker Herman van Veen ist als geigender Geschichtenerzähler, tiefgründiger Sänger und melancholischer Weltverbesserer auf den Bühnen dieser Welt zuhause. Der 73-jährige Künstler hat weit über hundert Tonträger veröffentlicht und dutzende Bücher geschrieben.

Der Musiker Herman van Veen liebt Kinder. Diese Liebe des vierfachen Vaters und dreifachen Großvaters zeigt sich auch an dem von ihm geschaffenen Alfred Jodocus Kwak, einer Ente, die sich mit kindlicher Neugier durch die Welt fragt und dabei Themen wie Aids oder Apartheid ebenso betrachtet wie den Nahostkonflikt oder Auswirkungen des Kapitalismus. Benannt hat er die wissbegierige und erkenntnishungrige Ente nach dem Fernsehmoderator Alfred Biolek, der ihn in den 70er-Jahren in Deutschland bekannt machte. Van Veen setzt sich auch als UNICEF-Botschafter für Kinder und ihren Platz in der Welt ein.

Ein Geheimnis seines großen und lang anhaltenden internationalen Erfolgs sei sein großes Selbstvertrauen, sagt der 73-Jährige. Dieses Selbstvertrauen habe er seinen Eltern zu verdanken, die einander und ihre Kinder sehr liebten: "Das ist ein fantastisches Wissen, dass man aus einem Nest kommt, wo man sich geliebt hat. Das gibt mir auch dieses Selbstvertrauen und diese Ruhe."

Alfred-J.-Kwak-Comics und andere Bücher des Autors Herman van Veen. (imago/Scherf)Alfred-J.-Kwak-Comics und andere Bücher des Autors Herman van Veen. (imago/Scherf)

Herman van Veen denkt noch lange nicht ans Aufhören. Er sei sehr gesund und könne tun, was er gerne tue. "Ich habe das große Glück, dass ich einen Beruf habe, der so intensiv ist, dass ich nicht in eine Sportschule gehen muss und dadurch bin ich auch extrem fit. Ich spiele sehr viele Vorstellungen und habe auch genug Zeit zwischendurch, um Enkel, Haus und Freunde zu genießen. Also ich bin ein glücklicher Mann. Ich kenne Leute, die ich liebe. Und ich kenne Leute, die mich lieben und kann das sehr genießen."  

Heute falle es ihm schwerer als früher, Texte anderer Autoren zu singen, gesteht van Veen. "Ich finde es am Allerschönsten, sehr persönlich zu sein auf der Bühne und das zu benutzen, was nah ist und wahr."   

(Wiederholung der Sendung vom 2. Dezember 2016)  

Mehr zum Thema:

Mein Klassiker - Herman van Veen über "Golem"
(Deutschlandfunk, Corso, 15.03.2016)

Buch über DDR-Liedermacher Gerhard Gundermann - Der singende Baggerfahrer aus dem Spreewald
(Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 02.08.2018)

Kinderfilm - "Alfred Jodocus Kwak ist mein Alter Ego"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 16.5.2014)

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