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Thema / Archiv | Beitrag vom 14.11.2013

Leuchtkraft der Erinnerung

Reihe zu 100 Jahre "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"

Marcel Proust, um 1900 (dpa / pa / Ullstein)
Marcel Proust, um 1900 (dpa / pa / Ullstein)

Am 14. November 1913 erschien der erste Band von Marcel Prousts epochalem Meisterwerk "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" - im Eigenverlag, die Verlage hatten abgewunken.

In einer Schlüsselszene isst der Erzähler eine Madeleine, ein Sandtörtchen. Der Geschmack des Törtchens ruft unwillkürliche Erinnerungen an seine Kindheit hervor. Diese Erinnerungen sind dann auch das zentrale Motiv des Romans.

Der Proust-Effekt

Es muss nicht die Madeleine sein, auch Gerüche oder Musik können Erinnerungen an Begebenheiten auslösen, die erst in der Erinnerung eine Leuchtkraft entfalten, die sie im wirklichen Leben vielleicht gar nicht hatten. Auch davon handelt Marcel Prousts Werk.

Wie stellt sich der berühmte "Proust-Effekt", also das heftige Erinnern aufgrund von Sinneseindrücken, aus medizinischer Sicht dar? Wir führen in die Gesellschaft bei Proust ein und fragen, wie man Proust übersetzt und wie man ihn verfilmt.

Die Reihe im Überblick:
Montag, den 11.11. 
9:07 Uhr
Marcel Proust - der literarische Meister der Erinnerung
Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Jürgen Ritte

Dienstag, den 12.11. 
9:07 Uhr
100 Jahre Madeleine-Effekt: Sinneseindruck und Erinnerung
Gespräch mit der Neurobiologin Hannah Monyer

Mittwoch, den 13.11. 
9:07 Uhr
Erinnerung & Sinnlicheit. Die Gesellschaft bei Proust
Gespräch mit Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses

Donnerstag, den 14.11. 
9:07 Uhr
Wie übersetzt man Proust?
Gespräch mit Bernd-Jürgen Fischer, Übersetzer der neuen deutschen Proust-Ausgabe

Freitag, den 15.11. 
9:07 Uhr
Kann man Proust verfilmen?
Gespräch mit dem Regisseur Volker Schlöndorff

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