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Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 03.08.2014

Leichtathletik-EMBessere Regeln statt Ausschluss

Wissenschaftler diskutieren über den Fall Markus Rehm

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Markus Rehm beim Weitsprung. (picture-alliance / dpa / Sven Hoppe)
Markus Rehm beim Weitsprung. (picture-alliance / dpa / Sven Hoppe)

Mit einer Carbon-Prothese wurde der unterschenkelamputierte Weitspringer Markus Rehm Deutscher Meister der olympischen Klasse. An der Europameisterschaft darf er aber nicht teilnehmen. Es gebe große Zweifel, dass Sprünge mit einer Prothese und einem Bein vergleichbar seien, so die offizielle Begründung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

Der Philosoph und Leiter des Forschungsprojektes Anthropofakte, Christoph Asmuth, hält die Entscheidung für falsch. "Ich plädiere dafür, eher die Regeln zu überdenken, als die Leute von solchen Veranstaltungen auszuschließen", sagte er im Deutschlandradio Kultur.

Asmuth erinnerte an die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009, an der die Athletin Caster Semenya einem Test unterzogen wurde, da ihr Geschlecht nicht eindeutig zuzuordnen war. "Das ist etwas, was man sich eigentlich nach 30 Jahren Gender-Debatte eigentlich gar nicht vorstellen kann."

Den Fall von Markus Rehm halte er für vergleichbar, so Asmuth: "Da werden Regeln gemacht, und wenn die Regeln zu einem Dilemma führen, dann werden die Wissenschaftler gefragt, ob sie das Problem lösen können. Dabei ist es eigentlich ein Problem der Regeln."

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