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Montag, 27.09.2021
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 3. Januar 2021

Lehrer pochen trotz Corona auf vollwertiges Abitur

Laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" fordert der Deutsche Philologenverband für 2021 ein vollwertiges Abitur auch unter Corona-Bedingungen. Die Kultusminister sollten den Ländern dafür mehr Freiheiten gewähren, sagte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing der Zeitung. Man müsste angemessene Terminverschiebungen für die Prüfungen einplanen und den Lehrkräften eine größere Auswahl bei den Prüfungsthemen geben. Außerdem sollten landeseigene neben zentralen Klausurfragestellungen zugelassen werden. Abiturientinnen und Abiturienten bräuchten auf alle Fälle einen vollwertigen Abschluss, so Lin-Klitzing. Am Montag beraten die Kultusminister der Länder über das weitere Vorgehen, am Dienstag die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dabei wird es auch um die Frage gehen, ob, wann und in welcher Form die Schulen nach dem 10. Januar wieder öffnen.

Staatstrauer in Portugal wegen Sänger do Carmo

Portugal hat für Montag, anlässlich des Todes von Sänger Carlos do Carmo, eine eintägige Staatstrauer ausgerufen. Do Carmo war am Neujahrstag gestorben und ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Fado-Sänger. Er galt als "die Stimme Lissabons" und war auch international bekannt. 2014 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Latin Grammy Award ausgezeichnet. Er wurde 81 Jahre alt.

Sänger Gerry Marsden gestorben

Der britische Musiker Gerry Marsden, der als Sänger der Band Gerry And The Pacemakers in den 60er-Jahren berühmt wurde, ist tot. Das teilte seine Familie am Sonntagabend mit. Der befreundete Radiomoderator Pete Price hatte am Sonntag zuvor über Twitter den Tod Marsdens im Alter von 78 Jahren bekanntgegeben. Zu den berühmtesten Songs der aus Liverpool stammenden Gruppe, deren erste drei Singles in Großbritannien Nummer-eins-Hits wurden, zählt das Lied "You'll Never Walk Alone", das seit Jahrzehnten die Vereinshymne des englischen Fußballmeisters FC Liverpool ist und auch häufig in anderen Fußballstadien zu hören ist. Der FC Liverpool würdigte Marsden am Sonntag bei Twitter. "Gerrys Worte werden für immer bei uns sein. You'll Never Walk Alone", schrieb der Club.

Dritte TV-Programme erreichen täglich 25 Millionen

Die Dritten Fernsehprogramme der ARD haben im vergangenen Jahr täglich im Schnitt 24,8 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erreicht und damit so viele wie zuletzt 2010. Im Vergleich zum Vorjahr schalteten 1,6 Millionen Menschen mehr ein, teilte die ARD mit. Der Marktanteil der Dritten lag demnach bundesweit bei 13,7 Prozent, so hoch wie zuletzt vor 16 Jahren. In der Zeit von 18 bis 20 Uhr, in der die Dritten Programme vor allem Nachrichten-Formate und regionale Information anbieten, hätten sie mit 19,2 Prozent Marktanteil den höchsten Wert in ihrer Geschichte verzeichnet. In Zeiten der Corona-Pandemie hätten die Menschen in Deutschland gerade den Dritten ihr Vertrauen geschenkt, kommentierte der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow, die Zahlen.

Anzeigen nach illegalen Silvesterpartys

Die französische Polizei hat nach dem Auflösen einer illegalen Party mehr als 1.600 Strafanzeigen gestellt, darunter 1225 wegen Verstoßes gegen die Corona-Auflagen und 225 wegen Rauschgiftdelikten. Rund 2.500 Menschen hatten sich trotz der Auflagen in Lieuron in der Bretagne zu einem Silvester-Rave versammelt. Polizisten waren beim ersten Versuch, die Feier zu beenden, gewaltsam angegriffen und vertrieben worden. Bis die Party schließlich aufgelöst werden konnte, vergingen rund anderthalb Tage. Auch in Spanien dauerte es bis Samstag, bevor die Polizei eine Massen-Feier beendete. In einer Kleinstadt nordwestlich von Barcelona hatten zeitweise bis zu 1.000 Personen trotz Ausgangssperre an einer Silvesterparty teilgenommen. Mehrere spanische Regionen haben unter dem Eindruck der Feier und steigender Infektionszahlen verschärfte Einschränkungen angekündigt. Die Madrider Regionalregierung wird ab Montag die Abriegelung von 18 Gesundheitsbezirken und fünf umliegenden Gemeinden vornehmen. Zugleich forderte der regionale Gesundheitsminister Escudero die Behörden auf, die Einhaltung der Maßnahmen strenger zu überwachen.

Talkmaster Larry King mit Covid-19 in Klinik

Der legendäre amerikanische Talkshow-Moderator Larry King ist einem Medienbericht zufolge an Covid-19 erkrankt und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der 87-jährige sei schon vor gut einer Woche in die Klinik in Los Angeles gebracht worden, berichtete sein langjähriger Arbeitgeber CNN unter Berufung auf das Umfeld der Familie. Über die Schwere seiner Erkrankung war zunächst nichts bekannt.

Grütters plant Gedenkstätte zu Weltkriegsverbrechen

Kulturstaatsministerin Grütters hat ein Konzept für eine Gedenk- und Bildungsstätte zu deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg vorgelegt.

Das berichtet die "Bild am Sonntag" und beruft sich dabei auf ein dreiseitiges Papier sowie entsprechende Äußerungen der CDU-Politikerin. Demnach soll die Gedenkstätte "die Verbindung von rassenideologischer Eroberungspolitik, Gewaltandrohung, Krieg und Diplomatie" behandeln. An dem Gedenkort soll es mehrere Schwerpunkte geben - etwa zu Sterilisation und Ermordung von Menschen mit Behinderung, kalkuliertem Verhungernlassen, Einsatz von Gaswagen und Gaskammern, Massakern, Massenerschießungen, Zwangsarbeit und Zwang zu Kollaboration. Auf diese Weise werde die Geschichte Europas unter deutscher Besatzung "in bisher einmaliger Weise im Zusammenhang dokumentiert und dargestellt". Die Konzeption solle bis Ende des Jahres unter Federführung des Deutschen Historischen Museums erarbeitet werden.

Pierre Cardin in Paris beerdigt

Der französische Modeschöpfer Pierre Cardin ist am Samstag auf dem Pariser Friedhof Montmartre beigesetzt worden. Das Begräbnis habe im privaten Kreis stattgefunden, teilte seine Familie der Nachrichtenagentur AFP mit. Seinen letzten Wünschen entsprechend wurde Cardin, der am Dienstag im Alter von 98 Jahren verstorben war, in einem schwarzen Sarg mit einem von ihm entworfenen Schwert beerdigt. Der Griff des Schwertes war mit einem Fingerhut, einem Nadelöhr und einer Fadenspule verschlungen. Die Klinge ähnelte einer Schere.

Sydney freut sich auf erste Opernaufführung

Nach neun Monaten ohne eine Aufführung freut sich Sydney auf die Wiedereröffnung seines berühmten Opernhauses unter Corona-konformen Bedingungen. Die Operette "Die lustige Witwe" wird am Dienstag aufgeführt werden - und ist damit ein Hoffnungsschimmer für die gesamte Kulturszene, wie der Künstlerische Direktor Lyndon Terracini der Nachrichtenagentur AFP sagte. Das ikonische Haus am Hafen von Sydney wird lediglich 75 Prozent der Zuschauerplätze besetzen; die Zuhörer müssen zudem Mund-Nasenschutz tragen. "Ich denke, dass im Laufe des Jahres auch andere Opernhäuser wieder öffnen werden", sagte Terracini. Insgesamt hat Australien, ein Land mit etwa 25 Millionen Einwohnern, lediglich rund 28.400 Corona-Infektionen vermeldet. 909 Menschen sind an dem neuartigen Virus seit Ausbruch der Pandemie gestorben.

Verhaftung von palästinensischer DJane Abdulhadi

In den sozialen Netzwerken mehren sich die Stimmen für die Freilassung der palästinensischen Künstlerin und Musikerin Sama Abdulhadi. Eine englischsprachige Online-Petition unter change.org hatten mehr als 90.000 Menschen weltweit unterzeichnet. Die DJane wurde laut Petition bereits am 27. Dezember nach einem Techno-Konzert von palästinensischen Sicherheitskräften festgenommen. Die Party hatte - mit Genehmigung der palästinensischen Tourismusbehörde - neben einer Moschee auf dem Gelände von Nabi Musa in der Nähe von Jericho im Westjordanland stattgefunden. Nach muslimischer Überzeugung ist dies die Grabstätte von Moses.

Ausstieg Großbritanniens aus Erasmus-Programm

Der Leiter des Großbritannien-Zentrums an der Berliner Humboldt-Universität, Gerhard Dannemann, hat die Entscheidung Londons kritisiert, künftig nicht mehr am europäischen Studierendenaustauschprogramm Erasmus teilzunehmen. Alle Seiten hätten von dem Programm zur Förderung von Auslandsaufenthalten an Universitäten stark profitiert, sagte Dannemann im Deutschlandfunk. Die Zukunftsfähigkeit der Europäischen Union und Großbritanniens hänge auch von Erasmus ab. Dannemann monierte, offensichtlich könne man mit Belangen der Fischerei mehr punkten als mit der Hochschulbildung und dem Austausch von Studierenden. Er äußerte die Hoffnung, dass das Erasmus-Programm gegebenenfalls mit Schottland weitergeführt werden könne.

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