Seit 17:05 Uhr Studio 9

Mittwoch, 20.11.2019
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9

Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 07.09.2018

Lehrer Klaus Vogel36 Jahre freiwillig hinter Gittern

Moderation: Klaus Pokatzky

Beitrag hören Podcast abonnieren
2476606069_Klaus_D_Vogel_(c)Harry Schnitger.jpg (Foto: Harry Schnitger)
Klaus Vogel unterrichtete jahrzehntelang jugendliche Straftäter und hat darüber auch ein Buch geschrieben. (Foto: Harry Schnitger)

Mörder, Dealer oder Taschendiebe drückten bei ihm die Schulbank. Klaus Vogel sah das als Herausforderung an. Er wollte jugendliche Straftäter für das Lernen begeistern. 36 Jahre lang ist er dem Gefängnis als Lehrer treu geblieben.

Von der Uni direkt in den Knast - der Berliner Lehrer Klaus Vogel ist diesen Weg freiwillig gegangen und hat das nie bereut. Er unterrichtete ganz überwiegend jugendliche Straftäter, damit sie die Zeit im Gefängnis sinnvoll nutzen - für einen Schulabschluss oder auch nur, um richtig Deutsch zu lernen.

Manche schafften es danach, in Freiheit Fuß zu fassen, andere landeten bald wieder im Knast - und in der Klasse von Lehrer Vogel. Er hat darüber das Buch "Lebenslänglich Knastlehrer: Meine Erfahrungen aus 20 Jahren Jugendgefängnis" geschrieben. 

Kürzlich wurde Klaus Vogel pensioniert, und er blickt zurück auf ein einzigartiges Pädagogenleben voller Erfahrungen, die für unseren Blick auf Jugendkriminalität sehr wertvoll sein können.

Mehr zum Thema

Schule hinter Gittern - Wie Lernen im Knast funktioniert
(Deutschlandfunk Kultur, Die Reportage, 26.06.2016)

Im Gespräch

Clown PicDas Geheimnis perfekter Seifenblasen
Clown Pic bei der Premiere vom Zirkus Roncalli's Weihnachtszirkus im Tempodrom in Berlin. Er bläst in eine riesige Seifenblase, die vor ihm schwebt, und trägt sein Pierrot-Kostüm. (picture alliance /Schroewig)

Clown Pic war der Star im Circus Roncalli. Er kletterte aus Seifenblasen, brachte Nilpferde zum Schweben und verzauberte sein Publikum mit Poesie und feinem Humor. Inzwischen ist Pic 70 und wünscht sich nichts mehr, als weiter auf der Bühne zu stehen.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur