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Fazit / Archiv | Beitrag vom 30.06.2009

"Lebenslügen und verpasste Chancen"

Regisseur Andreas Dresen über seinen neuen Film "Whisky mit Wodka"

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Der Regisseur Andreas Dresen (AP Archiv)
Der Regisseur Andreas Dresen (AP Archiv)

In München feiert Andreas Dresens Film "Whisky mit Wodka" Weltpremiere, bevor er im September ins Kino kommt. In den Hauptrollen spielen Corinna Harfouch und Henry Hübchen. Er basiert auf einer wahren Geschichte aus der DDR.

Als Kurt Maetzig 1957 einen DEFA-Film mit einem Hauptdarsteller drehen wollte, der sich als Alkoholiker entpuppte, engagierte er einen jüngeren Ersatz und drehte die Szenen doppelt. Ursprünglich wollte später der DEFA-Regisseur Frank Beyer aus dieser absonderlichen Episode einen Film machen, zu der Wolfgang Kohlhaase ein Drehbuch schrieb. Als Beyer starb, wurde das Projekt an Andreas Dresen herangetragen.

Ihn habe die "absonderliche Drehortkonstellation" gereizt, unter anderem von "Lebenslügen und verpassten Chancen" zu erzählen, sagte Andreas Dresen im Gespräch mit "Fazit" über sein neues Werk. Er porträtiere hier einen Schauspieler, der im letzten Drittel des Lebens feststellt, dass er auf das falsche Pferd gesetzt habe.

Gabi Wuttke: Konnten Sie denn mit dieser Geschichte Ihren Spieltrieb ausleben?

Andreas Dresen: (…) Es ist ein Film, der auch in den 20er-Jahren spielt. Ich hatte dauernd Schauspieler in Kostümen vor der Nase, die aber dann auch in Situationen agieren, die heutig sind, also schon sehr grenzwertige Situationen, die sich zum Teil überschneiden, aber auch sehr viel Spaß machen, aber auf ordentliche Art fordern als Regisseur.

Sie können das vollständige Gespräch mindestens bis zum 30.11.09 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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