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Kulturnachrichten

Donnerstag, 30. Mai 2019

Leben von Pop-Star Boy George wird verfilmt

Das Leben des britischen Musikers Boy George wird verfilmt. Der Filmemacher Sacha Gervasi ("Anvil!", "Hitchcock") wird das Drehbuch schreiben und Regie führen, wie die US-Branchenblätter "Variety" und "Deadline.com" berichten. Der noch titellose Film soll unter anderem das Heranwachsen des Sängers in einer irischen Arbeiterfamilie und seine bewegte Karriere beleuchten. In den 80er Jahren eroberten Boy George und die Band Culture Club mit Hits wie "Do You Really Want To Hurt Me?" und "Karma Chamaleon" die Hitparaden. Auf Mega-Erfolge folgten Probleme mit Drogen- und Alkoholsucht, ebenso Konflikte mit dem Gesetz.

Rheinoper-Intendantin Eva Kleinitz gestorben

Mit nur 47 Jahren ist die Generalintendantin der Straßburger Oper, Eva Kleinitz, "nach schwerer Krankheit" verstorben. Das teilte die Oper mit. Kleinitz wurde 1972 in Langenhagen geboren, studierte unter anderem Musikwissenschaften an der Universität des Saarlandes. Sie arbeitete an verschiedenen Opernhäusern in Europa und war ab 2011 Operndirektorin der Oper Stuttgart. 2013 wurde Kleinitz als erste Frau zur Präsidentin von Opera Europa gewählt. Seit 2016 war sie die Generalintendantin der Opéra national du Rhin in Straßburg.

Deutsches Musikfest in Osnabrück eröffnet

Zu den Klängen der Europahymne ist in Osnabrück das 6. Deutsche Musikfest eröffnet worden. Rund 15.000 Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland werden das Fest noch bis Sonntag gestalten. Etwa 300 Blas- und Spielleute-Orchester geben nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) bei der Großveranstaltung rund 450 Konzerte. Die Stadt erwartet bis zu 150.000 Gäste. Schirmherr des alle sechs Jahre stattfindenden Festes ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Gucci für Recht auf Abtreibung

Die italienische Luxusmarke Gucci hat bei einer Modenschau in Rom ein Statement für das Recht auf Abtreibung gemacht. Kreativdirektor Alessandro Michele zeigte am Dienstag in den Kapitolinischen Museen in Rom ein Kleid mit einem aufgestickten Uterus, einen Blazer mit dem feministischem Slogan "My body my choice" ("Mein Körper, meine Entscheidung") und einen Pullover mit der Aufschrift 22.05.1978. An diesem Tag wurde in Italien ein Gesetz verabschiedet, das die Abtreibung bis zum 90. Tag der Schwangerschaft nach einem Beratungsgespräch legalisierte. In dem katholisch geprägten Land kochen immer wieder Debatten über Schwangerschaftsabbrüche hoch - auch der Papst spart nicht mit klaren Worten gegen die Abtreibung. Aufgeladen ist das Thema zurzeit insbesondere in den USA, wo über striktere Abtreibungsgesetze in einigen Bundesstaaten diskutiert wird.

NRW-Theatertreffen beginnt in Münster

In Münster beginnt heute das NRW-Theatertreffen. Gezeigt wird das Beste was NRWs Bühnen zuletzt zu bieten hatten. Als erstes ist eine Inszenierung des Dortmunder Schauspiel-Intendanten Kay Voges zu sehen, Thomas Bernhards "Der Theatermacher". Das Theater an der Ruhr aus Mülheim ist mit einem Stück vertreten, das Elfriede Jelineks Text "Am Königsweg" über Aufstieg und fiktiven Fall des US-Präsidenten Donald Trump in Bezug zu Alfred Jarrys groteskem Werk "König Ubu" setzt. Mit dabei sind außerdem das Theater Bielefeld ("Im Herzen der Gewalt"), das Düsseldorfer Schauspielhaus mit dem Kleist-Lustspiel "Der Zerbrochene Krug", das Schauspiel Wuppertal ("Bilder von uns"), das Schlosstheater Moers ("Zur schönen Aussicht") sowie der Theaterzusammenschluss Krefeld Mönchengladbach ("Die Hamletmaschine"). Am Ende werden jeweils eine Inszenierung, ein Ensemble und ein Darsteller prämiert.

Tschechischer Schriftsteller Jiri Stransky gestorben

Der tschechische Schriftsteller Jiri Stransky ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 87 Jahren, wie der tschechische PEN-Klub bekanntgab. Stransky war von 1992 bis 2006 Präsident der nationalen Sektion der Schriftstellervereinigung. In seinen Romanen verarbeitete er seine Erfahrungen als Häftling in kommunistischen Arbeitslagern. Seine Lagerromane wurden in Tschechien vor einigen Jahren als vielteilige Fernsehserie verfilmt. Jiri Stransky erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter den Karel-Capek- und den Arnost-Lustig-Preis. Im Jahr 2015 wurde ihm die neue Auszeichnung "Ritter der tschechischen Kultur" verliehen.

Guterres mit Karlspreis ausgezeichnet

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat in Aachen den diesjährigen Karlspreis erhalten. Der frühere portugiesische Ministerpräsident bekommt die Auszeichnung für eine Neubelebung und Festigung der multilateralen Zusammenarbeit auf Grundlage der Werte der EU. Der spanische König Felipe VI. würdigte Guterres als großen Europäer und Weltbürger. Er vermittelte in den Konflikten um Osttimor und in Angola. 2005 wurde er zum UN-Hochkommissar für Flüchtlinge ernannt und übte dieses Amt bis 2015 aus. Der Aachener Karlspreis wird seit 1950 an Menschen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben.

"New York Times" startet wöchentliche TV-Show

Die Tageszeitung "New York Times" produziert künftig eine Fernseh-Sendung über die Arbeit ihrer Reporter. In der Serie "The Weekly" können Zuschauer ab dem 2. Juni auf dem Pay-TV-Kanal FX und einen Tag später bei dem Streaming-Anbieter Hulu Dokumentationen zu aufwendigen Recherchen der Zeitung verfolgen. Der Zweck sei dabei auch, den Menschen in Zeiten von "Lügenpresse"-Vorwürfen die Arbeit der Journalisten näher zu bringen, so die New York Times. "Qualitätsjournalismus, ein Fundament unserer Demokratie, wird angegriffen wie noch nie zuvor. Wir hoffen, dass Fernsehen eine mächtige Waffe in diesem Kampf ist", so die Zeitung in einer Mitteilung.

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