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Echtzeit | Beitrag vom 24.03.2018

Leben in ParallelweltenWenn die Norm zu langweilig ist

Moderation: Marietta Schwarz

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Alte Bleilettern bilden das Wort "NORMAL". (imago / imagebroker)
Setzt sich in Parallelwelten das Normale fort? (imago / imagebroker)

Wie langweilig ist Mittelmaß? Die "Echtzeit" präsentiert diesmal Geschichten und Phänomene rund um Mainstream und Normalität: Vom bisher wenig beachteten Berliner Bezirk Spandau, der plötzlich hip wird, bis hin zu Punks, die in die Jahre gekommen sind.

Mittelmaß, Normalität, Durchschnitt, Mainstream - das sind Wörter, die eines signalisieren, nämlich, dass es ganz schön langweilig zugeht. In ihrem Buch "Kill All Normies" beschreibt die Autorin Angela Nagle, wie auch deshalb niemand mehr zur Mitte dazugehören möchte und die Gesellschaft dadurch zerfasert.

Ausflug in parallele Welten

Der Ausflug in parallele Welten muss aber gar nicht das Ende der Normalität bedeuten, wie diese Echtzeit zeigt. Im Gegenteil, eigentlich setzt sich in Parallelwelten das Normale fort. Punks zum Beispiel, die deutlich in die Jahre gekommen sind, wollen auch nur ihre Ruhe haben, werden dabei aber vom Fotografen Tim Hackemack gestört.

Menschen, die das Handschriftliche wiederentdecken und Schönschreibkurse besuchen, lehnen unsere digitale Welt nicht ab, sie wollen nur nicht komplett die alte loslassen. Virtuelle Realität ist ja gar nicht so virtuell, wenn man ein Windrad repariert.

Und wenn auf einmal ein absolut vernachlässigter Bezirk wie Berlin-Spandau in Mode kommt, dann treffen hier Mainstream und Hype aufeinander.

Mehr zum Thema

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