Das Feature, vom 22.02.2011

Von Christian Brüser

Die Weltbevölkerung nimmt zu, fruchtbares Ackerland weltweit ab. Es versalzt, degeneriert infolge des Klimawandels zu Wüste oder wird verbaut. In den letzten 20 Jahren hat sich die weltweit verfügbare Agrarfläche pro Kopf halbiert. Bis 2050 wird sie sich noch einmal halbieren und das bedeutet: Lebensmittel werden knapp.

Gepresste Strohballen liegen auf einem abgernteten Feld bei Rostock, Mecklenburg-Vorpommern. (AP)
Gepresste Strohballen liegen auf einem abgernteten Feld bei Rostock, Mecklenburg-Vorpommern. (AP)

Ölstaaten wie Saudi-Arabien, die wenig Agrarland, aber viel Geld haben, leiten eine neue Form des Kolonialismus ein: Sie erwerben oder pachten riesige Ackerflächen in Afrika und Asien. In Äthiopien beispielsweise werden nun auf den Hightech-Plantagen ausländischer Investoren Tag für
Tag Tonnen herrlich frisches Gemüse geerntet, das innerhalb weniger Stunden auf den Märkten der Golfstaaten landet, während im Land selbst 6 Millionen Menschen unter Hunger und Unterernährung leiden. Für internationale Investmentfonds bedeutet die Verknappung von Agrarland ein hochprofitables Geschäft.


Produktion: DLF/ORF 2011

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