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Lakonisch Elegant | Beitrag vom 23.05.2019

Lakonisch Elegant#33 Die EU, ein Rätsel - Das große Europa-Kultur-Quiz

Von Johannes Nichelmann und Katrin Rönicke

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Im Anschnitt zu sehen ist ein blauer Europapullover mit gelben Sternen. (dpa/Revierfoto)
Europa kann auch kleidsam sein. (dpa/Revierfoto)

Kurz vor der Europawahl haben wir unnützes Wissen und Fun Facts rund um die EU genutzt, um über die wirklich wichtigen Fragen zu sprechen. Was bedeutet die EU für Kulturschaffende wie Jonathan Berlin, Johanna Maria Knothe und Cornelius Meister?

Welche sechs Grundwerte der EU hat jedes Land zu achten, das dem Staatenbündnis beitreten möchte? Wer hat eigentlich den EUnify-Kapuzenpullover erfunden, den von Katharina Barley bis Sophie Passmann derzeit alle EUphorischen Menschen tragen? Leben wirklich mehr als eine Milliarde Rinder in der EU? Und in welcher Stadt lebten bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die Menschen noch in Höhlen? 

Hättens Sie's gewusst?

Kurz vor der Wahl des Europaparlaments am 26. Mai hat Lakonisch Elegant. Der Kulturpodcast unnützes Wissen und Fun Facts über die EU genutzt, um mit drei Gästen aus verschiedenen Kultur-Bereichen ins Gespräch über die wirklich wichtigen Fragen zu kommen. Johanna Maria Knothe ist Fernsehmoderatorin und Journalistin und kam mit dem Europa-Hoodie ins Studio. Für sie ist Europa ein Garant für das friedliche Miteinander:

"Man vergisst so schnell, dass wir seit 70 Jahren Frieden haben, das ist das Gefährliche."

Sie hofft, das möglichst viele Menschen wählen gehen, die Zustimmung zu Europa schätzt sie in unserem Quiz aber eher pessimistisch ein.

Musik als gemeinsame Sprache

Cornelius Meister ist Generalmusikdirektor der Staatsoper und des Staatsorchesters Stuttgart. Der preisgekrönte Musiker hat in ganz Europa (und darüber hinaus) gearbeitet, bis vor kurzem beim ORF in Wien. Die politische Lage in Österreich hat er hautnah mitbekommen und erzählt, was seiner Meinung nach die Ursachen für das Erstarken der FPÖ sind. Er sorgt sich, dass Menschen mit unterschiedlichen Meinungen zu wenig miteinander sprechen - das Miteinander-Sprechen ist für ihn jedoch die Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens.

"Wir musizieren, als wenn wir die gleiche Sprache sprechen würden - und wir sprechen ja auch die gleiche Sprache, nämlich die Sprache der Musik."

Empathie kann uns retten

Der Schauspieler Jonathan Berlin ist 1994 geboren und mit offenen Grenzen aufgewachsen. Der Ulmer äußert sich bspw. über Instagram gern und deutlich zu gesellschaftlichen Missständen. Gleichzeitig findet er es toll, zu sehen, dass gerade überall große Aufbruchstimmung herrscht und die Leute wieder für ihre Anliegen auf die Straße gehen, wie die Fridays for Future-Bewegung. Auch Kulturschaffende haben in seinen Augen eine wichtige gesellschaftspolitische Funktion:

"Kunst und Kultur kann Empathie vermitteln und Empathie ist einer der entscheidenden Bausteinen in Gesellschaften. Alles ist gerade so sehr aufheizt, dass der direkte Kontakt zu einzelnen Geschichten und Menschen das ist, was uns vielleich retten kann."

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