Feature, vom 15.07.2009

Von Grace Yoon und Alfred Koch

Billie Holiday ist die Stimme des Jazz und vielleicht auch die Stimme des 20. Jahrhunderts, eine außergewöhnliche Frau, die stets vom Unrecht der Rassentrennung, von falschen Freunden und den Auswirkungen ihrer Drogensucht bedroht war.

Die Jazzsängerin Billie Holiday (AP)
Die Jazzsängerin Billie Holiday (AP)

1939 sang sie erstmals "Strange Fruit", ein Aufschrei gegen die Lynchjustiz an Schwarzen. In dem Film "New Orleans" (1946) durfte sie nur die Rolle spielen, die Hollywood damals für Schwarze vorsah: das Dienstmädchen. Billie Holiday starb mit nur 44 Jahren. Ihre Autobiografie wurde in viele Sprachen übersetzt, Diana Ross spielt Lady Day in dem Film "Lady sings the Blues" und immer wieder tauchen Samples ihres Gesangs in modernen Re-Mixes, Techno- und Rap-Produktionen auf.

Regie: die Autoren
Darsteller: Stefan Rehm, Volker Risch, Joseph Tratnik u.a.
Produktion: DLF/NDR/ORF/RBB 2007
Länge: 53'47

Grace Yoon, 1952 in Korea geboren, lebt seit 1975 in Deutschland. Regisseurin, Autorin und Komponistin.

Alfred Koch, Jahrgang 1957, studierte Philosophie, lebt in Wien, arbeitet seit 25 Jahren fürs Radio als Autor und Redakteur.