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Kulturnachrichten

Freitag, 19. Juni 2015

Kyoto-Preis für John Neumeier

Hamburgs Ballett-Intendant bekommt Auszeichnung für sein Lebenswerk

Hamburgs Ballett-Intendant John Neumeier erhält den japanischen Kyoto-Preis. Der Preis gehört neben dem Nobelpreis zu den wichtigsten Ehrungen in Kultur und Wissenschaft. Neumeier bekomme die mit 360 000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie "Kunst und Philosophie", teilte die Inamori-Stiftung heute mit. Neumeier habe die "Essenz der beiden Genres dramatisches Ballett und abstraktes Ballett vereint und die Kunst in eine neue Dimension befördert", hieß es zur Begründung. Der 73-jährige John Neumeier stammt aus dem US-Bundesstaat Wisconsin und ist seit mehr als vier Jahrzehnten künstlerischer Direktor und Chef-Choreograph des Hamburg Ballett. Der Kyoto- Preis wird jährlich für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten vergeben. Ausgezeichnet wurden bislang unter anderem die Choreographin Pina Bausch und der Philosoph Jürgen Habermas.

"Victoria" triumphiert beim Deutschen Filmpreis

Sechs Lolas für Sebastian Schippers Echtzeit-Thriller

Sebastian Schippers "Victoria" ist beim 65. Deutschen Filmpreis mit der Goldenen Lola als bester Film ausgezeichnet worden. Bei der Gala in Berlin erhielt der Echtzeit-Thriller am Freitag außerdem Preise in fünf weiteren Kategorien. Die Deutsche Filmakademie würdigte "Victoria" für die beste Regie, Filmmusik, Kamera sowie die männliche und weibliche Hauptrolle. Die Silberne Lola gewann "Jack" von Edward Berger. Eine Bronze-Lola gab es für "Zeit der Kannibalen" von Johannes Naber. Besonders erfolgreich war auch Baran bo Odars "Who Am I – kein System ist sicher". Der Hacker-Thriller bekam Preise für Schnitt, Tongestaltung und Szenenbild. Freuen durfte sich außerdem Laura Poitras. Ihr Film "Citizenfour" über den Whistleblower Edward Snowden bekam die Goldene Lola als bester Dokumentarfilm. Der Deutsche Filmpreis ist die wichtigste Auszeichnung für das deutsche Kino. Die Preise sind mit insgesamt fast drei Millionen Euro dotiert, die in 16 Kategorien vergeben werden. 

Anselm Weber übernimmt Schauspiel Frankfurt

Bochumer Intendant kommt 2017

Anselm Weber übernimmt ab der Spielzeit 2017/18 die Leitung des Schauspiels Frankfurt am Main. Der Magistrat der Stadt beschloss heute, den 51-Jährigen zum neuen Intendanten zu bestellen. Der Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen hatte sich bereits im April für Weber entschieden. Derzeit ist der gebürtige Münchner Intendant des Schauspielhauses Bochum. Sein dortiger Vertrag, der ursprünglich bis 2020 lief, wurde inzwischen aufgelöst, teilte Weber heute mit. In Frankfurt war er mehrfach als Theater- und Opernregisseur aktiv. Sein Intendantenvertrag läuft fünf Jahre. Weber tritt in Frankfurt die Nachfolge von Oliver Reese an, der als Nachfolger von Claus Peymann zum Berliner Ensemble wechselt.

Deutschland will strengere Vergabe von Welterbe-Titel

Deutschland führt im Welterbekomitee derzeit den Vorsitz

Deutschland will sich innerhalb der Vereinten Nationen dafür einsetzen, dass der Titel als "Welterbestätte" künftig nach strengeren Kriterien vergeben wird. Vor einer großen internationalen Konferenz in Bonn kritisierte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, heute eine zunehmende Politisierung der Auszeichnungen. "Eine Welterbestätte muss von außergewöhnlichem und universellem Wert für die Menschheit sein. Und nicht nur für ein einzelnes Land." sagte die CDU-Politikerin der Wochenzeitung "Das Parlament". Das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation Unesco trifft sich vom 28. Juni bis zum 8.Juli in Bonn zu seiner alljährlichen Konferenz. Dabei wird auch über neue Aufnahmen ins "Welterbe" entschieden. Insgesamt gibt es mittlerweile gibt es mehr als tausend Welterbestätten.

Halbzeit bei Achenbach-Insolvenzauktion

Kunstwerke brachten bisher 2,3 Millionen Euro ein

Die Marathonauktion der Insolvenzmasse des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach erreicht heute ein Zwischenziel. Nach drei Tagen wird die Versteigerung des Großteils der 2300 angebotenen Werke in Düsseldorf abgeschlossen. Die 120 wertvollsten Stücke werden morgen in Köln versteigert. Darunter sind Werke von Gerhard Richter und Gotthard Graubner, Georg Baselitz und Imi Knoebel. Am Mittwoch und Donnerstag waren bereits rund 2,3 Millionen Euro Zuschlagssumme erzielt worden. Allein gestern wechselten Werke für etwa 1,3 Millionen Euro den Besitzer, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses Van Ham. Einen Bieteransturm hatten die Affen-Skulpturen des Künstlers Jörg Immendorff ausgelöst. Insgesamt wurden in Achenbachs früherer Lagerhalle mehr als 50 Bronze-Affen für rund 814 000 Euro versteigert.

Erstmals freier Eintritt im Folkwang Museum

Ständige Sammlung ab sofort kostenfrei

Der Eintritt für die ständige Sammlung des Folkwang Museums in Essen ist ab sofort frei. Es sei das erste Mal in Deutschland, dass ein Kunstmuseum dieser Größe seine Pforten dauerhaft kostenlos für Besucher öffne, erklärte heute die Kuratoriumsvorsitzende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Ursula Gather. Die Stiftung unterstützt den freien Eintritt zunächst für die kommenden fünf Jahre mit insgesamt einer Million Euro. "Wir erhoffen uns davon, dass mehr Menschen dieses wunderbare Haus besuchen - auch solche, die sonst nicht ins Museum gehen", sagte Gather. Vorbild seien die Londoner Museen gewesen, von denen viele ebenfalls keinen Eintritt nehmen.

Villa von Mafiaboss wird zum Kunstmuseum

Leihgaben aus berühmten Museen

Das Haus eines ehemaligen Mafiabosses in der Nähe von Neapel wird zum Kunstmuseum. In der Casa Don Diana in Casal di Principe, einer Hochburg der Camorra, eröffnet am Sonntag eine Austellung mit etwa 20 Leihgaben aus berühmten Museen wie zum Beispiel den Uffizien in Florenz. Die Schau mit dem Titel "La luce vince l'ombra" (Das Licht besiegt den Schatten) werde "frischen Wind" in den Ort bringen, erklärte Kulturminister Dario Franceschini. Auch andere Mafia-Orte wurden in Italien bereits "umgewandelt", so zum Beispiel ein Versteck von Mafiaboss Salvatore «Toto» Riina in Palermo, das nun eine Polizeistation ist.

Filmpreis-Gala in Berlin

65. Preisverleihung im Palais am Funkturm

Zur Verleihung des 65. Deutschen Filmpreises werden am Abend im Berliner Palais am Funkturm mehr als 1800 Prominente erwartet. In insgesamt 16 Kategorien vergibt die Deutsche Filmakademie Auszeichnungen. Klarer Lola-Favorit ist mit 7 Nominierungen der gerade im Kino gestartete Echtzeit-Thriller "Victoria" von Sebastian Schipper, der ohne einen einzigen Schnitt auskommt. Der Deutsche Filmpreis ist mit Preisgeldern in Höhe von knapp drei Millionen Euro der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Die von Schauspieler Jan Josef Liefers moderierte Gala wird ab 22.45 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

"New-Faces"-Preise für Nachwuchsschauspieler

Zeitschrift "Bunte" vergibt Preise seit 1998

In Berlin hat am Abend die Zeitschrift "Bunte" junge Schauspieler mit dem New Faces Award ausgezeichnet. Bester Nachwuchsdarsteller wurde Dennis Mojen. Der 22-Jährige überzeugte die Jury mit seiner Leistung in der Nürnberger "Tatort"-Folge "Der Himmel ist ein Platz auf Erden". Den roten Panther als beste Nachwuchsschauspielerin bekam Victoria Schulz. Die 24-Jährige war in den Filmen "Von jetzt an kein zurück" und "Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern" zu sehen. In der Sparte "Bester Debütfilm" gewann Rick Ostermann für "Wolfskinder" eine Trophäe. Das Drama handelt von elternlosen Kindern nach dem Zweiten Weltkrieg. Einen Sonderpreis gab es für den Kinohit "Bibi & Tina - Voll verhext".

Grimme Online Awards vergeben

Acht Webangebote ausgezeichnet

Der Grimme Online Award ist am Donnerstagabend in Köln an acht herausragende Webangebote verliehen worden. Preisträger waren die Informationsportale «Checkpoint», «Correctiv» und «neukoellner.net», wie das Grimme-Institut mitteilte. Ebenfalls ausgezeichnet wurden das Portal «netwars» und «Polar Sea 360°» sowie die Kulturportale «Monet und die Geburt des Impressionismus», «Hyperbole TV» und «Mamour, mon amour». Der Publikumspreis ging an die Youtube-Serie «Shore, Stein, Papier». Neben dem Grimme Online Award wurde auch der «klicksafe Preis für Sicherheit im Internet» vergeben. Diese Auszeichnung ging an den Verein «PlayBack Berlin». Mit seinen Theaterstücken biete er ein generationsübergreifendes Angebot für Jugendliche und Eltern zu den Themen Cybermobbing, Sexting, Soziale Medien sowie Identität und Kommunikation im Internet.

Jüdischer Weltkongress ehrt Schauspielerin Helen Mirren

Preis für Filmrolle in "Die Frau in Gold"

Die britische Schauspielerin Helen Mirren (69) bekommt für ihre Darstellung in dem Film "Die Frau in Gold" einen Preis des Jüdischen Weltkongresses (WJC). Präsident Ronald Lauder werde der Oscarpreisträgerin die Ehrung heute in New York überreichen, teilte der WJC mit. In dem auf einer wahren Geschichte basierenden Historien-Epos, das in Deutschland seit Anfang Juni in den Kinos ist, spielt Mirren die Kunstsammlerin Maria Altmann, die um die Rückgabe einiger von den Nationalsozialisten beschlagnahmter Werke aus dem Familienbesitz kämpft. Vor allem geht es dabei um das Porträt der Adele Bloch-Bauer des österreichischen Malers Gustav Klimt. Das hängt heute in der Neuen Galerie in New York - und genau vor diesem Bild soll Mirren ihren Preis entgegennehmen.

Historiker rechtfertigt kritische "Mein Kampf"-Ausgabe

Veröffentlichung am Jahresende

Der Historiker Christian Hartmann vom Münchner Institut für Zeitgeschichte (IfZ) hat die geplante kritische Ausgabe von Adolf Hitlers Hetzbuch "Mein Kampf" verteidigt. Mit dem Auslaufen des Urheberschutzes zum Jahresende - 70 Jahre nach Hitlers Todesjahr - könne auch in Deutschland jeder das Buch einfach nachdrucken. "Deshalb sei die wissenschaftlich kommentierte Ausgabe des IfZ so wichtig, weil sie Hitlers Polemik gründlich auseinandernimmt. Das ist ja eine nationale Aufgabe, wenn man so will", sagte Hartmann dem "Süddeutsche Zeitung Magazin". In den 1920er Jahren habe Hitlers Buch den Zeitgeist getroffen. Aber "keiner, der es heute liest, wird dadurch zum Nazi", sagte der Historiker. Hitlers Originaltext werde mit mehr als 3500 Fußnoten veröffentlicht. Das Buch sei eine der wichtigsten Quellen, um Hitlers Weltsicht zu verstehen.

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