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Kulturnachrichten

Mittwoch, 14. August 2019

Erfolg für Koskys Operettendebüt in Salzburg

Die Neuinszenierung von Jacques Offenbachs Operette "Orpheus in der Unterwelt" ist bei den Salzburger Festspielen zum größten Publikumserfolg der laufenden Saison geworden. Regisseur Barrie Kosky, Intendant der Komischen Oper in Berlin, hatte alle Register des Bühnenhandwerks gezogen. Das Hauptaugenmerk seiner Inszenierung lag auf einem freizügigen Spiel mit Geschlechterrollen und primären Geschlechtsmerkmalen. Die ließen das Spektakel zuweilen zu einem schrillen Travestietheater werden. Im Orchestergraben saßen die Wiener Philharmoniker. Sie wurden vom italienischen Dirigenten Enrique Mazzola geleitet. Er ist der erste ständige Gastdirigent der Komischen Oper, die das Stück mit den Salzburger Festspielen koproduziert hat. Am Ende der dreistündigen Aufführung tobte das vollbesetzte Haus.

Kathedrale Notre-Dame immer noch einsturzgefährdet

Die brandgeschädigte Pariser Kathedrale Notre-Dame ist weiterhin vom Einsturz bedroht. Während der jüngsten Hitzewelle seien weitere Steine aus dem Gewölbe des Kirchenschiffs heruntergestürzt, teilte das französische Kulturministerium mit. Bei dem Brand am 15. April waren das Dach und der Spitzturm der gotischen Kathedrale zerstört worden. Hunderte Tonnen hochgiftiges Blei, die dort verbaut worden waren, schmolzen in der Hitze. Der Wind blies die Partikel weit über das Kirchengelände hinaus. Das französische Enthüllungsportal "Mediapart" hatte vor kurzem berichtet, das Ministerium habe Warnungen von Arbeitsschutzexperten zur Bleibelastung mehrfach ignoriert. Dies wies das Ministerium zurück. Auslöser des Brandes war Ermittlern zufolge vermutlich eine brennende Zigarette oder ein Kurzschluss. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Fahrlässigkeit.

Kritik an Unterstützung für Rabbinerseminar-Sicherheit

Der Rektor des Potsdamer Abraham Geiger Kollegs, Walter Homolka, hat eine mangelnde Unterstützung des Landes Brandenburg für die Sicherheit des neuen Rabbinerseminars kritisiert. Den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" sagte der Rabbiner: "Das beschämt mich, auch angesichts der steigenden Bedrohungslage von Juden in Deutschland und von Übergriffen auf Kippa-Träger in Berlin und Potsdam." Das vor 20 Jahren gegründete liberale Abraham Geiger Kolleg und das konservative Zacharias Frankel College sollen im Spätsommer 2020 an ihrem neuen Standort in einem denkmalgeschützten Ensemble des Neuen Palais in Potsdam ihre Lehrtätigkeiten aufnehmen. Derzeit laufen die Renovierungsarbeiten des Nordtorgebäudes. Es ist Teil des Unesco-Welterbes, was Auswirkungen auf notwendige und mögliche Sicherungsmaßnahmen im öffentlichen Umfeld des Baus hat.

Schweizer Fotograf Rob Gnant ist tot

Der Schweizer Fotograf und Kameramann Rob Gnant ist kurz vor seinem 87. Geburtstag in Zürich gestorben. Das erklärte seine Familie. Gnant gehörte zu den bedeutendsten Schweizer Reportage-Fotografen der Nachkriegszeit. Sein Kurzfilm "In wechselndem Gefälle" (A fleur d'eau) wurde 1963 beim Filmfestival in Cannes ausgezeichnet. Gnant habe in seinen Fotografien und Dokumentarfilmen das Anliegen verfolgt, Soziales mit Ästhetischem zu verknüpfen, schrieb die Stadt Zürich in einer früheren Würdigung vor seinem Tod. Gnant fotografierte auch prominente Musiker wie Louis Armstrong, die Rolling Stones und Maria Callas.

Star-DJ Arafat gestorben

Der von der Elfenbeinküste stammende DJ Arafat ist tot. Der 33-Jährige wurde seinem Management zufolge am vergangenen Montag in einen schweren Verkehrsunfall in dem seiner Geburtsstadt Abidjane (Elfenbeinküste) verwickelt und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. In seiner Heimat und in Frankreich war Ange Didier Houon, so sein bürgerlicher Name, ein Superstar. DJ Arafat war bekannt für seine "Coupé-Decalé" -Tanzmusik, die Hip-Hop-Gesang mit kurzen, eingängigen Rhythmen vermischte und wurde 2016 und 2017 in seiner Heimat als "Künstler des Jahres" ausgezeichnet. DJ Arafat erreichte als einer der ersten Musiker seines Landes mehr als eine Million Youtube-Klicks an einem Tag und war einer der erfolgreichsten afrikanischen Künstler.

Opernhäuser sagen Konzerte mit Domingo ab

Auch die Oper von San Franciso zieht Konsequenzen aus den Vorwürfen gegen den Opernsänger Plácido Domingo. Sie strich ein für Oktober geplantes Konzert, nachdem mehrere Frauen ihm sexuelle Belästigung und unangemessenes Verhalten vorgeworfen hatten. Zuvor hatten bereits das Orchester in Philadelphia und die Los Angeles Opera reagiert. Philadelphias Oper gab bekannt, Domingo sei nicht länger eingeladen, bei einem Eröffnungskonzert Mitte September zu erscheinen. Die Oper in Los Angeles, wo Domingo seit 2003 Direktor ist, teilte mit, sie werde die Anschuldigungen mithilfe von auswärtigen Beratern untersuchen. Domingo wies alle Vorwürfe als unzutreffend zurück.

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