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Kulturnachrichten

Donnerstag, 24. Januar 2019

Kunstprojekt DAU in Paris nicht eröffnet

Fehlende Genehmigung verhindert Beginn

Die heutige Weltpremiere des Kunstprojekts DAU in Paris ist ausgefallen. Ein Vertreter des beteiligten Théâtre de la Ville habe dem wartenden Publikum am Abend mitgeteilt, dass die Präfektur die notwendige Genehmigung bislang nicht erteilt hätte, berichtete DLF-Kritiker Eberhard Spreng von Paris aus. Ob DAU in den nächsten Tagen starten kann, ist noch offen. In Paris will der russische Regisseur Ilja Khrzhanovsky erstmals 13 Filme zeigen, die er von einigen Jahren in der Ukraine gedreht hat. Dafür hatte er das Labor des sowjetischen Physikers Lev Landau nachgebaut und Künstler und Wissenschaftler eingeladen, wie unter Stalin zu leben. Mit einmaligen Ergebnissen, meinen Kenner: DAU macht sichtbar, was Diktatur aus Menschen macht. Ursprünglich hatten die Veranstalter den Start von DAU in Berlin geplant. Gescheitert war dies an der fehlenden Genehmigung, ein Stück Mauer wieder aufzubauen.

Schulz bleibt Intendant im Musiktheater im Revier

Vertragsverlängerung um weitere fünf Jahre

Michael Schulz bleibt auch in den kommenden Jahren Generalintendant des Musiktheaters im Revier. Das teilte das Musiktheater in Gelsenkirchen mit. Der neue Vertrag gelte bis zum Jahr 2023. "Unter seiner Leitung hat nicht nur die gesellschaftspolitische Verankerung des Hauses in der Stadtgesellschaft, sondern auch die überregionale, künstlerische Bedeutung stetig zugenommen", hieß es in der Mitteilung. Schulz war zu Beginn der Spielzeit 2008/09 nach Gelsenkirchen gekommen. Seitdem hatte er bereits zweimal verlängert. Die Kultureinrichtung Musiktheater im Revier hat zwei Spielstätten und bietet jährlich rund 250 Veranstaltungen mit Oper-, Musical- und Ballettaufführungen sowie Sinfoniekonzerten.

Grütters beklagt schwindende Wertschätzung der Kunst

Kunst belebe den demokratischen Diskurs

Kulturstaatsministerin Monika Grütters sieht die Wertschätzung von Kunst schwinden. Die eindimensionale Sicht auf den Marktwert der Kunst sei mittlerweile sehr hoffähig geworden, sagte sie beim Auftaktforum einer Veranstaltungsreihe zur Perspektive für Kultur und Medien in Dresden. Grütters kritisierte die Degradierung von Kunst zum Spekulationsobjekt. Auch die Bereitschaft, die Autonomie der Kunst zu respektieren und das Ästhetische vom Politischen zu trennen, nehme ab. Der Staat finanziere die Kultur so auskömmlich, um sie unabhängig zu machen von Interessen, sagte Grütters. "Frei ist die Kunst dann, wenn sie weder dienen noch gefallen muss, wenn sie sich weder der Logik des Marktes beugen noch in den Dienst eines politischen Anliegens, einer Weltanschauung oder Ideologie stellen muss." Künstler belebten den demokratischen Diskurs, bewahrten die Gesellschaft vor gefährlicher Lethargie und die Demokratie vor totalitären Anwandlungen, wenn sie irritieren und provozieren, Widerspruch und Zweifel kultivieren dürften.

Neue Veröffentlichung von Furtwängler-Aufnahmen

Berliner Philharmoniker stellen Einspielungen des früheren Chefdirigenten vor

Erstmals sind die Rundfunkaufnahmen der Berliner Philharmoniker aus den Jahren 1939 bis 1945 mit ihrem langjährigen Chefdirigenten Wilhelm Furtwängler (1886-1954) in neuer Klangqualität zu hören. Die Bänder waren zum größten Teil nach dem Zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion gelangt. Nun veröffentlichen die Philharmoniker sie auf 22 CDs, wie das Orchester mitteilte. Die Zeit gehöre zu den künstlerisch ergiebigsten Jahren mit Furtwängler, hieß es. 21 Konzerte mit Werken von Beethoven, Brahms, Bruckner und Schubert seien nun wieder zu hören. Die Bänder waren Anfang der 1990er Jahre nach Deutschland zurückgebracht worden und wurden für die Edition digital bearbeitet. Furtwängler hatte 1917 sein Debüt bei den Philharmonikern gegeben und wurde 1922 in Berlin Nachfolger von Arthur Nikisch. Nach 1945 erhielt Furtwängler wegen seiner zwiespältigen Haltung während der NS-Zeit zunächst Berufsverbot. Nachdem er in einem Entnazifizierungsverfahren freigesprochen wurde, erhielt er die Position des Chefdirigenten 1952 offiziell zurück.

Hector-Preis für politischen Künstler Hiwa K

Jury: Werk stellt sich den großen Herausforderungen unserer Zeit

Der aus dem Irak stammende Skulpturen- und Installationskünstler Hiwa K bekommt den diesjährigen Hector-Preis. Das Werk des seit langem in Deutschland lebenden Künstlers besteche durch seine formale, erzählerische und anthropologische Qualität, teilte die Kunsthalle Mannheim mit. "Hiwa K, der als Kurde aus dem Irak fliehen musste, beschäftigt sich in seinem Werk mit den großen Herausforderungen unserer Zeit: Migration, Fragen der Zugehörigkeit und dem Thema Nationalismus", erklärte die Jury. Die Auszeichnung fördert Künstler, die in Deutschland leben, zwischen 35 und 50 Jahre alt sind und im dreidimensionalen Bereich der Bildhauerei, Objektkunst, Raum- und Multimediainstallation arbeiten. Der Hector-Preis ist mit 20.000 Euro und mit einer Ausstellung in der Kunsthalle verbunden.

Angola verbietet Diskriminierung sexueller Minderheiten

Umfangreiche Reform von mehr als 400 Artikeln

Lesben, Schwule und andere sexuelle Minderheiten dürfen in Angola nicht mehr diskriminiert werden. In einer großen Reform hat das Parlament mehr als 400 Artikel des angolanischen Strafrechts verändert, berichten lokale Medien. Damit machten sich künftig Personen strafbar, die Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung schlechter behandelten, erklärte Human Rights Watch. In diesem Fall drohten bis zu zwei Jahre Haft. Das alte Strafrecht hatte teils seit 1886 Bestand, als Angola unter portugiesischer Kolonialherrschaft stand. Laut Human Rights Watch ist die Zahl der Länder, die Homosexualität gesetzlich ächten, weltweit auf 69 gefallen.

Pinakothek der Moderne erhält wichtige Schenkung

Druckgrafische Werk von Kiki Smith einzig in München

Die New Yorker Künstlerin Kiki Smith hat der Staatlichen Graphischen Sammlung München ihr druckgrafisches Lebenswerk geschenkt. Darunter seien Hunderte von Einzelblättern, Portfolios und illustrierte Bücher, die seit Mitte der 1980er Jahre bis heute entstanden seien, heißt es auf der neuen Internetseite des Museums, die bei der Jahrespressekonferenz der Pinakothek der Moderne in München vorgestellt wurde. Somit sei das druckgrafische Werk der 1954 in Nürnberg geborenen Künstlerin nun weltweit einzig in München umfassend vertreten. Der neue Internetauftritt ist Teil einer Gesamtstrategie. Die Pinakothek der Moderne will neben den beiden anderen Pinakotheken in München künftig als eigenständige, internationale Marke wahrgenommen werden.

"Kleist-Förderpreis" geht an Autor Peter Thiers

Stück "Warten auf den Sturm" als monumentales Debüt

Der "Kleist-Förderpreis" für junge Dramatiker geht in diesem Jahr an den Autor Peter Thiers. Der 27-Jährige erhält die Auszeichnung für sein Stück "Warten auf den Sturm", teilte die Frankfurter Messe- und Veranstaltungsgesellschaft mit. Die neunköpfige Jury würdigte das Werk des jungen Autors als "monumentales Debüt" und "überzeugende Parabel des modernen Arbeitslebens". Die Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Nachwuchspreise für deutschsprachige Bühnenautorinnen und -autoren und ist mit 7500 Euro dotiert. Thiers stammt aus Gera und studierte Dramaturgie an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater sowie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 2011 veröffentlichte er den Film "Schlaf.Störung". Zurzeit arbeitet er als Regieassistent am Hamburger Thalia Theater.

Neuer Intendant des Schauspiels Köln aus Salzburg

Maldeghem will das Theater den Menschen "noch weiter öffnen"

Das Schauspiel Köln hat einen neuen Intendanten ab Sommer 2021 gefunden. Den Posten übernimmt nach Stadtangaben Carl Philip von Maldeghem, der derzeit noch Intendant des Salzburger Landestheaters ist. "Maldeghem hat sich mit einem Konzept und Ideen für die Stadt empfohlen, mit denen er das Schauspiel Köln den Bürgerinnen und Bürgern noch weiter öffnen will, da das Theater den Menschen gehört", begründete Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Entscheidung. Carl Philip von Maldeghem, der 1969 in Prien am Chiemsee geboren wurde und auch schon Intendant der Schauspielbühnen Stuttgart war, wird damit Nachfolger von Stefan Bachmann. Bachmanns Vertrag läuft noch bis Sommer 2021.

China sperrt Microsofts Suchmaschine Bing

"Financial Times": Auf Anweisung der Regierung

Die chinesische Zensur blockt jetzt auch die Microsoft-Suchmaschine Bing. Seit heute kann die Webseite von China aus nicht mehr aufgerufen werden. Bing teilt damit das Schicksal von Google, Twitter, YouTube, Facebook, WhatsApp und anderen Internet-Plattformen, die von Chinas "Großer Firewall" gesperrt werden. Die "Financial Times" zitiert Quellen, dass die Sperre auf Anweisung der Regierung erfolgt sei. Ein Grund war nicht bekannt. Bislang hatte die chinesische Seite Bing zugelassen, weil es seine Ergebnisse selbst zensierte und sich an die Vorgaben der Behörden hielt. Google hatte das abgelehnt und musste sich deswegen 2010 aus China zurückziehen. Auch ausländische Medien wie die "New York Times" oder chinakritische Webseiten werden blockiert.

Bayreuther Festspiele zu Gast in Abu Dhabi

Die Einladung kam aus den Vereinigten Arabischen Emiraten

Wagners "Walküre" im Wüstensand: Die Bayreuther Festspiele gastieren mit der berühmten Oper aus dem Zyklus "Der Ring des Nibelungen" in Abu Dhabi. Allerdings in einer vereinfachten Version - mit Orchestern und Sängern, aber ohne Bühnenbild oder Kostüme. Das teilte der Sprecher der Festspiele Peter Emmerich mit. Stattdessen wird ein für das Projekt gedrehter Film über die Entstehung der "Walküre" begleitend zur Musik gezeigt. Dieser kulturelle Austausch sei "ganz hervorragend", so Emmerich. Den Stoff aus der nordischen Mythologie am persischen Golf zu präsentieren, sei kein Widerspruch. "Die mythische Welt Wagners ist, glaube ich, trotz aller Unterschiede weit über die engeren Grenzen der Entstehungsgeschichte und des Landes hinaus vermittelbar und nachvollziehbar". Die Einladung für die Festspiel kam aus Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate.

Landesbibliothek zeigt Artusritter-Handschrift

"Wigalois" der mit dem "Parzival" am meisten rezipierte Artusroman

Die Badische Landesbibliothek hat erstmals eine wertvolle mittelalterliche Donaueschinger "Wigalois"-Handschrift präsentiert. Die bebilderte Schrift über einen Artusritter sei um 1420 entstanden und ein "nationales Kulturdenkmal" von außergewöhnlichem Wert, teilte die Landesbibliothek in Karlsruhe mit. Auf 440 Seiten wird ein mittelalterliches Ritterepos erzählt, ergänzt um 30 kolorierte Federzeichnungen. Heute wurde das Digitalisat der Handschrift freigeschaltet, mit dem der illustrierte Roman über den kühnen Artusritter Wigalois im Internet betrachtet werden kann. Zusammen mit dem "Parzival" Wolframs von Eschenbach ist der "Wigalois" der wohl am meisten und am längsten rezipierte Artusroman des Mittelalters.

Archäologen finden 5000 Jahre alte Gräber im Nildelta

Skelette in hockender Position

Archäologen haben im ägyptischen Nildelta historische Grabstätten entdeckt, von denen einige mehr als 5000 Jahre alt sein sollen. Rund 20 der Gräber, die rund 140 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kairo entdeckt wurden, stammten aus der prädynastischen Zeit (etwa 3200-3000 v. Chr.), teilte der Leiter der ägyptischen Antikenbehörde mit. In den Gräbern befänden sich noch die Skelette der Toten in hockender Position. Zudem seien in der Region von Kom al-Cholgan weitere Grabstätten aus der Zweiten Zwischenzeit (1782-1570 v. Chr.) gefunden worden. Darin hätten sich die Überreste von Tieren und Keramik befunden.

Bryan Singer der sexuellen Übergriffe beschuldigt

Bericht über vier mutmaßliche Opfer

"Bohemian Rhapsody"-Regisseur Bryan Singer ist in einem Magazinbeitrag der sexuellen Übergriffe auf Minderjährige beschuldigt worden. "The Atlantic" veröffentlichte am Mittwoch einen Bericht über vier mutmaßliche Opfer, die eigenen Angaben zufolge von Singer verführt und missbraucht wurden, als sie minderjährig waren. Drei der Männer wollten anonym bleiben. Der vierte, Victor Valdovinos, sagte, er sei von Singer am Drehort von "Apt Pupil" missbraucht worden, als er in der siebten Klasse gewesen sei. Die Bezirksstaatsanwaltschaft von Los Angeles County hatte zuvor Vorwürfe untersucht, wonach männliche Minderjährige für eine Duschszene in "Apt Pupil" unter Druck gesetzt worden seien, sich nackt auszuziehen. Sie erhob aber keine Anklage. Singer bestritt in einer Stellungnahme die Vorwürfe. Der Beitrag in "The Atlantic" sei zeitlich so gewählt worden, um den Erfolg von "Bohemian Rhapsody" auszunutzen. Der Film ist für fünf Oscars nominiert.

Streit um "Tatort": Buhrow weist Kritik zurück

"Die Freiheit der Kunst ist ein hohes Gut"

WDR-Intendant Tom Buhrow hat die harsche Kritik des Dortmunder Oberbürgermeisters Ullrich Sierau an der jüngsten "Tatort"-Ausgabe "Zorn" zurückgewiesen. Ein "Tatort" habe nicht die Aufgabe, das Image einer Stadt oder einer Region aufzupolieren, schrieb Buhrow am Mittwoch in einem Brief an den Oberbürgermeister, über den die "Bild"-Zeitung online berichtete. Das Schreiben sei an Sierau verschickt worden, sagte eine WDR-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Buhrow äußerte Verständnis, dass sich Sierau für seine Stadt stark mache. Aber: "Die Freiheit der Kunst ist ein hohes Gut. Und ich habe erstaunt zur Kenntnis genommen, dass Sie gleich den ganzen Dortmunder 'Tatort' loswerden wollen." Andere Städte hätten gern einen eigenen "Tatort", schrieb Buhrow. "Ich frage mich, ob es wirklich im Sinne der Dortmunderinnen und Dortmunder ist, wenn Sie sagen, dass Sie das erfolgreiche Team um Kommissar Faber gerne ziehen lassen würden."

Großer Kunstpreis Berlin für Architektin Gailhoustet

Dem Massenwohnungsbau eine zukunftsweisende Alternative entgegengesetzt

Die französische Architektin und Stadtplanerin Renée Gailhoustet wird mit dem Großen Kunstpreis Berlin geehrt. Sie habe in den 1970er-Jahren im Großraum Paris mit ihren begrünten Terrassenhäusern dem Massenwohnungsbau eine "zukunftsweisende Alternative" entgegengesetzt, entschied die Jury. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert und wird am 18. März verliehen. Gailhoustet wurde 1929 in Algerien geboren. Sie plante laut Akademie mehrere Wohntürme in Ivry-sur-Seine mit Läden, Ateliers oder Gärten. Was ihr Werk heute so aktuell und exemplarisch mache, seien zum Beispiel Fragen der nachhaltigen Entwicklung. Auch 2019 gehe es um Verdichtung, bezahlbare Mieten, soziale Durchmischung und urbanes Grün, teilte die Akademie zur Jury-Entscheidung mit.

Simbabwes legendärer Musiker "Tuku" ist tot  

Er galt als Chronist der Geschichte des Landes

Oliver Mtukudzi, der wohl berühmteste Musiker Simbabwes ist im Alter von 66 Jahren in Harare gestorben, wie sein Manager Walter Wanyanya mitteilte. Der unter seinem Spitznamen "Tuku" bekannte Musiker hat in seiner rund vier Jahrzehnte langen Karriere mehr als 60 Alben veröffentlicht. Oliver Mtukudzi sang meist in der Landessprache Shona, aber auch auf Ndebele und Englisch. Mit der Gitarre in der Hand gab Mtukudzi weltweit Konzerte, darunter in den USA und in Großbritannien. Seine Musik galt als ein Spiegel der Geschichte Simbabwes - angefangen vom Kampf um die Unabhängigkeit und gefolgt von den massiven sozialen und wirtschaftlichen Problemen während der fast vier Jahrzehnte langen Herrschaft von Präsident Robert Mugabe. "Tuku" verstand es jedoch, sich bei politischen Themen zumeist auf Andeutungen zu beschränken, weswegen seine Musik nicht verboten und er auch nicht verhaftet wurde.

Bronzestatuette "Mars" zurück in Sachsen

Kunstwerke sollte bei Sotheby's versteigert werden

Nach langer Odyssee ist die berühmte Kleinbronze "Dresdner Mars" des Renaissance-Bildhauers Giambologna nach Sachsen zurückgekehrt. Der etwa 40 Zentimeter große Kriegsgott wird zunächst im mittelsächsischen Freiberg präsentiert. Die Figur sollte 2018 vom Londoner Auktionshaus Sotheby's versteigert werden. Der Bund, das Land Sachsen und mehrere Stifter erwarben das Kunstwerk daraufhin für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Es soll sich ein Millionenbetrag gezahlt worden sein. Der "Mars" stammt aus dem ältesten Bestand des Dresdner Sammlungen und gelangte 1587 als persönliches Geschenk von Giambologna an Kurfürst Christian I. von Sachsen in die Elbestadt. Er war 1924 in den Kunsthandel gelangt.

Comic-Festival in Angoulême

Zum 46. Mal: Mangas und Graphic-Novels

In der westfranzösischen Stadt Angoulême beginnt heute die 46. Ausgabe des internationalen Comic-Festivals. Rund 1500 Autorinnen und Autoren aus der ganzen Welt werden erwartet. Traditionell steht in Angoulême die ganze Bandbreite der internationalen Comic-Kunst und Unterhaltung im Fokus. Dazu gehören die in Frankreich überaus beliebten Graphic Novels genau so wie Mangas, denen in diesem Jahr mit einer eigenen Ausstellungsfläche von rund 2500 Quadratmetern ein breiter Raum geschaffen wird. Mehrere Künstlerinnen und Künstler werden mit gesonderten Ausstellungen gewürdigt. Dazu zählen unter anderem der italienische Comiczeichner Milo Manara und die französische Grafikern Bernadette Després. Deren Comicreihe "Tom-Tom et Nana" feierte vor allem in den neunziger Jahren in Frankreich große Erfolge mit über 15 Millionen verkauften Alben und wurde ebenfalls erfolgreich als Kinderserie verfilmt. Bernadette Després hat auch eines der diesjährigen offiziellen Veranstaltungsposter entworfen. Das Festival wurde 1974 gegründet.

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