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Kompressor | Beitrag vom 03.07.2015

KunstausstellungNackter Protest in der Türkei

CANAN im Gespräch mit Timo Grampes

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Die Künstlerin CANAN hält - nackt - eine Flagge in die Luft (CANAN)
CANAN, Femina (Ausschnitt) (CANAN)

Die Neue Gesellschaft für bildende Kunst (NGBK) in Berlin konzentriert sich in ihrer aktuellen Ausstellung auf "Politische Kunst im Widerstand in der Türkei". Die kurdische Künstlerin CANAN ist dort mit einer nackten, revolutionären Selbstinszenierung vertreten.

"Alles, was persönlich ist, ist gleichzeitig auch politisch", sagt die kurdische Künstlerin CANAN, die sich in ihrer Kunst viel mit dem Verhältnis zwischen Mann und Frau beschäftigt. Dabei möchte sie nicht "etwas über den Feminismus rüber definieren", sondern vor allem persönliche Geschichten erzählen.

CANAN ist Teil der Ausstellung "Politische Kunst im Widerstand in der Türkei" der Neuen Gesellschaft für bildende Kunst (NGBK). Eins der dort ausgestellten Werke von ihr heißt "Femina". In dem Werk inszeniert sie sich auf Fotografien selbst. Und zwar nackt mit lila Bodypainting und Flagge – eine Pose, die an die französische Revolution erinnern soll. "Widerstand" ist ein immer wiederkehrendes Thema in CANANS Werken. Die Gezi-Proteste 2013 hat sie live mit erlebt.

Die gesamte Ausstellung in der NGBK vereint verschiedene türkische Künstler und Künstlerinnen, die sich in ihren Werken mit Protestbewegungen zwischen den 70er-Jahren und heute beschäftigen.

Webseite der NGBK-Ausstellung 

Mehr zum Thema:

Türkei - Furcht vor Zensur in der Kunst
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 11.08.2014)

Mit Klavier und Rosen gegen Erdogan
(Deutschlandfunk, Kultur heute, 23.06.2013)

Kunst nahe der syrischen Grenze
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 23.09.2012)

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