Seit 05:05 Uhr Aus den Archiven
Samstag, 16.10.2021
 
Seit 05:05 Uhr Aus den Archiven

Fazit / Archiv | Beitrag vom 29.04.2012

"Kunstarbeit heißt auch immer Sozialarbeit"

Präsident des Deutschen Bühnenvereins will für mehr Geld für die Kommunen auf die Barrikaden gehen

Klaus Zehelein: "Je enger das Geld wird, desto mehr wird eigentlich an den Theatern gearbeitet."  (picture alliance / dpa - Uwe Zucchi)
Klaus Zehelein: "Je enger das Geld wird, desto mehr wird eigentlich an den Theatern gearbeitet." (picture alliance / dpa - Uwe Zucchi)

Nach Ansicht von Klaus Zehelein, Präsident des Deutschen Bühnenvereins und der Bayerischen Theaterakademie in München, ist soziales Engagement integraler Bestandteil von Kunst. "Kunstarbeit heißt auch immer Sozialarbeit - in einem erweiterten Sinne vielleicht, als sich das ein freier Künstler, der sich als Instrument der Kunst fühlt, denken kann", sagte Zehelein.

Zehelein, der am Sonntag in der Bayerischen Theaterakademie eine Diskussionsrunde der Reihe "In welchen Städten wollen wir leben" moderierte, kritisierte das vor kurzem veröffentlichte Buch "Der Kulturinfarkt", weil es keine konkreten Vorschläge für die Kulturszene unterbreite: "Das Buch läuft für mich in dieser Weise ins Leere und berücksichtigt überhaupt nicht, was an wirklichen, gravierenden Veränderungen sich sowohl in den künstlerischen Prozessen als auch in der Kulturpolitik getan hat", so Zehelein.

Selbstverständlich seien die Finanzen in der Kultur ein großes Thema, betonte er: "Je enger das Geld wird, desto mehr wird eigentlich an den Theatern gearbeitet." Es sei ein Problem, dass die Städte und Kommunen an den öffentlichen Einnahmen nicht so beteiligt würden, dass sie Kunst überhaupt bezahlen könnten, sagte Zehelein: "Dafür müssen wir auch auf die Barrikaden gehen, dass das nicht so bleibt, dass die Sozialabgaben die öffentlichen Haushalte der Kommunen sozusagen fast auffressen."

Sie können das vollständige Gespräch mindestens bis zum 30.9.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

Links bei dradio.de:

Revolutionäre Attitüde von "Infarkttherapeuten" - <br> Die Autoren des Buches "Der Kulturinfarkt" erfahren anhaltenden Widerspruch

Streitobjekt Kulturpolitik - <br> An den Thesen des Buches "Der Kulturinfarkt" scheiden sich die Geister

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur