Seit 23:05 Uhr Fazit

Freitag, 14.12.2018
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Kundgebung zur Rückgabe der Benin-Bronzen

Aufruf der Bündnisse "Decolonize Berlin" und "No Humboldt 21!"

Nigeria sollten unverzüglich alle Kunstwerke zur Rückgabe angeboten werden, die 1897 durch britische Truppen gestohlen und später nach Berlin verkauft worden seien, darunter die in Berlin befindlichen "Benin Bronzen". Das ist die Forderung der Kundgebung, die am Samstag vor dem Bode-Museum geplant ist. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, so die Initiatoren, habe kein Recht, diese Kunst weiter auszustellen. Hintergrund der Forderung ist die Ankündigung des französischen Präsidenten Macron, 26 von französischen Kolonialtruppen geraubte Kunst-Objekte an die westafrikanische Republik Benin zurückzugeben. Die weltbekannten afrikanischen Bronzen schmückten jahrhundertelang den königlichen Palast in Benin, dem heutigen Nigeria.

Eiffelturm schließt vor "Gelbwesten"-Protest

Paris erwartet am Samstag neue Demonstrationen

Der Betreiber des Eiffelturms kündigte an wegen der erwarteten Gewalt bei den "Gelbwesten"-Protesten am Samstag das Pariser Wahrzeichen zu schließen. Durch die drohenden Ausschreitungen wäre es unmöglich für die "angemessene Sicherheit" zu sorgen, hieß es. Auch andere Sehenswürdigkeiten, wie der Louvre und das Musée d'Orsay, bleiben geschlossen, teilte Frankreichs Kulturminister Franck Riester mit. Zudem ist nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP geplant, dass auch die Geschäfte auf den Champs-Elysées nicht öffnen werden und die Vorstellungen der beiden Pariser Opernhäuser ausfallen. Vor dem Elysée-Palast, dem Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron, haben die "Gelbwesten" zu Protesten aufgerufen. Die Regierung rechnet mit massiver Gewalt. Am vergangenen Wochenende war es auf den Champs-Elysées und rund um den Triumphbogen zu schweren Ausschreitungen gekommen. Bei den Protesten wurden mehr als 260 Menschen verletzt.

Golden Globes Nominierungen bekanntgegeben

Deutscher Spielfilm geht gegen vier Konkurrenten ins Rennen

Das Künstlerporträt "Werk ohne Autor" von Florian Henckel von Donnersmarck, mit Tom Schilling in der Hauptrolle, ist in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film" für einen Gold Globe nominiert worden. Das teilte der Verband der Auslandspresse in Hollywood mit. Der Schauspieler Daniel Brühl ist außerdem für seine Rolle in der Krimiserie "Die Einkreisung" als bester Hauptdarsteller in einer Serie nominiert. Als beste US-amerikanische Filme stehen "Black Panther", '"Bohemian Rhapsody", '"BlacKkKlansman", "If Beale Street Could Talk" und "A Star Is Born" zur Wahl. Glenn Close, Lady Gaga, Nicole Kidman, Melissa McCarthy und Rosamund Pike dürfen als beste Schauspielerinnen auf die Auszeichnung hoffen. Bradley Cooper, Willem Dafoe, Lucas Hedges, Rami Malek und John David Washington sind in der Kategorie beste Schauspieler nominiert. Die Golden Globes werden am 6. Januar in Los Angeles verliehen.

Musik aus dem Iran 2019 in Rudolstadt

Das Festival hat seinen Länderschwerpunkt vorgestellt

Mehr als 90 iranische Künstler und Ensembles haben ihre Bewerbungen nach Thüringen geschickt. Um Anfang Juli am renommierten Weltmusik-Fest teilnehmen zu können. Noch nie, teilten die Organisatoren mit, seien in den fast 30 Jahren seines Bestehens so viele Bewerbungen eingegangen. Sie kämen etwa zu gleichen Teilen aus dem Iran selbst und aus der Diaspora. Welche Gäste ausgesucht würden, werde man bis zum Start des Vorverkaufs am 12. Dezember entscheiden. Insgesamt rechnet die Festivalleitung 2019 mit Musikern aus mehr als 40 Ländern. Rund 300 Konzerte sind für die bis zu 25.000 Besucher geplant.

Stefanie Tücking starb an einer Lungenembolie

Das ist laut SWR das Ergebnis der Obduktion

Am vergangenen Samstag war die Moderatorin Steffi Tücking im Alter von 56 Jahren überraschend gestorben. Nun teilte der Südwestrundfunk mit, dass der Verschluss einer Lungenarterie zu ihrem frühen Tod geführt hat. Tücking arbeitete seit rund 30 Jahre für den den Hörfunk und das Fernsehprogramm des SWR. Bundesweit bekannt war sie seit den 80er Jahren als sie die ARD-Kultsendung "Formel Eins" moderierte. Dafür hatte sie 1987 eine Goldene Kamera erhalten.

Dresdner Friedenspreis für Vietnamkriegs-Opfer

Er wird am 11. Februar in der Semperoper überreicht

Kim Phuc Phan Thi ist heute 55 Jahre alt. Sie ist Botschafterin der Unesco und Gründerin einer Stiftung für vom Krieg versehrte Kinder: Ihr Foto als "Napalm Girl", das sie am 8. Juni 1972 als Neunjährige auf der Flucht vor einem Napalm-Angriff südvietnamesischer Flugzeuge zeigt, ging um die Welt. Es ist bis heute eines der berühmtesten Kriegsbilder. Bisherige Preisträger waren Michail Gorbatschow, Daniel Barenboim und James Nachtwey.

Stücke für Autorentheatertage stehen fest

Drei Texte wurden aus 113 Einsendungen ausgewählt

Tanz- und Theaterkritikerin Esther Boldt, Filmregisseurin Valeska Grisebach und Schauspielerin Steffi Kühnert haben als Jury ihre Wahl getroffen: "Entschuldigung" von Lisa Danulat, "ruhig Blut" von Eleonore Khuen-Belasi und "zu unseren füßen, das gold, aus dem boden verschwunden" von Svealena Kutschke werden bei den Autorentagen 2019 mit Uraufführungen in Zürich, Graz und Berlin belohnt. Das teilte das Deutsche Theater Berlin, Ausrichter des Festivals für Neue Dramatik, mit. teilte, wurden drei Theatertexte aus 113 Einsendungen prämiert: "Entschuldigung" von Lisa Danulat, "ruhig Blut" von Eleonore Khuen-Belasi und "zu unseren füßen, das gold, aus dem boden verschwunden" von Svealena Kutschke. Die Autorinnen erhalten ein Honorar in Höhe von jeweils 10.000 Euro.

Anish Kapoor verkündet Erfolg gegen NRA

Die US-Waffenlobby werde innerhalb einer Woche seine Skulptur aus einem Spot entfernen

"Wir freuen uns, den Sieg über die National Rifle Association zu verkünden": So zitiert das Magazin "Monopol" aus der Stellungnahme von Anish Kapoor. Seine Skulptur "Could Gate" in Chicago war von der NRA ungefragt in einer Werbung mit dem Titel "The Violence of Lies" verwendet worden. Ein Sprecher von Kapoor erklärte, es sei eine außergerichtliche Einigung mit der NRA getroffen und unterschrieben worden. "Das ist ein Sieg nicht nur, weil das Urheberrecht meiner Arbeit verteidigt wird", ließ der 1954 in Mumbai geborene Bildhauer wissen, "sondern auch eine Solidaritätserklärung für alle, die sich der Waffengewalt in Amerika und anderswo entgegenstellen." Kunst dürfe nicht zu Propagandazwecken missbraucht werden. Die amerikanische Schusswaffenlobby wirbt für sich seit 2017 mit der "geballten Faust der Wahrheit". Kapoor hingegen stellt den demokratischen und offenen Charakter seiner Skulptur hervor.

Kirche im italienischen L'Aguila wieder geöffnet

Santa Maria del Suffragio wurde 2009 zum Symbol des Erdbebens

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella war angereist und hatte seinen Kulturminister Alberto Bonisoli mitgebracht. Aber auch Frankreichs Europaministerin Nathalie Loiseau war gekommen. Denn mit finanzieller Hilfe aus Paris konnte heute die beim schweren Beben im April 2009 zerstörte Barockkirche in der Abruzzen-Stadt L'Aquila heute wiederaufgebaut und feierlich geweiht den Gläubigen übergeben werden. Der Einsturz der Kuppel von Santa Maria del Suffragio wurde während einer zufälligen Live-Übertragung des italienischen Fernsehens festgehalten und zeigte in besonderem Maße das Ausmaß der Zerstörung, die 309 Menschen das Leben kostete.

"Schindlers Liste" für Spielberg heute wichtiger denn je

Das Holocaust-Drama kommt in den USA wieder in die Kinos

"Es ist die perfekte Zeit, den Film noch einmal zu veröffentlichen. Wahrscheinlich noch wichtiger, als damals in den 90er Jahren". Das findet Regisseur Steven Spielberg 25 Jahre nachdem sein Film "Schindlers Liste" in den US-Kinos anlief. Das mit einem Oscar ausgezeichnete Drama über den Industriellen Oskar Schindler, der während des Zweiten Weltkriegs über 1000 Juden in seinen Betrieben beschäftigte und damit vor dem Tod rettete, wird zum Jubiläum wieder gezeigt. In den "NBC Nightly News" sagte der 71-jährige Spielberg: "Heute steht mehr auf dem Spiel als damals".

Édouard Louis verteidigt Gewalt der Gelbwesten

Der französische Schriftsteller verurteilt Politik und Medien

"Ich fühle mich persönlich betroffen von der Verachtung und Gewalt, mit der die bürgerlichen Klassen dieser Bewegung sofort begegnet sind". Das schreibt Édouard Louis auf der Website "Les Inrockuptibles", aus der die Wochenzeitung "Zeit" zitiert. Die Bewegung der Gelbwesten, hat am vergangenen Samstag in Paris ganze Straßenzüge zerstört, um gegen die Politik der Regierung zu protestieren. Der 1992 geborene Louis, bekannt geworden durch seine autobiographisch geprägten Romane "Das Ende von Eddy" und "Im Herzen der Gewalt" äußert dennoch großes Verständnis für den Protest: Die Gelbwesten hätten sich "rassistisch und homophob geäußert oder verhalten. Doch seit wann sorgen sich die Kommentatoren, die das beklagen, um Rassismus und Homophobie? Was haben sie bisher gegen Rassismus getan? Viele Politiker und Journalisten sagen: 'Es wurden Symbole unserer Republik geschändet.' Wovon sprechen sie? Für wen halten sie sich? Worüber mokieren sie sich?" Diese Bewegung, so Louis, müsse weitergehen. "Weil sie etwas Richtiges, Dringendes, Radikales verkörpert. Weil sie endlich die Gesichter und Stimmen sichtbar und vernehmbar macht, die normalerweise in die Unsichtbarkeit gebannt werden."

Denunziationsplattform Soko Chemnitz abgeschaltet

Das Zentrum für politische Schönheit erklärt Aktion zum Erfolg

Der umstrittene Onlinepranger zur Identifizierung von Teilnehmern rechter Aufmärsche in Chemnitz ist eingestellt worden. Das sich selbst als Kunstaktionsgruppe verstehende Zentrum für Politische Schönheit erklärte, ihr neuestes Projekt sei in Wirklichkeit eine Falle für Rechtsextreme gewesen. Neonazis hätten durch Namenseingaben in der Suchfunktion der Internetseite "Soko Chemnitz" unwissentlich selbst Hinweise auf die rechte Szene geliefert. Am Montag hatten die Aktivisten des Zentrums für Politische Schönheit zur Denunziation von "Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannten" in Chemnitz aufgerufen, wo der gewaltsame Tod eines Manns Ende August zu Demonstrationen rechter Gruppen geführt hatte.

Neuer Haftbefehl gegen Can Dündar

Journalist soll Gezi-Park-Proteste mitorganisiert haben

Ein Gericht in Istanbul hat einen neuen Haftbefehl gegen den früheren Chef der türkischen Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, ausgestellt. Dem in Deutschland lebenden Journalisten wird vorgeworfen, die regierungskritischen Proteste 2013 am Gezi-Park mitorganisiert und angeheizt zu haben. Dündar war vor zwei Jahren wegen eines Berichts über geheime Waffenlieferungen der Türkei an Islamisten in Syrien zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die türkische Regierung fordert seine Auslieferung.

Regierungstreues Medienkonsortium in Ungarn

Orban segnet umstrittene Bündelung ab

Ungarns Ministerpräsident Orban hat die Bündelung regierungstreuer Medien in einem neuen Konsortium abgesegnet. Er unterzeichnete ein Dekret, in dem festgehalten wird, dass die Maßnahme von "strategischer Bedeutung und im öffentlichen Interesse" sei. Damit blockierte er mögliche Schritte der Aufsichtsbehörden oder konkurrierender Medien gegen das Vorhaben.
Darin sind rund 500 regionale und überregionale Medien versammelt, die offen seine Regierung unterstützen. Orban hat die Medienlandschaft in Ungarn seit seinem Amtsantritt 2010 zu seinen Gunsten verändert. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" stuft das Land bei der Pressefreiheit inzwischen auf Platz 71 von 180 ein. Davor lag Ungarn noch auf Platz 23.

Kuba lockert Gesetz zur Kontrolle künstlerischer Freiheit

Bekannte Künstler hatten sich beschwert

Kuba lockert ein neues Gesetz, das den Kulturbetrieb strenger kontrollieren sollte. Damit reagiere die Regierung auf Proteste zahlreicher bekannter Künstler, sagte der Vizeminister für Kultur, Fernando Rojas. Das Gesetz ist als Dekret 349 bekannt und sieht vor, dass "Inspekteure" Kulturevents sofort stoppen können, wenn diese den Werten der sozialistischen Revolution zuwiderlaufen. Dies soll nun nur noch bei obszönen, rassistischen oder sexistischen Inhalten gelten. Die Kontrolleure dürfen außerdem keine Studios oder Häuser inspizieren, die nicht auch öffentlich zugänglich sind. Viele bekannte Künstler Kubas hatten sich über Zensur bei privaten Treffen beschwert.

Facebook gab Firmen Zugang zu Nutzerdaten

Britischer Abgeordneter veröffentlicht Unterlagen

Facebook hat internen Dokumenten zufolge einigen Unternehmen wie Netflix 2015 speziellen Zugang zu bestimmten Daten seiner Nutzer gewährt. Neben dem Streaming-Dienst seien unter anderem auch die Wohnungsplattform Airbnb von Facebook bevorzugt mit Daten versorgt worden, heißt es in den von dem britischen Abgeordneten Damian Collins veröffentlichten Unterlagen. Der Social-Media-Experte hat die Dokumente von dem App-Entwickler Six4Three bekommen, der einen Gerichtsstreit mit Facebook ausficht. Collins deutete an, dass das soziale Netzwerk Konkurrenten wie Twitter den Zugriff auf Daten aus dem Freundeskreis von Facebook-Nutzern verwehrte. Facebook erklärte, die veröffentlichten Informationen seien aus dem Kontext gerissen und stünden im Lichte des Gerichtsverfahrens. Zudem sei der Zugang zu Daten von Nutzer-Freunden 2015 grundsätzlich unterbunden worden.

Lothar Baumgarten ist tot

Das meldet das Kunstmagazin "Monopol"

1944 geboren in Rheinsberg, Studium in Karlsruhe und Düsseldorf, künstlerische Reisen bis in den Amazonas: Lothar Baumgartens Materie waren Fotografien, Texte und Installationen. Seit 1972 immer wieder Gast der Kasseler Documenta, wurde er 1984 auf der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Von 1994 bis 2006 hatte Baumgarten eine Professur an der Berliner Universität der Künste inne. 2003 erhielt er den Kunst-am-Bau-Preis für sein künstlerisches Gesamtkonzept im Innenhof des Bundespräsidialamtes. Seine Arbeiten sind in zahlreichen internationalen Sammlungen vertreten, darunter im Guggenheim Museum in New York, der Tate Modern in London und der Fondation Cartier in Paris.

Europa gegen Fake News

EU-Kommission stellte Aktionsplan vor

Aus Furcht vor Störungen der Europawahl im kommenden Mai verstärkt die Europäische Union ihre Maßnahmen gegen Falschnachrichten und Propaganda im Internet. Dafür soll die finanzielle Ausstattung der 2015 beim Auswärtigen Dienst der EU gegründeten Task Force von 1,9 auf 5 Millionen Euro mehr verdoppelt und die Prävention in der Gemeinsschaft besser gebündelt werden. Dazu soll bis März 2019 ein Schnellwarnsystem einsatzfähig sein, über das EU-Staaten Versuche melden können, die öffentliche Debatte zu manipulieren. Als Hauptquelle von Falschinformationen in Deutschland hat die Kommission Russland ausgemacht. Ein dringlicher Appell ging an die sozialen Netzwerke, ihre Selbstverpflichtungserklärungen stringent umzusetzen und offenzulegen, wer Wahlwerbung schaltet und bezahlt.

Diandra Donecker neue Chefin von Grisebach

Die 30-jährige Kunsthistorikerin tritt am 1. Januar an

Sie wird nicht nur leitende Geschäftsführerin, sondern auch Partnerin im renommierten Berliner Auktionshaus Grisebach: Diandra Donecker, die seit zwei Jahren im Haus die Fotografie-Abteilung führt und zuvor sowohl für das Metropolitan Museum in New York als auch für das Auktionshaus Christie's gearbeitet hat. Ein "klares Signal" nennt das Haus die Entscheidung für die Nachfolge von Florian Illies, der im Sommer überraschend seinen Rückzug erklärte, um im kommenden Jahr Verleger des Rowohlt Verlags zu werden.

Bund pflegt kulturelles Schrifterbe mit 4,5 Millionen

Das teilte die KEK mit

Um das kulturelle Erbe vor dem "schleichenden Verfall zu bewahren und für künftige Generationen zu erhalten", erhalten Bibliotheken und Archive in Deutschland vom Bund im kommenden Jahr 4,5 Millionen Euro. Viele historische Handschriften und Bücher seien durch Feuchtigkeit, Säure oder Schimmel gefährdet, heißt es bei der Koordinierungsstelle für den Erhalt des schriftlichen Kulturguts, die 2011 gegründet wurde. Das Geld fließt in das Sonderprogramm der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und in Modellprojekte. Förderanträge können bis zum 31. Januar gestellt werden. Bisher wurden den Angaben der KEK zufolge 420 Projekte mit rund sieben Millionen Euro über die KEK gefördert.

Getty-Museum will Statue nicht an Italien zurückgeben

Das Haus reagiert auf ein Urteil aus Rom

Das J. Paul Getty Museum in Los Angeles will die antike Bronzeskulptur "Siegreiche Jugend" nicht an Italien zurückgeben. Diese Forderung ist nach dem Urteil des höchsten Gerichts des Landes erneut erhoben worden. Es hat den Widerspruch der US-Institution im Jahr 2010 jetzt zurückgewiesen, die Statue zu italienischem Kulturgeht erklärt und nach einem Bericht des "Corriere della Sera" angeordnet, das Kunstwerk zu beschlagnahmen, "wo immer sie sich findet". Die Skulptur, die auch als "Athlet von Fano" bekannt wurde, ist ein Herzstück in der Getty Villa. Sie wurde vor mehr als 2000 Jahren geschaffen und 1964 von Fischern aus der Adria gezogen. Laut Anwalt der italienischen Regierung, meldet die New York Times, wurde der junge Mann aus dem antiken Griechenland illegal aus Italien gebracht. Die Getty Stiftung erwarb ihn 1977 für knapp vier Millionen US-Dollar in Deutschland. Seit 1939 gilt in Italien ein Gesetz, demzufolge es nicht erlaubt ist, Antiqutäten und archäologische Funde ohne Exportgenehmigung aus dem Land auszuführen.

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